Rohrfrei

Irgendwie wars zweifellos noch ein Teil der Geburtstagsfeierlichkeiten, was da heute abging. Es ließ sich nur nicht so ganz eindeutig einem einzigen Geburtstagskind zuordnen. Wir hatten zuviele davon. Macht aber nichts: Wenn man in der Gruppe feiert, wirds umso netter. 🙂

Bedingt durch das hier beschriebene Grillen: ja – nein – ja – nein – …-Wetterchaos gabs ein „The Best of Both Worlds Bring The Outdoors Inside“-Menü. Der legendäre Eapfüsolod aus der Outdoors-Grillwelt, die Torte passend zum Indoors-Dining, alles war dabei und wurde gern genommen.

Legendär wieder die beiden Kinders, die mit neuen Kunststücken zu bezaubern wußten. Allein für die „Ihr seid mir einfach zu laut, ich verzieh mich“-Nummer vom Herrn Ike würd ich Geld zahlen. Unglaublich!

Wieso der Artikel „Rohrfrei“ heißt? Ich durfte ein „Power-Granulat“ mit heim nehmen, das mir mittelfristig dabei helfen soll, meine alltäglichen Hygienemaßnahmen wieder in den Griff zu bekommen. (Auch hier ist nicht so ganz eindeutig zuordenbar, ob sich sich um einen im Rahmen der Geburtstagsfeierlichkeiten gesetzten Akt handelt. *gg*) Ich werde berichten, ob das Ding den gewünschten Erfolg gebracht hat. 🙂

Geburtstagssteak beim Plachutta

Und weiter gehts: Ein wunderschöner Sommerabend, ein perfekter Lungenbraten (medium, wie medium sein muß, mit wunderbarem Kartoffelpüree), schönes Eis hintennach … Ooooh ja. So lob ichs mir. So läßt sich mein Geburtstag feiern.

Ganz besonders hoch heute: der Schnöselfaktor an den Nebentischen. Der Anteil der ÖVP- und NEOS-Wähler lag bei rund 120%. Hinter uns eine Familie, deren ca. 20jährige verzogene Fratzen ein gut sichtbares „Wenn ich groß bin, werde ich Monster“ auf der Stirn trugen. Am Nebentisch ein etwa 60jähriger Anhänger von Verschwörungstheorien, gegen den Herr Blue wie ein seriöser Politikwissenschaftler wirkt. Zitate von ihm:

  • Die Bilderberger? Du kennst die Bilderberger nicht? Die beherrschen uns alle. Die treffen sich einmal im Jahr und sagen der EU, was sie beschließen muß.
  • Die Bilderberger sind sowas wie die Freimaurer. - Wieso hört man eigentlich so wenig von den Freimaurern in letzter Zeit? Ist doch auch verdächtig, findest du nicht? (Hier muß ich korrigieren: Ich weiß zumindest, daß es Leute gibt, die von den Freimaurern sehr viel hören. *LOL*)
  • Ich schau ja nicht fern. Aber wenn ich mal einschalte: Da ist so viel Qua-Qua, nur Blödsinn. Volksverdummung! Da könnte man doch so viele wichtige Nachrichten bringen in der Zeit, wo die nur Qua-Qua machen. Na wer steuert denn das? Wer steuert denn das, daß die Medien nur Qua-Qua bringen?
  • Die Grünen haben die Mariahilfer Straße ja völlig in den Sand gesetzt. Es gibt so viele schöne Radwege in Wien, auf der Donauinsel. Ich war gerade erst letzte Woche auf der Donauinsel. Dort fährt kein Mensch mit dem Rad. Sollen sie ihre Begegnungszone machen, wenn die Donauinsel überfüllt ist!

