Mediterran

Spätfolgen eines Bierabends: Wenn man das Wort „mediterran“ erst mal im Kopf hat … *LOL*

Jedenfalls gabs heute zum Vorglühen für den traditionellen Sonntagsschwabl nicht nur die ohnehin immer wieder beliebten gefüllten Weinblätter mit Zitrone, sondern ein ganzes Tellerchen voll mediterraner Köstlichkeiten in allen Farben. I so love die Artischockenherzerln! 🙂

Dazu die wunderbaren Olivenstangerln vom Spar … ratzfatz war alles weg. Gottseidank gings schnell: Immerhin muß das Zeugs den Magen verlassen haben, bevor wir in ein paar Stunden zum Schwabl gehen und dort auf weniger mediterrane Kost umstellen. (Wobei - ganz so ist das dann auch wieder nicht: Immerhin lebt die klassische Wiener Küche seit Jahrhunderten auch von italienischen Einflüssen. *gg*)

Jedenfalls ist ganz klar eins zu erkennen: So ein Mittelmeermischmasch macht deutlich mehr Freude, wenn die Sonne scheint und angenehme Temperaturen herrschen. Noch vor 1-2 Monaten gabs um diese Tageszeit ganz selbstverständlich Wurschtsemmerl und Käsbrot.

ESC 2014: Siegerlied(er) aus Griechenland

Welcher Song Contest Teilnehmer kann schon Wochen vor der eigentlichen Show von sich behaupten, daß er mit Sicherheit das Siegerlied singt? Die Griechen können das. Freaky Fortune ft. Riskykidd haben ein ganz bezauberndes Video auf Youtube gestellt, mit dem sie wahrscheinlich alle ihre bisherigen Fans verschrecken, dafür aber die Herzen von Ommas und Oppas im Sturm erobern:

YouTube: Freaky Fortune Ft.Riskykidd - Eurovision Medley

Wer hat gezählt, wie viele Lieder sie in die 5 Minuten gepackt haben? Richtig, es sind neun Siegerlieder aus den letzten 10 Jahren:

  1. Only Teardrops
  2. Running Scared
  3. Satellite
  4. Wild Dances
  5. Fairytale
  6. Hard Rock Hallelujah
  7. My Number One
  8. Euphoria
  9. Believe

Ich finds zum Zerkugeln, wie sich die drei Buben da reinhängen. Teo Buzz schaffts noch am ehesten ernst zu bleiben. „Riskykidd“ Shane Schuller sieht man aber ganz deutlich an, daß er stellenweise kurz vorm Loslachen ist. Schon seit einiger Zeit steht das Trio mit seinem Song Rise Up ja ganz oben auf meiner Favoritenliste. Mit diesem Video haben sie sich aber nochmal einen Extrapunkt für Mitarbeit verdient. 🙂

A1: Einfach Jolla!

Daß ausgerechnet mein Brötchengeber A1 mein Lieblingshandy von Jolla nicht im Programm hat, kann ich jetzt gar nicht als besonders tragisches Schicksal werten: Nach wie vor ist der finnische Anbieter DNA der einzige Carrier weltweit, der Jolla-Hardware verkauft. A1 nimmt also nicht unbedingt eine Außenseiterrolle ein. 🙂

Normalerweise interessierts mich auch herzlich wenig, ob eine bestimmte Hardware vom Mobilfunkprovider verkauft wird oder nicht. Es ist mir noch nie passiert, daß ein freies Telefon ohne Branding nicht sauber funktioniert hätte im besten Netz Österreichs.

Im Fall von Jolla kommt allerdings ein zusätzlicher Aspekt hinzu: A1 bietet mittlerweile eine Reihe von schlauen Programmen, die das Leben für Kunden deutlich leichter machen. Selbstverständlich gibts diese Software für iOS, Android, teilweise sogar für Blackberry und Windows Phone … aber nicht für ein Nischen-Betriebssystem wie Sailfish OS. Diesen Business Case können sie nichtmal bei uns schönrechnen. Als alter Maemo- und MeeGo-Nutzer könnte man das nun schulterzuckend zur Kenntnis nehmen. So etwas ist oft der Preis, den man für ein reines Gewissen zu zahlen bereit sein muß. Am Jolla Phone gibts aber ein Hintertürchen: Der Android-Kompatibilitätslayer Alien Dalvik sollte es theoretisch ermöglichen, die für Android entworfenen Programme von A1 auch auf dem exotischen Jolla-Phone zu nutzen. Theoretisch, wie gesagt. Ich hab mir angesehen, wie’s in der Praxis funktioniert.

