Schlafi schlafi

Schon am zweiten Tag höre ich Sätze wie Ich kann ja noch ein bissi lesi-lesi vor dem Schlafi-Schlafi. Es geht dann doch alles recht schnell mit der Urlaubsentspannung (oder was immer das ist *gg*).

Strandmatten

Das Wetter war heute genau so, wie es die kommende Woche bleiben soll: bedeckelt mit ein paar Regentropfen zwischendurch. (Ich kann mir nicht verkneifen zu erwähnen: Wären wir eine Woche früher gefahren, so wie ichs ursprünglich geplant hatte, hätten wir jetzt sieben Tage Strand- und Badewetter hinter uns. Ich weiß, daß in Wien jemand auf genau diese Bemerkungen wartet. *LOL*)
Naja, und nachdem wir dann Eiskaffee und Hugo und Eis und Cappuccino auf der Terrasse durch hatten und auch die Vokabeln gelernt waren (130 Wiederholungen und zehn neue – Herr F. wäre stolz auf mich!), wollten die Fahrräder bewegt werden. Auf also nach Karlshagen!
Dort findet zwar derzeit das große Beach-Volleyball-Turnier statt, irgendwie hat aber die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt: Genau das, was man sich bei so einer Veranstaltung erhofft, ist dort nie zu sehen. Da bietet das Frühstücksbuffet am Friesenhof teilweise deutlich bessere Aussichten. (Könnt natürlich auch sein, daß wir was falsch machen in Karlshagen. Vielleicht ist die Schönheit der Natur dort ja abhängig von Wochentag, Wetter, Tageszeit oder Besucherandrang?)
Anyway: Den Weg zum Strand haben wir uns gespart, stattdessen gabs Powershopping. Brandneue Matten für den Stand haben wir jetzt (je 1x Bast und 1x Schaumstoff) und als besonderen Luxus für jeden ein Pölsterchen zum Aufblasen, auf daß wir unsere müden Häupter nicht auf Dünensand betten müssen. (Bevor uns jetzt jemand Konsumopfer schimpft: Wir verwenden diese Dinge über mehrere Jahre, bis sie Risse haben und auseinanderfallen.)
Tja. Anstrengend genug, das Fahrradstrampeln. Es wird ja am Abend hoffentlich ein feines Essen die verbrannten Kalorien wieder ausgleichen. 😉

Frühstück und Fahrrad

Der Urlaub beginnt erst so wirklich, wenn man das erste Frühstück auf der sonniglichen Terrasse genießt. Mit Eierspeis, gebratenem Speck und Würschteln sind wir verdächtig nahe am „Full Irish“ unserer Tage in Dublin und Youghal. Fürs gute Gewissen gibts zwischendurch einen bunt gemischten Früchteteller (der vegane Teil für Frau Kysira), danach Semmerl mit Nutella und diversen Marmeladen. Ein paar Meter neben uns spielen die Fohlen auf der Weide. Sweet.
Auch sweet: Beim Fahrradverleih hat man sich schon Sorgen gemacht. Schon fast August und die Ösis sind noch nicht da? Das wird wohl nix mehr heuer. Doch, wird. Wir haben unsere Räder und sind mobil – theoretisch zumindest, denn der erste Weg nach Frühstück und Radlieferung führt ins Bett. Der Schlaf nach dem Nutellasemmerl ist der gesündeste. 😉

Nutellawahnsinn

Der Urlaub hat begonnen: Wir sitzen auf der Terrasse des Friesenhofs und genießen Soljanka (die allein schon ein Grund wäre, um hierher zu kommen) und den klassischen Salat Sportiv.
Ein adretter junger Herr leistet uns Gesellschaft und unterhält uns, solange wir uns auf der über weite Strecken neuen Karte orientieren.
Den Höhepunkt des Tages gabs wenige Augenblicke zuvor: Nutella. Überall. Das ganze Zimmer war voll davon. Hinter den Vorhängen, im Bett, im Nachtkastl, in der Duschkabine, am Schuhkasten, im Kühlschrank, im Kasten und am Kasten, hinter der Couch,… Alles voll mit Nutella. Es hat ein bißchen was von Ostereier suchen. Wir sind uns noch nicht sicher, ob wir schon alle Gläser gefunden haben. 😉

Berlin, Frühstück

Länger als sonst ist unsere Umsteigepause in Berlin. Wir verbringen sie mit einem sehr umfangreichen Frühstück bei Dean&David: Espresso, Lemon Cake, Loch im Ohr, Orangen/Apfel/Ingwer-Saft (und Säfte mit echten Karotten statt Möhren), frische Wraps mit Ziegenkäse, Weintrauben, Walnüssen, Nudelsalat mit Spinat und Schafskäse… Ja, das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Im Urlaub sowieso.

