Ethems Universum

Hoppala? War die Universum-Doku mit dem Titel „Prinz Eugen und das Osmanische Reich“ sowas wie ein Prequel zu CopStories? Zuerst machte der Ottakringer Bösewicht Cornelius Obonya sich über Prinz Eugens Mutter her, dann war da plötzlich Ethem höchstselbst wieder am Bildschirm, obwohl er doch eben erst umgebracht worden war. Oder werden wird. Wie man das eben so sieht bei Prequels. 🙂

Im Gegensatz zu seiner doch eher bodenständigen Rolle bei CopStories durfte Ethem Saygıeder diesmal den polyglotten Reisenden zwischen den Kulturen geben, der in höchsten Adelskreisen verkehrt. Er brachte Sultan Mehmet IV die deutschen Zahlen im breitesten Wienerisch bei (Bir: aans; iki: zwaa; üç: drei) und ließ sich von Prinz Eugen persönlich dessen berühmte Bibliothek zeigen. Sogar am Schlachtfeld war er anzutreffen. Sapperlot.

Ein sehr pompös aufbereitetes Stück Geschichte wars, das der ORF hier gemeinsam mit arte in Spielfilmlänge produziert hat. Wahrscheinlich hätt ichs mir ja gar nicht angeschaut gestern, wenn ich nicht gewußt hätte, daß Ethem mit dabei ist. Jetzt bin ich froh drüber: Noch mal um ein Eck gscheiter geworden! Daß das überhaupt noch geht? 🙂

Weihnachtsschnauf!

Es gibt vor Prüfungen diesen einen Moment, ab dem man nichts mehr tun kann. Man atmet tief durch und läßt die Dinge auf sich zukommen. In Bezug auf Weihnachten habe ich diesen Punkt genau jetzt erreicht. 😉

  • Ich sitze am reservierten Platz im Zug nach Linz. Das klingt nach „same procedure as every year“, ist es aber nicht. Kurz vor der Abfahrt hat mir ein freundlicher ÖBB-Mitarbeiter noch den Puls in die Höhe getrieben mit: Der Railjet? Der ist schon weg. War er gottseidank nicht. Uffa.
  • Alle Päckchen sind gekauft, einpapierlt und im Koffer verstaut. Hurra! (Daß ich ein Packerl in Wien vergessen hab, ist mir jetzt auch schon wurscht: Ich kanns nicht mehr ändern.)
  • Fürs Jolla-Handy hab ich ganz bezaubernd kitschige „Ambiences“ mit Weihnachtsmotiven gebastelt. Muß.
  • Das Wiener Christkind ist abgehakt. Wie bei kleinen Kindern mit Großeltern aus verschiedenen Ortschaften gibt’s ja auch bei mir ein „Wiener Christkind“ und ein „Linzer Christkind“. Das Wiener Christkind war am Samstag da. Es hat sich zwar nicht an die Aber nur ein Packerl, nicht mehr als ein Taschenbuch-Vereinbarung gehalten, dafür aber freundlicherweise auf jegliche Verunstaltung der Wohnung mit Tannengrün und Kerzenwerk verzichtet. Kaffee-Kardinalschnitte, Espresso, Packerl, Pizzamann. Das war aushaltbar. Und das Bild aus Entenhausen gehört dazu. 😉
  • Umgetauscht ist auch schon, was umzutauschen war - damit bleibt nur mehr das Linzer Christkind, für das aber, wie gesagt, schon alles vorbereitet ist. Dann ist die Zeit der siaßlatn Falschheiten, der Punschhütten und der überfüllten Einkaufsstraßen vorbei.

Tief durchatmen. Es gibt nichts mehr zu tun. 😉

PS: Ich hatte mich an die Aber nur ein Packerl, nicht mehr als ein Taschenbuch-Vereinbarung gehalten und exakt ein Taschenbuch neben die Kardinalschnitte gelegt. Erst wie ich gemerkt hab, daß ich damit nicht durchkomm, hab ich das zweite Packerl aus dem Rucksack geholt, wo ich es für den Fall der Fälle als Reserve aufbewahrt hatte; und dann das dritte aus dem Versteck im Vorzimmer. Aber sonst sind wir ganz normal. 😉