Work @ Frank’s

Rein dienstlich (eh klar) verschlägt es mich ins Frank’s. An sich sind Lokale im ersten Bezirk ja nicht wirklich meins. Dieses hier aber… Mhm! Schön! 🙂
Bei meinem Filetsteak haben sie genau kapiert, wie ichs haben will. Und die Dessertkarte erst!
Natürlich reden wir schön brav über neue Produkte und Prozesse. Eh klar. 😉
Lustig ist es mit 20 Kollegen hier. Die sind schon sehr gut drauf. *LOL*

Kantinengespräche: Apple MacBook

Ich blogge live aus der Kantine. Die Kollegin rechts von mir schwärmt von dem neuen Apple Laptop, den sie bekommen hat:

Mein Chef ist seit Montag dabei, mir die Bedienung zu erklären. Ich kann noch nicht wirklich selbständig etwas machen damit - wahrscheinlich werde ich es überhaupt kaum verwenden können. Aber es ist so benutzerfreundlich! Ab-so-lut cool!

Keine weiteren Fragen, Euer Ehren.

Mein nächstes Telefon? Nokia 808

Hach, schön. So sehr sich Mr. Flop auch bemüht, die Vorzüge von Windows Phone hervorzustreichen, die echten Innovationen finden immer noch ausschließlich auf Symbian statt. Neuester Streich: die PureView-Technologie.

Angeblich seit fünf Jahren arbeitet man an dem Verfahren, das nun am neuen Nokia 808 vorgestellt wurde. Obwohl Nokia schlagzeilentauglich „41 Megapixel“ in den Raum stellt, handelt es sich um eine Handy-Cam für 5, maximal 8 Megapixel. Für beste Bildqualität sorgen einerseits eine lichtstarke Optik mit einem Sensor, der mit rund 14mm Durchmesser auch viele Kompaktkameras in den Schatten stellt. Andererseits errechnet ein „Oversampling“ genanntes Verfahren die einzelnen Bildpunkte des späteren Fotos aus mehreren (in der Standardeinstellung: 8) Pixeln am Sensor-Chip. Deswegen ist es notwendig, so viele Pixel am Sensor unterzubringen; daher kommt die auf den ersten Blick bizarr anmutende Zahl von 41 Megapixeln. (Ja, man kann tatsächlich auch Bilder mit der vollen Auslösung von rund 40MP aufnehmen. Das ist wohl aber kaum mehr als Spielerei und liegt nicht mehr innerhalb der Qualitätsgrenzen von PureView.)

Die Technik, mehrere Sensor-Pixel für einen Bildpunkt zu nutzen, hat zwei Vorteile. Man kann so das Rauschen weitgehend herausrechnen, das kleinen Kameras immer wieder zu schaffen macht. Der zweite Vorteil: Mit der hohen Pixeldichte schafft man eine Alternative zum echten optischen Zoom und dem bisher gängigen digitalen Zoom. Ein 5MP-Bild ohne Zoom wird aus 8 Sensor-Pixeln pro Bildpunkt errechnet. Beim Zoomen wird dann - so wie beim klassischen digitalen Zoom - einfach ein Teil des Bildes herausgeschnitten. Im Gegensatz zum bisherigen digitalen Zoom gehen dabei aber keine Bildinformationen verloren. 5MP bleiben 5MP in gleichbleibender Detailtreue, ohne Skalierung, ohne Interpolation. Lediglich die Anzahl der Sensor-Pixel, die pro Bildpunkt verwendet werden können, sinkt mit zunehmendem Zoom-Faktor … das Bildrauschen bei schwierigen Lichtverhältnissen kann also ansteigen.

Natürlich bietet das 808 auch sonst das volle Programm, das man sich von einem Smartphone erwartet, vom FM-Transmitter über USB-OTG bis hin zum HDMI-Stecker und Surround-Sound. Eine Kleinigkeit könnte noch dazukommen: Angeblich handelt es sich beim verwendeten Betriebssystem bereits um die nächste Symbian-Version („Carla“), die nur aus Marketing-Gründen als „Nokia Belle Feature Pack 1“ verkauft wird. Wir erinnern uns: Nokia hat den Namen Symbian ab Belle aufgegeben und bezeichnet das OS jetzt nur mehr als „Nokia Belle“; Lumia statt Windows Phone, Asha statt S40, Belle statt Symbian. Es wäre nicht ganz unlogisch anzunehmen, daß man vom gerade erst eingeführten Namen nicht gleich wieder abgehen möchte, nur weil das System einen Versionssprung macht. Für die Annahme, daß es sich bei der Symbian-Version des 808 in Wahrheit um Carla handelt, sprechen die Versionsnummer 112 und die Browser-Version 8.2. Beide wurden zuvor mit Carla in Verbindung gebracht. Ein weiterer Anhaltspunkt sind die ersten Videos der Benutzeroberfläche. Die sieht zwar fast wie das jetzige Belle aus, ist aber wirklich wesentlich schneller. Angeblich wurde für Carla viel davon auf QML portiert, was diese deutliche Verbesserung erklären würde.