Jolla: Aurajoki

Aurajoki ist kein See irgendwo in Finnland. Um der neuen Dynamik Ausdruck zu verleihen (immerhin hat Jolla gemeinsam mit Intex gerade das erste Telefon eines Fremdherstellers mit SailfishOS auf den Markt gebracht), wechseln die Finnen jetzt von Seen auf Flüsse. Aurajoki ist 70km lang und mündet bei Turku ins Meer.

Wie vermutet bringt das Update mit der Release-Nummer 2.0.2.48 alle Modelle auf den gleichen Stand: Das Jolla C und das Intex Aqua Fish sind ja vor wenigen Wochen erst mit einer Vorabversion von Aurajoki ausgeliefert worden. Jetzt gibts diese OS-Version auch für das Tablet und das ursprüngliche Jolla Phone. (Totzdem wollte auch mein Jolla C updaten: Die Versionsnummer ist höher als die der Vorabversion; einige Fehler wurden beseitigt, vor allem der besonders lästige bei der Eingabe von Suchbegriffen im Browser.)

Wegen der unterschiedlichen Ausgangslage spar ich mir auch die übliche Aufzählung der Veränderungen. Es läßt sich so einfach nicht sagen. Was am Tablet jetzt besser funktioniert als vorher, war am Jolla C bereits so umgesetzt. Fehlerbehebungen am Jolla C wiederum wirken sich am ersten Jolla Phone nicht aus, weil dort der entsprechende Fehler gar nicht aufgetreten ist. Da müßte ich für jedes Gerät extra zählen.

Jedenfalls: Ein neues Update, das die ältere Hardware in etwa auf das Niveau von Intex Aqua Fish und Jolla C hebt und bei diesen neuen Geräten die Bugs der Vorabversion ausbügelt. Ein sehr netter Zug von Jolla, mir dieses Update noch vor meinem Urlaub zu schenken. 🙂

Der IS hat uns den Krieg erklärt

Frankreichs Staatspräsident François Hollande interpretiert die Anschläge auf eine Kirche in Saint-Étienne-de-Rouvray auf seine Weise: Der IS hat uns den Krieg erklärt, sagt er erschüttert.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich im Internet alle relevanten Infos zu diesem Thema finden konnte, aber: Es scheint fast so, als hätte Hollande dem IS den Krieg erklärt. Er war es, der schon Anfang 2015 französische Bomber auf IS-Stellungen im Irak und später in Syrien losgelassen hat. (Ein UN-Mandat dafür gibt es bis heute nicht, soweit ich informiert bin.) Nach dieser Chronologie hat also Frankreich begonnen und der IS schlägt auf französischem Territorium zurück - was dann Terrorismus ist. Eine ähnliche Geschichtsschreibung kennen wir schon von den USA: Die haben über Jahrzehnte hinweg den mittleren Osten in Schutt und Asche gelegt. Wie’s dann ihr World Trade Center erwischt hat, wars plötzlich Terrorismus.

Mir ist der grundsätzliche Unterschied zwischen „Eine Bombe auf eine Siedlung werfen“ und „Einem Priester die Kehle durchschneiden” bewußt. Allerdings halte ich beides nicht für besonders zivilisiert. Und vor allem verstehe ich nicht wie man erwarten kann, daß sich eine ohnehin primär über Gewalt definierte Organisation über Jahre hinweg devot bombardieren läßt, ohne irgendwann auch zurückzuschlagen. Hollande könnte diese Frage mit seinen Wählerinnen und Wählern diskutieren. Es könnte in Frankreich (und in den USA) die Debatte darüber einsetzen, aus welchem Grund man seit Jahrzehnten immer wieder an den Pulverfässern dieser Welt zündelt. Etwas Gutes ist noch nie dabei herausgekommen: Al-Qaida (kann sich noch jemand erinnern?) und der IS sind direkte Folgen der westlichen Interventionen in diesen Weltgegenden. Das hätten wir alles nicht am Hals, wenn die Familie Bush mit ihren Freunden nicht so abenteuerlustig gewesen wäre.

