Wir kosten vor

Es wird unfreundlich, kalt und herbstlich. Was tut man? Kamin anfeuern, herbstlich dekorieren und wÀrmende Suppen essen.

Was tut man, wenn man dazu zu faul ist bzw. keinen Kamin hat? Genau: sich einladen lassen zu all dem. 😉

DrĂŒben in der „Warmen KĂŒche“ gabs gestern ein gemĂŒtliches Kaminfeuer, eine wĂ€rmende Kartoffel-/Chili-/Kokosmilch-/Erdnußbutter-Suppe, lecker Kalbsbutterschnitzel mit KartoffelpĂŒree (so ein Zufall â€Š meine Vorliebe dafĂŒr hab ich doch hier gerade vor kurzem erwĂ€hnt? *gg*) und einen - aufpassen! - Eierlikör-Gugelhupf als Dessert. (Dessert natĂŒrlich mit Friesenhof-Feenstaub. Muß sein.)

Wichtig dabei: Die Suppe gabs im Grunde nicht fĂŒr uns, sondern fĂŒr Frau Kysira. Die hat nĂ€mlich vehement das Rezept eingefordert. Bevor es aber wieder online gestellt werden kann, mußte nochmal eine QualitĂ€tskontrolle her - und die haben wir durchgefĂŒhrt; als Vorkoster eben.

Zwischendurch herrliches Geknuddel mit den entzĂŒckenden Hundsis. Ganz besonders witzig find ich, daß bei Ike&Tina jetzt die gleichen Erziehungsspielchen beginnen, wie ich sie von unserem NellymĂ€dimausi in Linz kenne. Da stehen vier erwachsene Menschen um ein x-beliebiges MöbelstĂŒck rum und unterhalten sich intensiv ĂŒber dessen Aussehen, nur damit die Hunde nicht zu viel Beachtung erfahren in der anfĂ€nglichen BegrĂŒĂŸungsphase. Loriot hĂ€tte seine Freude an unserer völlig sinnfreien Konversation gehabt! Aber ich bins ja gwohnt von zuhaus.

Sehr fein wars. Allerdings: Beim Heimfahren dann gabs dann tatsĂ€chlich den ersten Schnee fĂŒr heuer. Ich bin mir nicht sicher, ob mir das gefallen will. 🙁

Halloren Ă  surprise

Ach wie schön! Da kommt man vom BĂŒro heim, macht das Postkasterl auf â€Š Nanu? Ein Packerl? Anonym?

Na, so anonym wars gar nicht. Ich konnte mit ein bißchen Kombination schnell Frau Kysira als die Absenderin identifizieren. Und im Packerl drin? Halloren-Kugeln! Eh scho wissen: HallorĂ©n mit Betonung auf dem „e“, damit es sich nicht nach Schokolade, sondern nach Medizin anhört. *LOL*

Ich bedanke mich ganz artig und wĂŒrds ja am liebsten aufreißen und aufessen. Ghört sich aber nicht. Sind ja zwei Packerl, die wollen geteilt werden. Ich wart also aufs Wochenende. 😉

Die Obere Donaustraße. Was die alles kann.

Damit hier nichts mißverstanden wird: Ich bin doch gern in der Lassallestraße. GrĂŒnde siehe hier.

Eins aber kann die Obere Donaustraße besser: einen zum Spazierengehen animieren. Wie schon damals hab ich auch heute festgestellt: Man kann nicht einfach bei der nĂ€chsten U-Bahn-Station unter die Erde. Nein, mindestens eine Station muß man am Wasser entlang zu Fuß gehen. Sehr fein! Tolle Stimmung dafĂŒr heute.

WĂŒrd ich das von der Lassallestraße aus machen, wĂŒrde mich mein Weg der 6spurigen Straße entlang zum Praterstern fĂŒhren. Danke, aber nein danke. 😉

Belle Refresh am C7

Obwohl Nokia immer mehr unter den katastrophalen Folgen von Stephen Elops GeschĂ€ftspolitik leidet, schickt es mir freundlicherweise trotzdem noch ein Update fĂŒr mein 2 Jahre altes C7. „Belle Refresh“ nennt sich das Ding. Es ist der kleine Bruder des Feature Pack 2, das fĂŒr die 1,3 GHz-Modelle (700, 701, 808 und 603) herausgekommen ist.