Ich hab mehrmals wirklich lachen müssen. Einige aus seiner Familie (Frau, Tochter, Freund der Tochter waren mit ihm dort) haben das wohl auch bemerkt … egal, er war unstoppable. Ich hatte sehr großen Spaß! 🙂

Wir haben nach dem Essen zufrieden gegrunzt, uns umgesehen und dann mit einem leichten Schaudern gemeint: Es ist ja wirklich schön hier - jetzt … Aber um Mitternacht möchten wir lieber nicht mehr hier sein. Wer weiß, was dann passiert. 🙂

Geburtstag continued

Und weiter gehts! Der Bär bewacht mit seinem Flammenschwert einen ganzen Stapel geburtstäglicher Päckchen. Er hat aber keine Chance und ist in kürzester Zeit nur mehr ein kläglicher Rest seiner selbst.

Wieder das Geräusch von Geschenkpapier, das in Fetzen gerissen wird - ratsch, ratsch! Diesmal lege ich einen König frei, einen Sandmann (so süß!) und eine Million Bücher, von denen ich nicht weiß, ob ich sie jemals lesen kann. Dazu ein - aber nein, davon erzähl ich später. 😉

Ossi Is Watching You

Ich fühl mich ja so geschmeichelt:

Wenn meine Kollegen drüben in der ODS ein Meeting machen, bei dem ich nicht anwesend sein kann, projizieren sie ein großes Bild von mir an die Stirnseite des Besprechungszimmers. So fühlen sie sich von mir gut bewacht. 🙂

(Man beachte, wie perfekt die Perspektive paßt: Ich schau der fotografierenden Kollegin direkt in die Augen. *gg*)

Meine Ärzte sind die besten

Champagner! Schokoladekuchen! Applaus für einen der besten Augenärzte Österreichs! (Laut Format-Ranking. Nur 32 Augenärzte haben es in diese Liste geschafft.)

Ich habs gerade erst erfahren - und auch nur deswegen, weil ich vor dem Urlaub regelmäßig vom Hypochonder zum eiligen Hypochonder werde. Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel: Jede ausstehende Kontrolluntersuchung muß noch vor der Abfahrt erledigt werden, auch wenns gar keinen Anlaß zu Sorge gibt. Sonst werde ich auf Usedom nämlich mindestens sterben, vielleicht schlimmer noch: meinen Urlaub leidend im Bett verbringen.

Zu den Kontrolluntersuchungen gehört auch die des Augendrucks. (Hoher Augendruck gehört zu den Klassikern unter den Krankheiten, die plötzliche Urlaubsabbrüche verursachen). Der übliche Kassenarzt hatte lange Wartezeiten (bei dem würd ich erst unmittelbar nach dem Urlaub drankommen), also schwenke ich um auf privat. Und: Wenn ich schon privat zahle, dann geh ich zu jemandem, der mich auch schon mal auf seine Kosten privat verköstigt. Eh klar.

Ich schau also nach, wo Günal grad seine Ordination hat, melde mich an (funktioniert sehr praktisch mit Onlineformular) und hab sofort einen Termin. Privatordination heißt: Ich lasse mir von ihm höflich zum Geburtstag gratulieren, ich krieg die Sachen so richtig schön erklärt, die sich in meinen blauen Augen abspielen, wir verfallen ins übliche „Schon länger nicht gesehen“-Geplaudere … und auf einmal bin ich es, der ihm gratulieren muß: Oberarzt ist er mittlerweile und, wie gesagt, einer der besten seines Fachs. (Und der Rest der Plauderei ist nicht öffentlichkeitstauglich. *LOL*)

Ich mußte den Artikel im „Format“ natürlich sofort lesen. Siehe da: Auch mein Kassenarzt, der schon an mir rumgeschnippelt hat, ist in dieser Bestenliste zu finden. Nochmal Champagner und Schokokuchen! Ich bin ja wirklich da und dort bestens versorgt!

A1: Bye bye VoIP

Heute wars in der Post: A1 stellt mit Ende Juli das VoIP-Service „A1 over IP“ ein, eines der sinnvollsten, modernsten und intelligentesten Zusatzpakete, die man einem A1-Privatkunden je anbieten konnte.