Stattdessen deutet Hollandes jüngste Aussage darauf hin, daß er die französischen Militäreinsätze gegen den IS einfach zu leugnen versucht. Keine öffentliche Debatte. Dann wirds eben weiterhin knallen.

Warum die Rechten den Terror so lieben

Grauslicher gehts kaum: Bei einem Amoklauf in München kommen zehn Menschen um (darunter der Täter). Die Opfer wurden über Facebook gezielt an den Tatort gelockt, ein Großteil von ihnen hat Migrationshintergrund. Das und die Tatsache, daß der Täter auf Videos hysterisch Ich bin Deutscher! schreit, daß Zeugen von ausländerfeindlichen Parolen berichten, daß er sich als Datum der seit einem Jahr geplanten Tat ausgerechnet den Jahrestag des rechtsextremen Attentats von Anders Breivik ausgesucht hat, lassen eine gewisse Einordnung der Tat zumindest zulässig erscheinen.

Und was macht die „rechte Reichshälfte“? Noch während die Polizeiaktion läuft und Verletzte in die Krankenhäuser geführt werden, verbreitete sie ihre Propaganda. Erstens: Es muß ein islamistisch motivierter Anschlag eines Asylwerbers gewesen sein. Zweitens: Wenn die Medien in wenigen Stunden erste Fakten haben und etwas anderes berichten, dann ist das wieder ein Beweis für die Lügenpresse. Denn es muß ein islamistischer Terroranschlag gewesen sein.

Nein, muß es nicht. Der Amoklauf von Nenzing in Vorarlberg (heuer im Mai) war kein islamistischer Terroranschlag. Der Täter war dem rechtsextremen Milieu zuzuordnen. Der Amoklauf von Winnenden (ausdrückliches Vorbild des Münchner Täters) war kein islamistischer Terroranschlag. Anders Breivik war kein islamistischer Terrorist. Das alles zählt aber nicht. Die Rechten (egal ob FPÖ, AfD, FN oder sonstwer) sind so gierig nach Terror, nach frischem Blut, nach Vergewaltigungen und Sex mit Kindern, daß sie diese Taten freihand erfinden, wenn grad wieder mal zu wenig los ist.

Wir erinnern uns in diesem Zusammenhang auch immer wieder gerne an die angebliche Vergewaltigung einer 13jährigen durch einen Asylwerber in einer Kabine des Freibades von Mistelbach. Die Geschichte ging um die Welt. Wenig später gab das Mädchen zu, alles erlogen zu haben - wovon niemand mehr berichtete. Es gab keine Vergewaltigung, sie wurde nicht einmal berührt, auch der von ihr beschriebene Mann existiert nicht. Ich will mir nicht vorstellen, in welcher Familie dieses Gör aufwächst. Wen diese Familie wählt, das kann man sich allerdings gut zusammenreimen.

Ähnlich diffus übrigens auch die Lage bezüglich des Attentats in Nizza. Auch hier verbreiten die Rechtsextremen ja mit Begeisterung das Bild vom bösen Muselmanen. Wer sich aber die Vita des Täters ansieht, der sieht schnell: Auf den Islam hat der schon lang gschissen, Religion war kein Teil seines Lebens. Ein politischer Anschlag wahrscheinlich, ja, aber religiös? Genauso glaubwürdig wäre es, wenn man dieses Blog hier als Sprachrohr der römisch-katholischen Kirche bezeichnen würde …

Warum aber sind die Faschisten so interessiert daran, ein Bedrohungsszenario zu konstruieren, das es gar nicht gibt? Warum wollen sie uns einreden, daß jeder dunkelhäutige Mann mit Vollbart einen Sprengstoffgürtel am Körper trägt?