Immerhin: Neuer Browser, neue Homescreen-Widgets (fĂŒr den Schlosser: Applets), neue Version der Microsoft-Programme (siehe dieser Artikel), neue Suchfunktion, neuer Social Network Client, â€Š und wieder ein paar Kleinigkeiten im UI, die mir gut gefallen.

Die Taktik ist klar: Kunden bei der Stange halten und verhindern, daß sie zu Android wechseln. Ich laß mich da gern um den Finger wickeln, vor allem weil meine Erfahrungen mit Android eh nicht so prickelnd waren. 🙂

Kultursonntag: Friday Night Horror

Wieder ein Kulturabend! Wir sehen „Friday Night Horror“. Passend zum Film setzen wir uns ins Lugner City Kino und bewundern unsere Helden sozusagen in ihrem natĂŒrlichen Biotop.

TatsĂ€chlich sitzt gleich neben uns irgendeine Natascha/Tamara/Schacklin/
, die sich 2 Minuten nach Filmbeginn als Statistin outet und ihrem völlig verdatterten Freund bei jeder Disco-Szene Dinge erklĂ€rt wie Da rechts, da samma gstanden, da siacht ma uns net, aber rechts von der Schwarzhaarigen â€Š oder Mah, 10x drehn mĂŒssen hamma die Szene, uuuroft, i sag da, Waaahnsinn!. Der arme Bub! Der hat wahrscheinlich geglaubt, er hat ein Date mit einer berĂŒhmten Schauspielerin. 😉

Aber zurĂŒck zum Film: Alle Erwartungen erfĂŒllt, kann man nur sagen. Wir habens geliebt und genossen. Hoffentlich kommt bald ein Teil zwei, denn (Achtung! Spoiler!) der Serienkiller rennt/rollt ja noch frei herum. 🙂

(Genial ĂŒbrigens gleich der Kartenkauf im Kino. Ich: 2x Friday Night Horror, bitte. - KartenverkĂ€ufer: Sie wissen, daß das kein Horrorfilm ist? - Ich: Sicher. Hat sich schon wer beschwert deswegen? - KartenverkĂ€ufer: Ja! Willkommen in der Lugner City!)

Schlosserbuben

Schlosserbuben! Schlosserbuben sind eben eine ganz besonders feine Sache. Klein, sĂŒĂŸ, heiß, knusprig â€Š Einfach unwiderstehlich! Yummie! *breitgrins*

So genossen heute beim Schwabl, womit ich mir nebenbei die Foursquare-BĂŒrgermeisterwĂŒrde dort zurĂŒck geholt hab. Vorher gabs Kalbsbutterschnitzel mit absolut himmlischem KartoffelpĂŒree. Kochen könnens dort, keine Frage.

Am Nebentisch diesmal eine im Sonnenstudio verbrannte Dame jenseits der 70, die ununterbrochen von ihren Internet-Erlebnissen berichtet hat. Sie wirft ihr Geld bei GlĂŒcksspielen auf win2day.at raus und recherchiert Interessantes ĂŒber alle möglichen Stars und Sternchen â€Š Ich möcht gar nicht wissen, was die im Netz sonst noch alles treibt, wenn der Alte endlich im Bett ist. 😉

Schön wars, wir kommen wieder.

ORF opfert Sido fĂŒr Heinzl

Bin ich froh, daß ich gestern nochmal „Die große Chance“ gesehen hab: Es war die letzte mit Sido, die letzte also mit Unterhaltungswert.

Nach der live-Übertragung kams nĂ€mlich zu einem Konflikt zwischen Sido und dem nicht nur bei ihm ausgesprochen beliebten Dominic Heinzl. Sido platze der Kragen, er schlug zu, Heinzl ging effektvoll zu Boden â€Š und der ORF trennt sich mit sofortiger Wirkung vom deutschen Juror.

Wenn die Kommentare im Internet nur annĂ€hernd die Stimmung der TV-Zuseher widerspiegeln, hat sich der ORF keinen besonderen Gefallen getan. In einer mittlerweile offenbar gelöschten Mitteilung (die hier noch als Screenshot existiert) erklĂ€rt Doris Golpashin darĂŒber hinaus, Heinzl hĂ€tte Sido zuerst angespuckt, was schließlich zur Eskalation gefĂŒhrt hĂ€tte. Na, ist ja auch egal. Das wars wohl mit der Sendung. 🙂

Nokia: Symbian will nicht sterben

Gerade erst hat Nokia seinen Quartalsbericht Q3/2012veröffentlicht. Wie immer seit Elops Strategiewechsel zu Windows Phone: Verluste, Verluste, Verluste.

