Vorfreude auf Les Misérables

Kinostart in Österreich ist erst am 22. Februar 2013, aber ein bißchen was anschauen kann man sich jetzt schon:

Auf YouTube gibt es hier kurze Ausschnitte, TV-Werbungen und spannende Dokumentationen über die Dreharbeiten. (Ich finde z.B. besonders interessant, daß die Szenen mit Live-Gesang gefilmt wurden und das Orchester erst nachträglich eingespielt wurde. Normalerweise ist es bei Musikfilmen ja umgekehrt: Zuerst wird im Studio gesungen, vor der Kamera bewegen die Schauspieler dann nur mehr die Lippen.)

Ich freu mich!

Pfefferminztee statt Punsch

Auch wenns nicht das Punschkränzchen ist: Ein Weihnachtsbesuch bei Martin, Helga und Barbara muß sein. Ich wähle Pfefferminztee mit Keksen und lasse mir lustige Geschichten von Hamburger Lederlokalen, Steyrer FH-Studenten und einem seltsamen Unternehmen an der russischen Schwarzmeerküste erzählen. Nebenbei pimpen Martin und Barbara den Christbaum (der wird nämlich erst heute Abend gebraucht).
Nice it was!

Chatting The Day Away

Endlich funktioniert mal was mit diesem Windows-Rechner, den ich schon so sehr verflucht habe.

Mein zweitliebstes Chat-Programm ist (und das war mir nicht mehr bewußt) auch für Windows zu haben: Pidgin! Natürlich wills nicht ganz so, wie ichs unter GNU/Linux gewohnt bin (der lokale Chat via Bonjour funktioniert nicht, SIP bekomm ich auch nicht zum Laufen), aber mein Gott … ist ja nur Windows. *gg*

Die wichtigsten Accounts sind drin und ich kann der Frau Kysira beim Shoppen am Pazifik ein frohes Fest wünschen. Juppidu!

Linz, Küchenfernsehen

Gerade in Linz angekommen. Der Küchenfernseher spielt zum Dessert den Song Contest von 1980. Vernetztes Heim eben, weil meine Eltern ohne diese Technik nicht leben können. 😉

Ich bin nicht verkalkt!

So. Da ist es jetzt schwarz auf weiß (oder rot auf grau): Ich bin nicht verkalkt, auch wenn böse Menschen immer wieder mal das Gegenteil behaupten.

In your face! 🙂

Christkindlmarkt am Karlsplatz

Das wird noch zur Sucht. Schon wieder ein Christkindlmarkt, diesmal der vor der Karlskirche. Punsch hab ich diesmal ausgelassen, aber Schmalzbrot und Waffeln (mit Zimt und Zucker) mußten sein.
Besonders geil: das Ringelspiel. Eine schiefe Holzkonstruktion, die von zwei Elternteilen auf Fahrrädern gedreht wird, während die Kinder drauf in Vogelkäfigen festsitzen. Geniales Teil!
Warnung: Keine Maroni kaufen.

ESC 2013: Drei Songs sind fix

Be careful what you wish for. Grad vor einer Woche hab ich noch geschrieben, daß bitte möglichst schnell weitere Länder ihre Songs für Malmö präsentieren mögen. Jetzt haben wir den Salat. Naja, da muß ich wohl durch.

Drei Rundfunkanstalten haben ihre Beiträge fixiert. Eine Reihung nach dem „gefällt mir“-Faktor erspare ich mir aber nicht wegen der (noch) geringen Anzahl der Beiträge, sondern - na, soll jeder selbst sein Urteil fällen. In alphabetischer Reihenfolge also:

Belgien: Knollnasenmännchen Roberto Bellarosa singt (?) „Love Kills“. Das ist nichts, was man sich ein zweites Mal anhören möchte. Muß man auch ganz sicher nicht: Robertos Stimme dapackt nicht mal diesen einen Live-Auftritt. Es ist quälend mitanzusehen, wie er die letzten Töne nur mehr unter größter Kraftanstrengung hervorwürgt. Daß er bei der Vorstellung des Songs im belgischen Fernsehen nebenbei Texthänger hat, macht den Gesamteindruck nicht professioneller. Unterhaltsam an der ganzen Performance ist das Ratespiel: Was singt er da eigentlich? Die Stelle, die so klingt wie „waiting for the beer, the beer“ - paßt die wirklich in eine dramatische Liebesschnulze? Wer auch im dritten Anlauf noch verzweifelt, findet hier den Text zum Nachlesen.