Tatsächlich ist es ja so, daß die Bedrohung im Gegensatz zu früher deutlich abgenommen hat. Artikel wie dieser oder dieser stellen mit anschaulichen Grafiken einen Vergleich zwischen unserer Situation heute und den Jahren zuvor her. Von 1970 bis 1990 war Europa viel stärker vom Terror gebeutelt, ohne daß man sich gleich in seiner subjektiven Sicherheit bedroht gefühlt hat. Es gab mehr Anschläge, mehr Tote, mehr Verletzte. Vielleicht hat das damals zu einer gewissen Abstumpfung geführt. Vielleicht ist man anders damit umgegangen, weil es kein Facebook gab, wo sich jeder versoffene Hanswurst gleich empören und Lynchjustiz fordern mußte. Ich halte es für wahrscheinlich, daß die Gesellschaft auch deshalb anders damit umgegangen ist, weil es keine bösartige und populistische Kraft gab, die aus dem Blut der Toten Kapital geschlagen hat. Heute sind es Parteien wie die FPÖ, die die Opfer mißbrauchen und aussaugen wie Vampire. Wenn in Paris Blut fließt, sollen Österreicher beginnen, ihre Nachbarn und Arbeitskollegen zu hassen. Wenn in Würzburg Opfer zu beklagen sind, sollen sich Österreicher mit Gewalt gegen Österreicher stellen und ihre Landsleute ins Ausland deportieren.

Das alles macht, objektiv betrachtet, keinen Sinn. Ich verstehe nicht, warum ich plötzlich gute Freunde hier in Wien hassen oder fürchten soll, nur weil ein Irrer (der noch dazu aus einem ganz anderen Land als sie kommt, mehr als 1.000km entfernt vom Herkunftsort meiner Freunde) 500km von hier eine Frau niedersticht. Warum sollte der ausgesprochen vernünftige und liebenswerte Herr G. (Atheist durch und durch, österreichischer Staatsbürger und im Gegensatz zu vielen Eingeborenen auch „Nettozahler“) Österreich verlassen müssen, nur weil ein politisch Fehlgeleiteter aus der gleichen Weltgegend wie er in Paris Menschen umbringt?

Niemand hat die Deportation von Hatze Strache verlangt, wie im Mai jemand aus seinem politischen Dunstkreis in Nenzing Menschen erschossen hat. Niemand hat das sofortige Aus für nationalistische Parteien gefordert, wie Anders Breivik aus genau dieser Ideologie heraus Kinder wie Schießbudenfiguren niedergemäht hat. Warum nicht? Was ist der Unterschied?

Der Unterschied ist, daß die Kräfte außerhalb des Rechtsextremismus echte Politik machen. Sie wollen gestalten, nicht zerstören. Sie wollen Lösungen anbieten für Probleme, die sie erkennen. Nicht so der Rechtspopulismus: Er hat kein Programm, keine Lösung, kein Ziel. Er will nur an die Macht und die freie Gesellschaft zerstören, die wir kennen. Um das ohne tatsächliche Inhalte zu erreichen, gibt es einen naheliegenden Weg, den seit Jahrhunderten alle Diktatoren beschreiten: Einen Feind im Inneren konstruieren und den dümmeren Teil der Bevölkerung (also die Mehrheit) über die Ablehnung dieses Feindes hinter sich zu einen. Darum geht es. Und darum benötigen FPÖ und Co. so viel Terror und Verbrechen, wie sie nur auftreiben können. Und wenns grad mal nichts gibt (so wie es eben seit 1990 immer weniger gibt), wird halt fleißig erfunden. Dann schickt man Schulkinder vor, die bei Polizeibeamten auswendig gelernte Vergewaltigungsphantasien aufsagen müssen … oder man strickt einen tragischen Amoklauf in einen islamistischen Terrorakt um.

Das Ziel ist in jedem Fall: Die Menschen in Österreich sollen einander hassen, am besten mit Gewalt aufeinander losgehen. Erst wenn das passiert, ist Strache zufrieden. Dann hat er die Absolute in der Tasche.

Hafenfest Karlshagen mal anders

Unsere heurige Urlaubsplanung (ich betone ausdrücklich: unsere, nicht meine) hat zur Folge, daß wir das Hafenfest in Karlshagen nicht erleben können. Was schade ist.