Installation

Für alle Programme gilt: A1 hat sie auf Google Play veröffentlich. Das ist gschickterweise der einzige Store, auf den das Jolla Phone nicht zugreifen kann. Wer also versucht, direkt auf der A1-Homepage den Link zum jeweiligen Android-Programm anzuklicken, der scheitert. Trotzdem konnte ich die Programme installieren. Drei Möglichkeiten dazu gibt es, zwei habe ich selbst ausprobiert:

Zunächst einmal geistern im Netz verschiedene Anleitungen herum, wie man Google Play auch am Jolla Phone zum Laufen bringt. (Eine deutschsprachige Version gibts hier.) Ich persönlich habe das nie versucht und rate davon ab. Erstens ist diese Installation aus lizenzrechtlichen Gründen illegal, zweitens scheint sie ziemlich fehleranfällig zu sein und drittens erfordert sie die Einrichtung eines Google-Accounts. Zugegeben: Wenn man es tatsächlich schafft, ist das im Ergebnis wohl der einfachste Weg.

Eine zweite Variante ist es, die Programme in anderen Android-Stores zu suchen. Ich habe zum Beispiel „Mein A1“ und „A1 TV“ auf Aptoide gefunden. „Mein A1“ gibts auch im Yandex Store, der ja am Jolla vorinstalliert ist. Vorteil: Keine Trickserei am Handy, diverse zusätzliche Quellen für Android-Programme sollte man sich ohnehin einrichten. Nachteil: Gerade die Zusammenstellung der einzelnen Quellen auf Aptoide ist ein bißchen öde. Auch weiß man bei den über solche Services verbreiteten Dateien nicht, ob sie im Vergleich zum Original verändert wurden.

Ziemlich simpel ist die Variante über den Evozi APK Downloader: Einfach die Evozi-Seite direkt am Jolla Phone aufrufen, die URL des gewünschten Programms aus Google Play ins Eingabefeld kopieren und auf „Generate Download Link“ klicken. Einige Augenblicke später erscheint ein Download-Button, mit dem man sich das APK-File aufs Handy laden kann. Es befindet sich anschließend mit allen anderen Downloads in der Systemsteuerung unter „System→Übertragungen“ und läßt sich von dort mit einem Klick installieren.

Damit ist die einzige Hürde geschafft. (Die Tatsache, daß der Download überhaupt eine Hürde darstellt, zeigt die Absurdität des Konzepts von zentralen Software-Stores: In der guten alten Zeit hätte man die Installationsdateien direkt von der A1-Homepage herunterladen können.) Welche Programme habe ich mir also nun tatsächlich im Lauf der Zeit installiert? Und: Funktionieren sie? Bekanntermaßen emuliert Alien Dalvik am Jolla-Handy ja nur den quelloffenen Teil von Android. Programme, die proprietäre Google-Komponenten nutzen, laufen nicht.

Mein A1

„Mein A1“ ist das Programm, das auf keinem Telefon mit A1-SIM-Karte fehlen sollte. Es informiert über den aktuellen Kostenstand, setzt grundlegende Mobilbox-Einstellungen, zeigt Vertragsdaten und ermöglicht mir, Zusatzpakete zu meinem Vertrag direkt am Handy zu erwerben.

Runtergeladen hab ichs via Aptoide. Nach dem ersten Start stellte es sich ein bißchen affig an, weil ich im WLAN und nicht übers A1-Netz im Internet war. „Mein A1“ wußte also nicht, wer ich war. Das ist aber rasch gelöst: Entweder eben wirklich übers Handy-Netz einwählen oder einen A1.net-Account mit der eigenen Telefonnummer verknüpfen. Letzteres hab ich gemacht, seither läufts wunderbar.