Ein Detail finde ich aber besonders interessant in dem ganzen Dokument:

During the third quarter 2012 we shipped 6.3 million Smart Devices units, of which approximately 2.9 million were Lumia products.

Das heißt: Unter den 6,3 Millionen Smartphones, die Nokia im dritten Quartal 2012 verkauft hat, waren nur 2,9 Millionen Windows Phone GerĂ€te. Zwingende Schlußfolgerung: Die restlichen 3,4 Millionen GerĂ€te waren Symbian-Modelle, vielleicht auch noch das eine oder andere N9 mit Maemo/MeeGo.

Beachtenswert dabei erstens: Der letzte Q3-Report vor Stephen Elops ruinösem „Burning Platform“-Memo war Q3/2010. Damals wurden noch 26,5 Millionen Smartphones abgesetzt. Bravo, Mr. Elop! Von 26,5 auf 6,3 Millionen, das ist allein Ihr Verdienst.

Viel spannender noch: In den letzten 12 Monaten wurden ganze sieben Lumia-Modelle mit attraktiver und aktueller Hardware-Ausstattung prĂ€sentiert. Auf der Symbian-Seite kam als einziges Modell das Nokia 808 neu dazu, alle anderen derzeit erhĂ€ltlichen Symbian-Handys wurden Mitte 2011 vorgestellt und sind hardwaremĂ€ĂŸig entsprechend veraltet. Die Lumia-Serie wird intensiv beworben, zu Kampfpreisen angeboten und teilweise sogar mit kostenloser Zusatz-Hardware wie dem Bluetooth-Lautsprechersystem Nokia 360 (im Wert von rund € 150,-) verschleudert. Nach Symbian-GerĂ€ten muß man schon aktiv suchen. So hat z.B. keiner der österreichischen Carrier ein aktuelles Symbian-Handy im Programm. Wer ein Nokia 808 will, muß es im freien Handel zum Listenpreis von rund € 500,- kaufen. Trotzdem, trotz der Modellvielfalt, trotz der attraktiven Preisgestaltung, trotz allem stellt die Lumia-Reihe ein Jahr nach ihrer MarkteinfĂŒhrung weniger als die HĂ€lfte der in Q3/2012 verkauften Smartphones bei Nokia.

Ein Schmankerl zum Schluß: Im zweiten Quartal 2012 wurden noch 4 Millionen Lumia-Handys verkauft. Der Trend ist also stark rĂŒcklĂ€ufig. Einzige Konstante bleibt das VerhĂ€ltnis Lumia zu Symbian: Auch in Q2/2012 standen den 4 Millionen Lumias ĂŒber 6 Millionen verkaufte Symbian- und MeeGo-GerĂ€te gegenĂŒber.

Im Original „Burning Platform“-Memo von Elop hieß es 2011 zur Einstimmung auf den Strategiewechsel: He decided to jump. It was unexpected. Kurz nach 2/11 tauchte im Internet die an Windows Phone angepaßte Version auf: He decided to give up, he shot himself. It was unexpected. Scheint als hĂ€tte das Internet den richtigen Riecher gehabt.

Alles OK also fĂŒr Symbians Zukunft? NatĂŒrlich nicht. Von 26,5 Millionen StĂŒck in Q3/2010 zurĂŒck auf 3,4 Millionen in Q3/2012, das ist kein erfreulicher Trend. Da ist ein Ende absehbar. Die Zahlen bestĂ€tigen nur, daß der ausschließliche Fokus auf Windows Phone und das öffentlich verkĂŒndete Ende von Symbian der Fehler schlechthin war. Anfang 2011 war Symbian die Cash Cow. Noch Ende 2012 kaufen die Konsumenten lieber Symbian als Windows Phone. Das Betriebssystem abzustellen, an dem das Schicksal des ganzen Unternehmens hing, war nicht unbedingt der schlaueste Zug, den ein CEO jemals gemacht hat. Bravo, Mr. Elop.

Spende fĂŒr MediaGoblin

What if everyone’s photos were on flickr - and it disappeared? What would happen if YouTube went away? What would happen to cat videos on the internet? It would be like a cat massacre. This leads to a sad internet.