Schweiz: Wenn ich diesen Bericht richtig lese, hat die Heilsarmee in der Schweiz rund 5.500 Angestellte und Mitglieder. Allein die werden wohl verläßlich für „ihre“ Combo mit dem Titel „You And Me“ angerufen haben bei der Schweizer Vorentscheidung. Tatsächlich heißt die Gruppe Heilsarmee nicht nur so: sie ist Teil der Heilsarmee. Mit einem martialischen Ah-ah-aaah-ah-ah-ah-aaah / Let it hear from near and far marschiert sie gen Malmö. Daß das Teil einer großen Missionsbewegung ist, läßt die Homepage erahnen: Dort finden sich der Liedtext und (ungewöhnlich für den ESC) die Partitur des Songs als PDF zum Download. Zum Song: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die aneinandergereihten englischen Worte auch immer englisch klingen. Die Melodie ist eingängig. Sehr eingängig. Ein Ohrwurm. Und zwar so sehr, daß man nach der ersten Minute nicht mitsingen, sondern gelangweilt abschalten möchte. Es gibt eine gewisse Obergrenze, wie viel an Wiederholung ein Lied aushält. „You And Me“ hat sie definitiv überschritten.

Ein weiterer Minuspunkt ist der ideologische Hintergrund der Heilsarmee. Die fundamentalistische christliche Freikirche hat sich wiederholt negativ zu Homosexualität geäußert und schließt offen schwul oder lesbisch lebende Menschen aus Ämtern und Funktionen aus. Das kann man als Kirche natürlich tun. Als Teilnehmer beim Eurovision Song Contest begibt man sich damit aber in schwieriges Fahrwasser. Mal sehen, was beim Televoting die Oberhand gewinnt: Die Sympathisanten der Heilsarmee, die über ganz Europa verstreut sind, oder das zumindest in Westeuropa traditionell schwule Publikum.

Weißrussland: Daß ich mit „Rhythm of Love“ nicht so wirklich warm werde, liegt wahrscheinlich weniger an der Komposition als an den vielen Großaufnahmen der Interpretin Alena Lanskaya. Sowohl Song als auch Sängerin wirken irgendwie billig, dem Lied verzeiht mans dann aber doch eher. Vielleicht hat Hans-Georg einfach Recht und eine bessere Kameraführung beim Song Contest selbst bringt noch den einen oder anderen Sympathiepunkt. Mal sehen, ob das Budget zwischendurch für ein Musikvideo reicht. Stampfsound halt, den man so schon ein bißchen zu oft gehört hat.

Noch sinds ja nur drei Länder, drei Songs. Bleiben wir optimistisch! Ansonsten gilt halt auch für Malmö: „Waiting for the beer, the beer“ 😉

Plachutta @ home

Weil ein gemeinsamer Restaurantbesuch aufgrund der traditionellen „Weihnachtssperre” nicht möglich ist, nehmen Raini und Wolfi die Sache selbst in die Hand und zaubern den Plachutta zu sich nach Hause. Das gelingt viel besser als man es sich vorstellt: Wo das Original nur Gebäck und Butter auf den Tisch stellt, gibts in der „@home”-Variante eine reiche Auswahl belegter Brötchen mit viiiel Eiergatsch. Die Suppe und der Tafelspitz halten locker mit den Spezialitäten des Rindfleischpapstes mit. Und so abgedroschen es mittlerweile auch klingen mag: Das Beste is’ halt immer die Nachspeis. In Sachen Dessert ist der Plachutta ja traditionell ein bißchen mager aufgestellt. Plachutta@home verwöhnt im Gegensatz dazu mit Salzburger Nockerln und absolut himmlischen Weihnachtskekserln. I’m lovin’ it!

Ach ja, apropos Dessert: Kurz vor den Nockerln kamen Conny und Daniel noch dazu. Sehr fein! Ihre lustigen Geschichten von Fotoalben der unterschiedlichsten Art ersetzten uns die Gespräche vom Nebentisch, denen wir beim Plachutta immer so angestrengt lauschen. (Abgesehen davon wars eine nette Überraschung, daß wir uns vor Weihnachten doch noch gesehen haben.)

