Obelix-Teller

Was anderswo schon als üppiger Hauptgang durchgeht, wird uns hier als „kleine Vorspeise“ aufgetischt: frische Paradeiser an saftigen Ministelzen im Duett mit knackigen Fisolen im Speckmantel.
Weil das ganze gar so leicht war, hats gleich zwei Köche gebraucht, um die Portionen zu Beginn des zweistündigen Festmahls an unseren Tisch zu schleppen. 🙂
Keine Angst: Volle zwei Stunden hats nicht deshalb gedauert, weil wir so lange gefressen haben. Einen guten Teil der Zeit – wenn nicht sogar den besten *gg* – haben wir in der immer wieder unterhaltsamen Gesellschaft der besten Köche der Insel verbracht. Die haben sich nämlich zuerst gemeinsam um unser körperliches, dann abwechselnd um unser seelisches Wohl gekümmert. Lockere Gespräche über stimmungsaufhellende Kekse, Blutvergiftungen, Penisverlängerungen und schockgefrorene Salatgarnituren haben uns geholfen, das Kreislauftief nach dem schweißtreibenden Mega-Menü zu überwinden.
Morgen ist Grillabend! 🙂

Bär jagt Schokolade

Den ganzen Vormittag über steht der Bär schon mit dem Fernglas am Fenster. Mir war bisher nicht so ganz klar, worauf er da so konzentriert starrt. Nach einem erquicklichen Eiskaffee kommen wir nochmal ins inzwischen frisch aufgeräumte Zimmer zurück… und ich seh plötzlich das Ziel seiner Neugier: Schoki! Er beobachtet gebannt die süßen kleinen Schokoladestückchen, die da wie Fliegen am Fenster kleben. Na, wenn der Bär erst mal hinter ihnen her ist, werden sie nicht lange überleben, fürcht ich. 😉

Peenemünde, U-Boot-Shop

Hui! Der Laden brummt! Wir sind nicht die einzigen, die heute einen Ausflug nach Peenemünde auf dem Programm haben. Maik hat alle Hände voll zu tun und betätigt sich als Modeberater. (Ergebnis: dunkelblauer Sweater mit orange/weißer Aufschrift.)
Wir räumen die Pflicht-Kaffeehäferl ab und versprechen, beim nächsten Besuch den Bären mitzunehmen. Seine Existenz hat sich auf der Insel herumgesprochen. 🙂

Peenemünde, Café am Deich

Ideales Wetter für einen Radausflug. Es zieht uns nach Peenemünde. Pflicht dort ist – unter anderem – das Café am Deich mit seinen 100 Kaffeesorten, den wunderbaren Kuchen (alter Hund oder tote Schnauze oder irgendetwas in der Art) und der netten Bedienung. Mich fasziniert immer noch, daß ich bei der Bestellung des Eistees nach der Teesorte gefragt werde. (Ich hab mich für „Zaubermond“ entschieden.)
Sehr fein hier!

Belohnung aus der Küche

Wahrscheinlich hat der beste Koch der Insel von unserem wagemutigen Abenteuer im Meer erfahren und belohnt uns dafür zum Abendessen mit einer ausgewählten Vorspeisenvariation genau von dort – aus dem Wasser. Appetitliche Schwänze von Garnelen und Langusten in verschiedensten Größen (den größten bringt der Koch persönlich, wie die Teller schon am Tisch stehen) und Zubereitungsarten kringeln sich da zwischen Toast, gschmackigen Saucen und – natürlich! – einer perfekten Tomate.
Wir werden hier verwöhnt! Wie heißt es so schön drüben beim Schlosser? „Freude herrscht“ 🙂

Wilde Kerle, wilde Wellen

Hab ich gerade vorher noch geschrieben, daß heute kein Strandwetter ist? Stimmt ja auch fast. Es hat bis in den Nachmittag hinein geregnet, ein kühler Wind geht, der Sand ist kalt und naß, die Ostsee wirft dunkelgrüne Wellen gegen den fast menschenleeren Strand. Die wenigen Touristen, die sich heute hierher verirrt haben, stapfen mit Windjacke und Kapuze am Meer entlang.
Wir wilden Kerle wollten eigentlich nur die Regenpause nutzen und „ein bißchen raus“. Wie wir aber dann so in den Dünen gesessen sind und auf die verführerischen Wellen gesehen haben, war uns bald klar: Wer, wenn nicht wir?
Also: splitterfasernackt ausgezogen und reingelaufen in die tosende Gischt. Saukalt wars und lustig ist anders, wenn ich ganz ehrlich bin, aber es war ein großes Piratenabenteuer. Wir sind die härtesten Ösis von ganz Trassenheide! 🙂
(Und bevor Mr. Blue jetzt wieder meine Angaben zur Wassertemperatur anzweifelt: Ja! Das ändert sich hier so schnell!)

Mein Schwein pfeift

Gleich in der Früh zeigt zeigt ein Blick aus dem Fenster Verwunderliches: Da geht ein Schwein spazieren! Völlig ungerührt watschelt es durch den Regen (heute kein Strandwetter) zu den Fahrrädern. Wie es merkt, daß die alle abgesperrt sind, trottet es weiter zu den Liegestühlen hinterm Haus. Ich bin mir sicher, daß es sich gemütlich draufgelegt hätte. Leider wurde es da dann schon entdeckt und zurück ins eingezäunte Eigenheim getrieben. Schade. Zusammen mit den vielen frei laufenden Katzen hier und den Hunden der Gäste hätte das Borstenvieh sich wunderbar gemacht beim Frühstück.

Nutellacounter

Blöd, wenn man die verstrichene Zeit an einem Nutellaglas wie an einer Sanduhr ablesen kann. Eine Woche ist rum, das erste Glas (immerhin 880g) leer. Ein kleines bißchen schämen wir uns schon für diesen Verbrauch. Aber nur ein kleines bißchen. 🙂

Suppe? Nö!

Unsere Bestellung zum Abendessen wird freundlich aufgenommen. Im Prinzip. Bis auf die Suppe. Da kommt als Antwort auf die Bestellung nur: „Nö!“
Wir wissen, was das heißt. Obwohl der Laden brummt, hat sich der beste Koch der Insel für uns eine besondere Vorspeisenüberraschung ausgedacht. Mhm! Die wunderbare Komposition aus Hendl und Blattspinat wäre ja an sich schon ein Lob wert gewesen. Das eigentlich Tolle dabei aber: die Tomate! Sie lag wunderbar gekühlt am Tellerrand, genau so, wie sie sein muß. Uns sind ja Tomaten so wichtig! 😉

Mölschow: Sommer- und Kinderfest

Meine Güte! Dieser Tag fährt Straßenbahn. Wir wollten ja nur ganz unschuldig beim Kulturhof in Mölschow Bouletten und Bockwurst essen. Is nich, Eingang zu. Wieso? Über das „Mitteltor“ erreicht man den Innenhof, wo heute das Sommer- und Kinderfest stattfindet. Gegen Eintritt und wegen der brütenden Hitze de facto unter Ausschluß der Öffentlichkeit, die ihre Kinder an den Strand geführt hat, aber einfach stimmungsvoll. Wir tauschen Essensmarken gegen Bier und Kartoffelsalat und erleben – Trommelwirbel! – „unser“ Duo Music Men mit dem Schlachtefest-Lied. (Schlachtefest ist erst in zwei Wochen, macht ja aber nix. *gg*)
Wie schaffen wir es bloß, immer in sowas rein zu kippen? 🙂