A1 TV

Wer auch Kabelfernsehen von uns bezieht, kommt um „A1 TV“ nicht herum. Das Programm ist nach der Umstellung der Benutzeroberfläche am TV-Schirm die einzige Möglichkeit, halbwegs vernünftig im aktuellen Fernsehprogramm zu blättern und Filme in der online-Videothek zu suchen. Außerdem läuft das (kostenpflichtige) mobile Fernseh-Angebot A1 TV Mobil innerhalb dieser Software.

Auch „A1 TV“ habe ich über Aptoide installiert, auch dieses Programm läuft einwandfrei. Überraschenderweise kommt die Applikation sogar mit A1 TV Mobil zurecht. Ich hätte mir am ehesten bei diesem Streaming Service Probleme erwartet: hohe Rechenlast, Multimedia, vielleicht sogar irgendeine Form von Digitaler Rechteminderung (DRM), wer weiß … das alles sind Dinge, die emulierten Betriebssystemen keine Freude bereiten. Wie auch immer, nichts davon macht Probleme, die 40 Sender von A1 TV Mobil laufen auch am Jolla Phone. Einziges Hoppala: Die Software hat mir zunächst trotz einwandfreien UMTS-Empfangs regelmäßig versichert, daß das Netzwerk zu langsam für Streaming ist. Erst nach einem Neustart des Telefons klappte alles. Mein Verdacht: Ich hatte mein Handy zuvor auf 2G gezwungen und die ersten Android-Programme gestartet, bevor ich wieder auf 3G umgeschaltet habe. Wahrscheinlich bleibt die Android-Emulation da irgendwo hängen und bekommt den Wechsel nicht mit. (Es könnte ausreichen, einfach nur Alien Dalvik neu zu starten von der Kommandozeile aus. Das versuch ich aber erst, wenn der Fehler zufällig wieder auftritt. *gg*)

Cloud

Die Backup-Lösung Vodafone Cloud ist kostenlos in allen aktuellen Tarifen inkludiert. Zwar ist das Ding vom Ansatz her weit weg von dem, was ich mir unter einem vernünftigen Cloud-Speicher vorstelle (keine dokumentierte Standardschnittstelle, Zugriff nur über irgendwelche Software oder ein Web-Interface), aber gratis Backupspeicher ist nun mal gratis Backupspeicher. Einem geschenkten Gaul … und so weiter.

Die Sicherung erfolgt über eine Software namens „Cloud“, die ich auf Aptoid zunächst nicht gefunden habe. Download diesmal also über Evozi, funktionierte problemlos. Spannend aus Jolla-Sicht: Findet die Android-Software meine Daten, die ja technisch gesehen außerhalb der emulierten Android-Umgebung liegen? Sie findet und sichert anstandslos. Bilder, Videos und Musik wandern auf den Server, zumindest über die Weboberfläche kann ich danach auch vom PC aus darauf zugreifen.

Visual Voicemail

Der (bisher) einzige Fehlschlag zum Schluß: Visual Voicemail. Zwar läßt sich das Programm zunächst problemlos installieren (über Evozi) und starten, die Aktivierung des Dienstes scheitert aber. Es sieht so aus, als würde die dazu notwendige SMS nicht an die Android-Emulation weitergereicht. Hier scheitert die Verwendung der Android-Software also an einer der wenigen Stellen, an denen die Android-Emulation vom Sailfish-Betriebssystem getrennt läuft.

Sonstige Programme

Wer den Link auf die A1-Softwareübersicht angeklickt hat weiß: Ich habe hier längst nicht alle Programme durchprobiert. Dieser Artikel sollte kein umfassender Test werden; ich schildere nur, wie es mir mit den Applikationen ergangen ist, die mich selbst interessiert haben. Dinge wie „A1 Sport“ brauche ich ebensowenig wie „Fahrschein“ (Cowboy Joe hat eine Jahreskarte) oder „A1 Handy Parken“ (Cowboy Joe hat kein Auto). Falls jemand Erfahrungen damit macht, würde mich ein Eintrag in den Kommentaren aber freuen.