Geschenke gabs auch. Schneekugeln. Ich hab nicht den blassesten Schimmer, was uns die Künstler damit sagen wollten. 🙂

Erstes Weihnachtsgeschenk: Smiljans Socke

Tja, es ist so weit: Ich hab mein erstes Weihnachtsgeschenk. Nein, nicht das erste, das ich gekauft habe (schön wärs). Das erste, das ich bekommen hab! Smiljans Socke ist es. Herr Smiljan hat sie mir heute überreicht, nachdem er mich beschnitten hatte.

Ich lauf also heute den Rest des Tages mit Socken rum, die der Meister selbst getragen für mich ausgesucht hat. Ein kleines Geschenk für mich - ein tolles Foto für die Fußfetischisten unter meinen Lesern. Enjoy! *LOL*

Song Contest: Die kompletten Shows, including Drahdiwaberl

Man kann die Wartezeit zwischen den derzeit laufenden nationalen Vorentscheidungen für den Song Contest 2013 mit ein bißchen Nostalgie verkürzen:

Hier auf YouTube gibt es Stunden an Videomaterial, komplette Shows, von den Anfängen in den 1950ern bis in die Gegenwart. Beim Ansehen einer Show empfiehlt es sich, die jeweilige Seite auf Wikipedia (hier die Übersicht) parallel offen zu haben. Startreihenfolge, Links zu den einzelnen Interpreten etc. vervollständigen so das Vergnügen.

Mein Highlight für heute: Der Auftritt von Drahdiwaberl beim Song Contest 1983 in München. Drahdiwaberl? Naja, fast. Sie nannten sich einen Song lang Westend und hatten Gastsänger und -tänzer mitgebracht (unter anderem ESC-Stehaufmännchen Gary Lux), aber im Wesentlichen standen hinter der Produktion die Drahdiwaberl-Mitglieder Peter Vieweger (Komponist und Sänger), Bernhard Rabitsch (Sänger), Heli Deinboek (Text) und Heinz Nessizius (Text).

Peter Vieweger hat zumindest einen (Herr Blue, aufpassen jetzt!) Ohrwurm zusammengebracht, der für einen Platz unter den ersten 10 beim Song Contest reichte und sich auch anschließend in den Single-Charts in die Top 10 hocharbeitete. Nicht ganz so eingängig präsentiert sich Heli Deinboeks Text, der auf vielschichtige Weise die Mann-Frau Beziehung des ausgehenden 20. Jahrhunderts dekonstruiert und sie in Spiegel abnehmender Selbstbestimmung des Individuums radikal neu beleuchtet. (Dann hab’ ich sie gefunden / Nach leeren dunklen Stunden / Doch das Schicksal war dagegen / Nun steh’ ich da im Regen …)

Wer jetzt neugierig geworden ist: Hier ist der direkte Link auf den Auftritt, eine Stunde und 40 Minuten nach Beginn der Show. (Man beachte die völlig anachronistisch anmutende Anmoderation: Das ist doch noch gar nicht so lange her, oder?) Startnummer 18, Platz 9.

Was das Internet verschweigt: Wer zum Teufel war für die speibgelben Kostüme verantwortlich? Und welches Kraut muß man rauchen, um sich so eine Choreographie auszudenken? Ich bin mir sicher: Mit etwas weniger peinlichem Gehopse und einem Stilberater wäre Platz 7 oder 8 auch noch drin gewesen. 🙂

Stammleser meines Blogs wissen: Drahdiwaberl beim Song Contest, das gabs nicht nur einmal. Ich habe nicht alle österreichischen Beiträge auf entsprechende Verbindungen geprüft, aber zumindest 2011 gabs die Thomas-Rabitsch-Connection: Thomas Rabitsch, langjähriges Drahdiwaberl-Mitglied, hat damals den Song für Nadine Beiler geschrieben. Auch heuer wieder ist er es, der für den ORF die Fäden zieht. Mal sehen, wer schließlich als Komponist des österreichischen Beitrags 2013 genannt wird.