Ich selbst nutze das Ding seit Mai 2009 und war immer begeistert davon. (Einzelne technische Probleme, die ich 2009 geschildert habe, sind längst Vergangenheit, alles flutscht.) Was hats gemacht? „A1 over IP“ hat die Sprachtelefonie von der physischen SIM-Karte entkoppelt. Ich konnte über jedes mit dem Internet verbundene Endgerät (Handy, Tablet, PC, Laptop) Anrufe auf meine Handy-Nummer entgegennehmen - und genauso zum ganz normalen Sprachtarif aktiv wegtelefonieren, wobei dem Angerufenen die vertraute Handy-Nummer angezeigt wurde. Das hatte nicht nur den Vorteil, daß ich von meinem Diensthandy aus Privatanrufe durchführen konnte, ohne die Dienstnummer preiszugeben. Ich konnte auch im Ausland ohne Roaming-Kosten im WLAN des Hotels telefonieren. Ich konnte für einen Tag ein anderes Telefon verwenden, ohne die SIM-Karte wechseln zu müssen (was besonders hilfreich ist, wenn die Telefone unterschiedliche SIM-Formate erwarten). Ich war unabhängig davon, wo mein Handy gerade herumlag, weil sowieso immer auch drei andere Geräte „auf Empfang“ waren. Kurz: „A1 over IP“ war feinste, hochmoderne Technik, mit der wir von A1 dem Markt weit voraus waren.

Der Grund der Einstellung läßt sich unschwer erahnen. Im Info-Mail steht unter anderem: Produkte, die […] nur mehr wenig genutzt werden, bieten wir nicht mehr an. Die Kunden werdens uns wohl nicht aus der Hand gerissen haben. Und auch dafür gibts einen Grund, den ich schon 2009 im oben verlinkten „Entdeckungsartikel“ erwähnt habe:

Es braucht einen in Wien lebenden Italiener in einem mit finnischem Geld bezahlten amerikanischen Forum, um mir die Produkte meiner eigenen Firma nahezubringen …

Es hat einfach nie jemand davon geredet. „A1 over IP“ war nirgendwo zu entdecken, nicht auf der Homepage, nicht in der Werbung, nicht in Prospekten. Klar auch … wer verwendet denn heutzutage auch schon Endgeräte wie Tablets, auf denen sich sowas perfekt nutzen läßt? Wer hat denn schon Interesse daran, eine zweite Nummer auf einem Handy mitzuverwenden? (Habe ich schon erwähnt, daß „A1 over IP“ auf etablierten Industriestandards aufsetzte und sich auf den meisten Betriebssystemen sogar ohne Zusatzsoftware nutzen ließ, weil die entsprechenden Funktionen im Auslieferungszustand alle schon vorhanden waren?)

Tja, vorbei ist vorbei. Einen Ersatz von einem anderen Anbieter kann es nicht geben, weil der wesentliche Punkt von „A1 over IP“ ja die perfekte Verknüpfung mit meiner A1-Handynummer war. Es mag nette VoIP-Anbieter geben - aber keiner kriegt diese Verknüpfung hin.

Fazit: Ich bin ab jetzt, vor allem tagsüber, schwerer zu erreichen.

Unterm Apfelbaum

So wunderbar! Zu einem Linz-Besuch gehört - jedenfalls wenn es sich einrichten läßt - ein Treffen mit unserem Lieblingsethem. Neu diesmal: Wir haben uns in keinem der sonst von Ethem so gekonnt ausgesuchten Lokale in der City getroffen, die mich immer so an meine Jugend erinnern. 😉 Nein, hitze-und nachbarschaftsbedingt gings raus ans lauschige Traunufer, wo Ethem, die Gänse, Martin und einige Hühner ein ganz bezauberndes Fleckchen Erde für sich entdeckt haben. Wirklich wunderschön, ruhig, groß genug für viel Kuchen und einen Gemüsegarten ist es; ich war von Anfang an begeistert.