Fazit

Jollas Strategie geht auf: Zwar ist auf eine begeisterte Entwicklergemeinde Verlaß, wenn es darum geht, Programme für offen zugängliche Datenquellen zu schreiben. (Siehe das für Jolla verfügbare Programm für Abfahrtszeiten der Wiener Linien.) Funktionen, wie A1 sie zur Verfügung stellt, könnte ein Hobby-Programmierer ohne gut dokumentierte Schnittstelle aber nie in ein natives Sailfish-Programm gießen. Genau für diese Fälle ist die Android-Emulation ein wirklich geniales Feature des Jolla Phone. Daß es Grenzfälle gibt, in denen dann auch die Android-Emulation versagt, kann ich akzeptieren. Hauptsache die wirklich wichtigen Dinge wie „Mein A1“ und „A1 TV“ laufen.

Die verwunschene Straße

Die Straße, in der meine Eltern wohnen, wurde von Hundebegleitern mal die verwunschene Straße genannt. Das ist nicht so weit hergeholt: Ein Großteil der Einfamilienhäuser steht am Hang über dem Gehsteig, versteckt hinter jeder Menge Pflanzenwildwuchs. Daß die Häuser selbst auch nicht mehr so ganz taufrisch sind, trägt ebenfalls zum Dornröschen-Charme bei.

Sitzt man in einem dieser „verwunschenen Häuser“ auf der Terrasse, wirkt die Sache natürlich wesentlich freundlicher: Die Sonne scheint, die tiefer liegenden Gebäude gegenüber stören den Blick zum Horizont nicht, dafür schützen Gebüsch und Gebäum vor den Blicken der Nachbarn (und ein bißchen vor der einzigen potentiellen Lärmquelle, der Straße ums Eck). Normalerweise kenne ich das so. Heute nicht. Ein plötzlich hereinbrechender Frühling lockt nämlich Mensch und Hund in den Garten, bevor die Pflanzenwelt noch ihren Vorhang zugezogen hat. Ein für mich ungewohntes Bild: Überall Blüten, lautes Vogelgezwitscher, das Biotop plätschert gemütlich vor sich hin … aber ich seh den Nachbarn durchs Fenster ins Wohnzimmer bzw. der Familie gegenüber in den Garten. Büsche und Bäume erstrahlen in allen möglichen Farben, nur das satte Grün des üblichen Sichtschutzes fehlt.

Macht aber gar nichts. Ich hab trotzdem fast den ganzen Tag draußen verbracht, mit dem Hund Kaufmannsladen gespielt („Tausche Steckerl gegen Kexi“), einen ordentlichen Heuschnupfen aufg’rissen (Xyzall hab ich mit, keine Sorge!) und sogar rosa Bäckchen bekommen von der vielen frischen Luft. Zwischendurch ein Marillenfleck vom Jindrak mit einem Häferl Kaffee … so muß Wochenende! 😉

So muß Railjet! ;)

Ich habs ihm ja noch gesagt. Ehrlich! Ich wollt nur sein Bestes! Trotzdem hat er sich in die zweite Klasse gesetzt, wo er sich mit Spannungen und Aggressionsschwellen auseinandersetzen mußte. (Wäääh! Sowas brauch ich klarerweise goar net.) Tja. 😉

Ich halt mich an meine eigenen Ratschläge, verbringe die 75 Minuten auf der Fahrt nach Linz in der Business Class und lasse mich vom sehr fürsorglichen Herrn Denis mit Eistee (gratis), Dragee-Keksi (gratis) und einem gschmackigen Panino verwöhnen. (Trinkgeldalarm!)

So muß Railjet! 🙂

ESC 2014: Alle Songs, erste Wettquoten

Die Russen haben heute als letztes Land ihren Song präsentiert. Damit ist das Starterfeld vollzählig und ich kann endlich mit dem beginnen, was am meisten Spaß macht beim ESC: Tabellen, Tabellen, Tabellen! 🙂

Zunächst mal das, worauf alle gewartet haben: Welche Songs gefallen mir am besten, welches sind meine Lieblinge? Gar nicht so einfach. Die ganz tollen Songs sind heuer nicht dabei. Außerdem sind da ein paar, die ich einfach auch noch öfter hören muß. Aber genug der Ausreden, das ist meine erste Hitparade:

