Zugegeben, mein Leben ist gar so spannend nicht, daß eine private Homepage unbedingt nötig wäre. Ganz objektiv betrachtet. Tatsächlich hat das Dasein der vorliegenden wenigen HTML-Seiten andere Gründe als die oberflächlich-inhaltlichen: Es geht um die technische Machbarkeit. Die von XML, XLink, XSL/XSLT, XHTML, externen Linkbases und dergleichen.
Die Herausforderung bestand konkret darin, die folgenden Anforderungen zu erfüllen:
Tatsächlich bietet die XML-Welt mit XSL(T) und XLink alles, was notwendig ist, um die gestellten Anforderungen zu erfüllen. Die Seiteninhalte können mit jedem Text-Editor verfaßt werden. XSL(T)-Prozessoren sind für die gängigen Betriebssysteme - zur Not als Java-Applikation - frei verfügbar. Sogar für Windows.
Im konkreten Fall hat nun jede XHTML-Seite dieser Webpage eine Entsprechung als XML-Datei auf meiner Festplatte. Zusätzlich existiert eine weitere XML-Datei "SITE.XML", die einerseits den Seitenbaum beschreibt, andererseits alle verwendeten Links zentral verwaltet. (SITE.XML ist nichts anderes als eine externe Linkbase entsprechend der XLink-Spezifikation; die Handhabung ist so genialisch elegant, daß ich kaum verstehen kann, warum diese W3C-Empfehlung in der Praxis de facto zur Bedeutungslosigkeit verkommen ist.)
Mit einem XSL(T)-Stylesheet werden diese Datenquellen schließlich zu XHTML-Seiten verarbeitet. Das ganze geschah in der ersten Version unter Verwendung der Microsoft XML Core Services (kostenlose Windows-Komponente) und einer gewöhnlichen Batch-Datei. Heute übernimmt die XSLT C library for Gnome diese Aufgabe. Fertig ist das Content Management System.
(Ich bräuchte jetzt eigentlich nur noch echten Content, um den Aufwand auch zu rechtfertigen. Und der geht mir, wie vielleicht trotz aller bunten Bilder zu erahnen ist, derzeit ab.)
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