Ich hab wieder mal Geld gespendet: $ 50,- (also etwa 38 Euro) fĂŒr das Projekt MediaGoblin. Worum gehts? Es geht um das einfache und dezentrale Veröffentlichen von Fotos, Videos und Musik im Netz jenseits von Flickr und YouTube. MediaGoblin verfolgt seit Juni 2011 diese ehrgeizige Idee. Seit 10. Oktober diesen Jahres nun gibt es die Möglichkeit, die Entwicklung von MediaGoblin durch Einwurf kleiner MĂŒnzen zu beschleunigen. (Hier die Spendenseite mit einem entzĂŒckenden kleinen Video.)

Warum finde ich es wichtig, Alternativen zu Flickr und YouTube zu haben? Zentrale Systeme sind eine Perversion der Vision vom Internet. Das Internet ist konzipiert als ein unorganisierter Verbund gleichberechtigter Rechner, die Daten austauschen. Bei E-Mail funktioniert das noch: Obwohl mein eigener Mail-Account bei A1 liegt, kann ich Mails von GMX, Google oder Yahoo! empfangen. Sollte ich einmal meinen Provider wechseln, kann ich trotzdem allen Freunden und Bekannten weiter Mails schicken. Ich muß sie nicht ĂŒberreden, mit mir zum neuen Provider zu kommen, damit wir in Kontakt bleiben können.

Anders ist das bei YouTube oder Flickr (oder Facebook, Skype, Twitter etc.). Alles, was sich dort an Kommunikation und Interaktion abspielt, muß mit einem Account jeweils dieses einen Systems passieren. Die soziale Kommunikation passiert nur zwischen denen, die am gleichen Server angemeldet sind. Und: Die Systeme wachsen mit jedem zusĂ€tzlichen User wie ein schwarzes Loch und bilden das de-facto-Monopol fĂŒr ihren jeweiligen Markt. Statt eines offenen, gleichberechtigten Systems vieler Video-Plattformen gibt es YouTube. Statt vieler gleich populĂ€rer Foto-Seiten gibt es Flickr. Das ist nicht das, was das Internet sein sollte.

MediaGoblin hat das Ziel, eine wirklich vernetzte Alternative zu schaffen. MediaGoblin wird als Teil des GNU-Projekts entwickelt, ist freie Software im Sinne der GNU AGPLv3 und kann von jedem verwendet werden, um seine eigenen Multimedia-Dateien auf der eigenen Website zu verwalten bzw. zugĂ€nglich zu machen. Die BenutzeroberflĂ€che ist simpel und muß den Vergleich mit der großen Konkurrenz nicht scheuen. Was MediaGoblin noch nicht hat sind einige Leistungsmerkmale, die zwar auch der Roadmap stehen, derzeit aber noch nicht implementiert sind. Genau deswegen benötigt das Projekt Geld. $ 60 000,- ist der Zielwert (das sind rund 48 000,- Euro), 13% davon hat die Kampagne in den ersten 4 Tagen bereits eingebracht. Meine € 38,- sind dabei und ich bin stolz drauf. 🙂

PS: Apropos stolz drauf: Vor einigen Wochen hab ich in diesem Artikel auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, seine UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ziele der Free Software Foundation Europe kostenlos und einfach nur durch Angabe von Namen und Mail-Adresse auszudrĂŒcken. Die gute Nachricht: Ca. 0,5% aller UnterstĂŒtzungserklĂ€rungen wurden aufgrund meines Aufrufs abgegeben! Das ist schon mal was, find ich. Was ich nicht so toll finde: Nur etwa 2% der UnterstĂŒtzungserklĂ€rungen kommen aus Österreich. Sogar die Schweiz hat uns diesbezĂŒglich ĂŒberholt. (Die mit großem Abstand fleißigsten UnterstĂŒtzer sind ĂŒbrigens die Deutschen und - Trommelwirbel - die Finnen!) Liebe Leute, da geht noch was! Wenn wir schon beim Song Contest immer abstinken, sollten wir wenigstens beim FSFE-Knuddelbewerb weiter vorne zu finden sein! 🙂

Musikverwaltung: Nokia S40 und Rhythmbox

Es ist nicht wirklich mein Use-Case, aber weil ich schon mal mit der Frage konfrontiert bin: ein „note-to-self“-Artikel, falls ichs wieder mal benötige.

Rhythmbox ist im Moment das Standard-Musikprogramm fĂŒr Ubuntu. Was tut jemand, der ein billiges, etwas Ă€lteres S40-Telefon von Nokia hat (konkret das C2-01) und seine Musik unkompliziert mit dem Telefon abgleichen möchte?