Rang Land Interpret Song
1 Griechenland Freaky Fortune + RiskyKidd Rise Up
2 Lettland Aarzemnieki Cake to Bake
3 Georgien The Shin & Mariko Three Minutes To Earth
4 Frankreich Twin Twin Moustache
5 Weißrussland TEO Cheesecake
6 Deutschland Elaiza Is it right?
7 Polen Donatan & Cleo My Słowianie
8 Norwegen Carl Espen Silent Storm
9 Montenegro Sergej Ćetković Moj Svijet
10 Rumänien Paula Seling & Ovi Miracle

Wieder die Griechen ganz vorne. Tja. 🙂 Im Vergleich zu meiner ersten Wertung im Februar hat sich doch vieles getan: Finnland, Ungarn und die Ukraine sind sogar aus den heutigen Top 10 raus, obwohl sie damals noch unter meinen 5 Favoriten waren.

Ganz anders sehen das die Buchmacher. Auf Oddschecker bietet sich mit Stand heute folgendes Bild:

Rang Land Interpret Song
1 Armenien Aram MP3 Not Alone
2 Schweden Sanna Nielsen Undo
3 Norwegen Carl Espen Silent Storm
4 Ungarn Kallay Saunders András Running
5 Belgien Axel Hirsoux Mother
6 Aserbaidschan Dilara Kazimova Start A Fire
7 Dänemark Basim Cliche Love Song
8 Vereinigtes Königreich Molly Children of the Universe
9 Rumänien Paula Seling & Ovi Miracle
10 Ukraine Maria Yaremchuk Tick Tock

Armeniens Song „Not Alone“ wird überall in den Himmel gelobt im Netz. Mir ist er zu - festhalten jetzt! - musicalhaft. Nö, nicht meins. Ganz peinlich auch Belgien auf Platz 5. Wer wettet denn da? *schauder*

Apropos Wettquoten: Wo liegt Österreich? Auf Platz 14. Wenn man sich die anderen Songs aus dem zweiten Halbfinale ansieht, liegen die meisten davon derzeit schlechter. Das könnt sich für einen Finaleinzug ausgehen. Aber noch sinds Wochen hin, und die Punktevergabe richtet sich nicht nach Wettquoten.

Bleibt die Liste der Songs, die weder mir noch den Buchmachern besonders in Erinnerung geblieben sind:

Ich bin gespannt, wie sich diese Tabellen in den kommenden Wochen verändern! 🙂

ESC: Conchita! Was hast Du getan?

Im Radiowecker stellt Frau Wurst ihren Song für Kopenhagen vor. Nach „That’s What I Am“ waren meine Erwartungen hoch - völlig unbegründet, wie sich jetzt herausstellt. Ihr heuriger Song „Rise Like a Phoenix“ geht nicht nur an meinem Geschmack vorbei, er läuft geradezu vor ihm davon. Es ist die große Schlagerarie, die in den 1960ern von Sängerinnen mit traurigen Augen und viel zu viel Haarspray gesungen wurde. Ich kenne keinen Radiosender, der diese Art von Musik heute noch spielt … und ich würde ihn auch nicht kennen wollen, weil das alles eben so gar nicht meins ist.

Ein sehr weiser Mann hat erst kürzlich die Befürchtung geäußert, Conchitas 2014er-Song könnte sich zu „That’s What I Am“ verhalten wie „Woki mit Deim Popo“ zu „Oida taunz!“. Vielleicht ist es nicht ganz so extrem, ich werde es aber nie so wirklich beurteilen können: Zu dieser Art von Musik fehlt mir der Zugang.

Jolla: Ohijärvi

Ohijärvi ist ein See im Süden Finnlands und der Name des vierten großen Updates, das Jolla seinem Betriebssystem Sailfish OS verpaßt hat. Gerade eben hab ichs runtergeladen und installiert. Die umfangreiche Dokumentation der 96 für Benutzer spürbaren Neuerungen und Fehlerbehebungen gibts hier auf together.jolla.com.