Gestern gabs daher sowas wie den Festland-Remix der beliebten Veranstaltung: Grillwürschtl, Musik zwischen Shanty und Schlager, kleine Modellschiffe, die unvermeidlichen Crêpes in der Austro-Variante und zuletzt sogar ein Feuerwerk („Höhenfeuerwerk“ 🎆😃) brachten uns so nahe an den Yachthaften, wie es ohne Flutung des Firmenparkplatzes in der Donaustadt möglich war. Allein das war ein ausgesprochen schönes Erlebnis.

Ein Remix wäre aber kein Remix, wenn nicht noch ein paar eigene kreative Ideen mit eingeflossen wären: Die verschiedenen (nur gaaanz leicht mit Geschmacksträgern veredelten) Brotsorten sucht man am Peenehafen vergeblich. Auch das Filetsteak gehört dort nicht zum Standardprogramm – erst recht nicht in der mit Avocado/Ei/Tomaten/…-Törtchen veredelten Variante. (Herrn Ali können wir ex post beruhigen: Auch wir haben nicht so viel von dem teuren roten Fleisch gegessen, wie’s an der Kasse ausgesehen haben mag. Da blieb schon noch was für die Hunde. 😂) Und am wichtigsten: Die Hauptspeis aus eigenem Anbau, der Eapfüsolod. Auch hier: Mangelware in Karlshagen. Nur am Friesenhof werden die Grillabende mit diesem Geschmackskönig jeder Salatbar gekrönt. 😍

Wir bedanken uns bei Herrn Raini und Herrn Wolfi für die Urlaubsstimmung (hab ich erwähnt, daß ein „Karlshagen“-Plakat am Eingang hing?) und spielen eifrig mit Herrn Sams Three-Inch-Thing rum. (Ostvorpommersche Verhältnisse sind das keine, aber bei Sam kann man sonst nicht viel falsch machen. *LOL*)

Ein nachträglicher Knuddler auch nochmal an die Hundsis. Sooo kuschelig! Sooo brav! Und sooo wachsam, wenn der böse Feind das Feuerwerk zündet!

Cin Ali

Na schau, alles ist ganz anders: Ich hab mich noch gewundert, warum ich plötzlich Post aus der Türkei erhalten soll - noch dazu per Einschreiben. Eine gestrenge Verwarnung von Herrn Erdoğan?

Nicht Erdoğan wars, sondern Cin Ali. Vor Wochen schon habe ich auf Amazon die zehnbändige Gesamtausgabe des türkischen Klassikers für Taferlklassler bestellt. Als Vertragspartner war eine britische Firma angegeben, darum hatte ich „Päckchen aus der Türkei“ so gar nicht auf dem Radar. Offenbar hat die britische Adresse aber nur als Brückenkopf in die EU gedient. Versandt wurden die kleinen, an Pixie-Bücher erinnernden Heftchen direkt aus İstanbul.

Wie ich überhaupt auf die Idee gekommen bin? Nun, Herr M. hat mir im Mai eins der Bücher geschenkt. (Ich durfte damals eine Farbe wählen und habe daraufhin die Nummer 6 bekommen: „Cin Ali Okula Başlıyor“) Und mein Motto war ja immer schon: Warum sich mit einem zufrieden geben, wenn man alle haben kann? 😁

Deshalb lese ich jetzt Geschichten wie:

  • Cin Ali, schau! Das Pferd. Schau, Cin Ali, schau. Das Pferd da.
  • Vater, kauf mir dieses Pferd.
  • Cin Ali, da ist das Pferd. Und dort ist auch Heu.
  • Vater, kauf diesem Pferd das Heu.
  • Cin Ali, hier ist das Heu und dort ist das Pferd. Nimm das Heu, gib es dem Pferd.
  • Suna, schau! Cin Ali hat dem Pferd Heu gegeben. Er hat ihm Wasser gegeben. Cin Ali hat dem Pferd auch einen Kübel Wasser gegeben.

Ich bin schon ganz gespannt wie’s auf Seite vier weitergeht. Die einfachen Strichzeichnungen helfen mir, wenn ich der Handlung einmal nicht folgen kann: Ausgefallene Vokabeln wie „Vater“, „Wasser“, „Pferd“ oder „Kübel“ stellen keine Hürde dar, weil das Wort auch im Bild beim jeweiligen Gegenstand abgedruck ist.

Lesespaß im Urlaub - check! 😁