Geplant wĂ€rs eigentlich so: Man stellt in den USB-Einstellungen des C2-01 den Standardmodus von „Datenspeicher“ auf „Druck und Medien“ um, steckt das Telefon ein und - schwupps! - scheint es in Rhythmbox unter seinem Namen auf und kann synchronisiert werden. (Vorausgesetzt, das Plugin „Tragbare WiedergabegerĂ€te - MTP“ wurde nicht irrtĂŒmlich deaktiviert.)

In der Praxis funktioniert genau das nicht. Der MTP-Support ist unter GNU/Linux generell nicht so gut, und ich hab nach einigen Experimenten auch das Telefon im Verdacht, MTP nur fĂŒr Fotos zu unterstĂŒtzen.

Keine Chance also? Mitnichten. Wo ein Texteditor ist, ist auch ein Weg. Das Telefon wird zurĂŒck auf den USB-Massenspeichermodus („Datenspeicher“) gestellt und wieder eingesteckt. Im Ubuntu Dateimanager wird nun die im C2-01 eingelegte Speicherkarte sichtbar. (Clevere Leser nehmen hier mit: Ohne eingesetzte Speicherkarte wird das jetzt alles nix.) Je nachdem, wie man sich die Speicherkarte zuvor schon organisiert hat, kann man sich jetzt entweder Ordner fĂŒr die Musikdateien, HörbĂŒcher und Podcasts aussuchen oder neu anlegen. Letzteres empfehle ich: Ein neuer Ordner „music“ nimmt die Dateien von Rhythmbox entgegen.

Jetzt kommt Trick 17: Direkt im Hauptverzeichnis der Speicherkarte erstellt man mit einem Texteditor (am besten gedit) eine Datei „.is_audio_player“. Diese versteckte Datei (daher ist der Punkt am Anfang des Dateinamens wichtig) signalisiert Rhythmbox, daß es sich beim USB-MassenspeichergerĂ€t um einen Musikplayer handelt. Der Inhalt dieser Datei sollte so aussehen:

audio_folders=music/
folder_depth=2
output_formats=audio/mpeg,audio/aac,audio/mp4
input_formats=audio/amr

Die Zeile audio_folders= gibt an, welche Verzeichnisse Rhythmbox beschreiben soll. Mit folder_depth= gibt man an, welche Ordnerstruktur dabei geschaffen wird. „0“ bedeutet dabei, daß die Musikdateien ohne weitere Ordner-Systematik nur durch ihren Dateinamen gekennzeichnet werden. „1“ weist Rhythmbox an, fĂŒr jedes Album einen eigenen Ordner zu erstellen. „2“ bedeutet, daß fĂŒr jeden Interpreten ein Ordner und fĂŒr jedes Album ein Unterordner erstellt wird.

input_formats= und output_formats= schließlich geben die MIME-Types an, mit denen das Telefon umgehen kann. (Angeblich transcodiert Rhythmox aufgrund dieser Angaben inkompatible Audioformate; ich habs nicht ausprobiert.) Unter output_formats= habe ich hier die Werte fĂŒr MP3-Dateien („audio/mpeg“) und fĂŒr MPEG4/AAC angegeben. Das ist, was das C2-01 wiedergeben kann. Aufnahmen legt das Telefon im AMR-Format ab, daher „audio/amr“ unter input_formats=.

Das wars auch schon. Startet man nun Rhythmbox, wird das Telefon erkannt. (Genauer: Die Speicherkarte wird erkannt und der Name der Speicherkarte angezeigt. Diesen Namen kann man am Telefon Ă€ndern.) Man sieht, wie viel Platz bereits durch die diversen Medientypen belegt ist, wie viel noch frei ist â€Š und man kann in den GerĂ€teeigenschaften (rechter Mausklick) in der Registerkarte „Abgleich“ einstellen, ob alle Inhalte oder nur bestimmte Playlists auf das Telefon kopiert werden sollen.

Grundlegende Infos hab ich mir aus diversen technischen Spezifikationen zum C2-01 und aus diesem Artikel zusammengesucht. Dazu noch ein Hinweis: Die Datei .is_audio_player kann grundsĂ€tzlich auch Informationen darĂŒber aufnehmen, wo und in welchem Format Playlists gespeichert werden. FĂŒr S40-Telefone wie das C2-01 spielt diese Information aber keine Rolle, weil sie nach allen mir vorliegenden Infos keine externen Playlists importieren können. Ich habe die Angaben daher ausgelassen.