Ganz wichtig trotz aller Ungeduld: Unbedingt alle Repositories von OpenRepos abschalten, bevor man das Update durchlaufen läßt! Benutzer, die das nicht gemacht haben, berichten von argen Problemen - und Jolla erklärt ausdrücklich, daß die auf OpenRepos geparkten Quellen nicht in die Tests mit einbezogen werden.

Natürlich war ich einer der ersten, die’s installiert hatten. Von den vielen Verbesserungen im Bereich der Synchronisation mit Google und der Kalenderverwaltung hab ich nicht viel; das sind Funktionen, die ich nicht nutze. Trotzdem sind genügend Dinge da, die mich freuen: die gesteigerte Performance, ein verbesserter Jolla Store Client, die zusätzlichen Einstellungmöglichkeiten bei der Kamera, die erweiterte Unterstützung von Programmen in horizontaler Ausrichtung, die einfachere Sprachumschaltung auf der Tastatur, Fehlerbehebungen beim Browser und beim Mail-Client sowie viele kleine optische Feinschliffe.

Bin gespannt, wie viele der 187.888 finnischen Seen Jolla 2014 noch als Update auf mein Handy gießt. Bei dem Tempo, das sie derzeit draufhaben (das letzte Update ist gerade mal 45 Tage her), müßte sich da schon einiges ausgehen. 😉

Wratschko – brauchma goanet redn!

Seit sechs Jahren kommen wir immer wieder mal gerne zum Wratschko. Das hat einerseits mit dem dort servierten Kartoffelpüree zu tun (zum Niederknien fest und bröckelig - genau so muß es sein!), andererseits mit der seit 2008 unverändert unterhaltsamen und charmanten Tischgesellschaft. Conny und Daniel haben eine 14monatige Geschichte aus Berlin mitgebracht, Fotos dazu und - was am wichtigsten ist - Hallorén-Kugeln. So lovely! Dankeschööön! 🙂

Ich für meinen Teil finds beruhigend, daß das Lokal die Empfehlung als favorite spot in Vienna von Anthony Bourdain heil überstanden hat. Abgesehen von One Republic und einem fürs Wratschko definitiv falsch gekleideten US-amerikanischen Touristenpaar am Nebentisch deutet nichts auf den kurzfristigen Popularitätsschub hin. Keine Zahnarzts, keine An-/Auf-Gerichte, keine fünfeckigen Teller, keine Kellneruniformen - und das Klo ist immer noch so, wie’s immer war. *LOL*

(OK, voll wars’s … aber Conny hatte ja reserviert.)

Wir bedanken uns für den fröhlichen Abend. Ganz sicher gemma wieder mal dorthin zusammen! Brauchma goanet redn! 😉

ESC: It is right!

Weil der deutsche Vorentscheid zum Song Contest 2013 so toll gelaufen ist, hab ich auch heute wieder eingeschaltet. Naja.

Was letztes Jahr noch beste TV-Unterhaltung war, kam heuer als Kreuzung zwischen der „ZDF Hitparade“ und „Musik ist Trumpf“ daher. Ich liebe Barbara Schöneberger, aber diese Moderationsaufgabe hat sie einfach überfordert. Auch sonst war das Sendungskonzept eher lieblos: Der Regie gelang es nicht, die augenscheinlich überbordende Stimmung in der Halle einzufangen.

Das Ergebnis? Ganz OK angesichts der Tatsache, daß weit Schlimmeres gedroht hätte. Die Newcomer Elaiza werden Deutschland mit Is It Right? vertreten. Ein netter Song, dessen größte Qualität es ist, Unheilig auf den zweiten Platz verdrängt und somit in Kopenhagen verhindert zu haben. (Ich weiß ja nicht wie’s anderen geht, aber: Jedes Mal, wenn der Graf singt, seh ich eins dieser kitschigen Poster vor mir, die in kräftigen Blautönen gehalten sind und meist Einhörner vor Wasserfällen im Mondschein zeigen. Die sind auch Alle wie eins.)

Meine Lieblinge waren: MarieMarie mit Cotton Candy Hurricane und Oceana mit Thank You. Aber es kam so wie immer: Kaum verlieb ich mich in Songs, sind sie auch schon raus ausm Spiel. 🙂