Begeistert war ich auch davon, daß Ethems berüchtigter unsichtbarer Freund sich heute als real existierende, ganz und gar nicht herbeiphantasierte Person entpuppt hat. (Das heißt: Ich hab ihn heute auch gesehen. Wir sollten vielleicht daraus keine voreiligen Schlüsse ziehen. Hitze und so…. *LOL*)

Dazu muß man wissen: Ethem erzählt seit Jahren von einem Herrn Martin, den aber keiner außer ihm je gesehen hat. Wir hatten ernsthafte Zweifel, was seine Existenz betrifft… und Ethems Gesundheit. 😉

Heute also hat sich das alles geklärt. Wir saßen zu dritt unterm Apfelbaum, tratschten, plauderten, richteten Leute aus (unglaublich, wie das in Linz immer noch funktioniert - ich bin seit Jahrzehnten weg!) … Sogar zwei meiner Lehrer aus meinem Gymnasium konnten wir mühelos ins Gespräch integrieren. Hier kennt halt einfach jeder jeden. 🙂

Note to self: wiederholen! Nette Leut, netter Apfelbaum, guter Kuchen, frische Eier.

Geburtstagssüßspeise III

Nach Heidelbeerpalatschinken und Niederegger Marzipan kam heute der nächste Klassiker auf den Teller: Marillenknödel! Groß, supersaftig und mit extra viel Butter. Obst ist ja so gesund! 🙂

Mjamm!

Packerl, Packerl, Packerl!

Los gehts! Nichts ist schöner als das Geräusch von Geschenkpapier, das in Fetzen gerissen wird. *LOL*

Bei angenehmem Wind sitzen wir auf der Terrasse im Schatten. (Für die Aufmerksamen unter meinen Lesern: Ich hatte die Markise nur fürs Foto vorübergehend reingekurbelt.) Ratsch! Ratsch! Ratsch! Ich kann mich jetzt wieder stundenlang zu Tode fürchten, habe seitenweise Mustervorlagen für diverse Versicherungsschreiben (wird in meinem Alter immer wichtiger), ich weiß endlich, was ich mit meinem rechten Knie machen soll … und hab auch gottseidank wieder ein Buch, das mich noch um ein Eck gscheiter machen wird. Jippie!

Dazu gibt’s Niederegger Marzipan. Die zweite Geburtstagssüßspeise heute. 🙂

Jetzt sitz ich hier locker zurückgelehnt im Schatten, nippe an meinem kühlen Obi gspritzt, blätter mal hier rein, mal da rein … und streichle und beruhige vor allem das Felltier, das sich grad so gar nicht wohl fühlt: Gelegentlich fährt nämlich ein Windstoß durch die Baumwipfel. Davor fürchten wir uns ganz arg! 🙂

Heidelbeerpalatschinken

Jup, die Geburtstagsfestspiele kommen ins Rollen. Gestern war ich noch damit beschäftigt, Glückwünsche in schriftlicher, fotografischer und animierter Form entgegen zu nehmen. Heute kommt die erste Wunsch-Süßspeise dran - vorläufig mal statt der Geburtstagstorte:

Heidelbeerpalatschinken!

Dazu muß man wissen: Was immer Kochbücher oder Restaurants fälschlich als Heidelbeerpalatschinken bezeichnen, hat nichts, aber auch gar nichts damit zu tun, wie Heidelbeerpalatschinken wirklich sein müssen. Allein der Duft, wenn das Schichtwerk aus dem Rohr gehoben und am Tisch mit viiiel Kristallzucker überhäuft wird … so mjamm! Ich liebe es. 🙂

Mal sehen, was der Tag sonst noch so bringen wird. Ich hab da schon einen Verdacht. *gg*