Wird das mein neues Spielzeug? Das C7 sucht dringend einen Nachfolger. Es ist über ein Jahr alt und war von Anfang an nur als Übergangslösung gedacht. Der Preis des 808 lädt auch zum Zuschlagen ein. Rund €450,- (ohne Vertrag/Steuern/…, wie üblich halt) soll es kosten. Das ist unschlagbar günstig für dieses Kraftpaket. Meine im Vergleich dazu weniger leistungsfähigen Lieblinge N9 und N900 haben sehr viel mehr gekostet.

PR 1.2 fürs Nokia N9

Da hat Nokia mal so richtig arg geschlampt: Das sehnsüchtig erwartete Software-Update fürs N9 („PR 1.2“) kam zwar zwei Tage früher als angekündigt, fällt aber in Summe enttäuschend aus. Die einzig wirklich praktischen neuen Funktionen sind Copy&Paste im Browser sowie die Möglichkeit, im Programm-Launcher Ordner anzulegen, so wie man das von Symbian gewohnt ist. Damit wird die Sache übersichtlicher. Spiele im einen Töpfchen, Lesezeichen im anderen, was man eh nie verwendet im nächsten … so hätte es von Anfang an sein sollen.

Alles andere sind entweder oberflächliche Spielereien (Sound-Effekte beim Schließen von Programmen) oder Dinge, die nicht funktionieren (Video-Editor). Apropos nicht funktionieren: Eine Reihe neuer Bugs in zentralen Applikationen wie dem RSS-Reader oder der Galerie gereichen der neuen Betriebssystem-Version auch nicht zur Ehre.

Daß schon die Update-Routine selbst fehlerhaft ist und bei ca. 91% hängen bleibt, ist da nicht weiter überraschend. Offenbar arbeitet man nur mehr mit stark reduzierter Mannschaft und ohne ausreichende Qualitätskontrolle an diesem Projekt. Schade drum.

ESC 2012: Meine aktuellen Favoriten

Trist schauts aus auf der Song-Contest-Front. Was bisher von den einzelnen Teilnehmerländern ausgewählt wurde, läßt nicht unbedingt die Hoffnung auf ein gutes ESC-Jahr aufkommen.

Wir lassen uns den Spaß trotzdem nicht verderben. Hier eine Übersicht über meine derzeitigen Top 10 - besser ausgedrückt über das, was ich am ehesten noch ertrage:

Rang Land Interpret Song
1 Frankreich Anggun Echo (You and I)
2 Island Gréta Salóme & Jónsi Mundu Eftir Mér
3 Schweiz SinPlus Unbreakable
4 Norwegen Tooji Stay
5 Deutschland Roman Lob Standing Still
6 Irland Jedward Waterline

7 Malta Kurt Cajella

This is the Night

8 Ungarn Compact Disco Sound Of Our Hearts
9 Kroatien Nina Badrić Nebo
10 Dänemark Soluna Samay Should’ve know better

Die Plätze 1-6 sind noch halbwegs OK, alles andere mußte ich schon aus dem Restmüll in die Top 10 schieben und drücken. Der Restmüll, das ist derzeit:

Daß ausgerechnet die Türkei heuer so ausläßt, enttäuscht mich besonders. Auf die war in den letzten Jahren immer Verlaß. Österreich hab ich natürlich aus der Liste rausgenommen, das eigene Land bewertet man nicht. Ebenfalls nicht in der Liste: Israel. Offiziell ist der Titel nämlich noch gar nicht bekannt gegeben worden, lediglich die Band steht fest. Inoffiziell wurde angedeutet, daß das Video auf Vimeo tatsächlich eine frühe Version des Beitrags für den Eurovision Song Contest ist. Falls das Zutrifft, kommt er bei mir wohl in die Top 5. Es wäre ein Lichtblick.

Ballaststoffe und Feenstaub

Hab ich gerade etwas von fehlenden Vitaminen und Ballaststoffen geschrieben? Denkste! Am Dessert gab es nicht nur wieder Friesenhof-Feenstaub, sondern auch jede Menge Obst. Himbeeren. Alles gesund also heute. 🙂

Wunnerbar

Was hier im heißen Fett brutzelt, ist unser Abendessen. Nach einer köstlichen Frittatensuppe (mit butterweichem Rindfleisch drin) gibts nämlich Backhendl mit zwei Kartoffelsalaten. Extrafein (Schlagobers in der Panier), saftig, weich, gschmackig. (Ich hab gerade versucht, irgendwo so Worte wie „Vitamine“ oder „Ballaststoffe“ in diesen Text einzubauen. Das ging aber beim besten Willen nicht.)

Weil wir zu Beginn erklärt haben, daß ein Dessert völlig überflüssig ist (immerhin gab es vor der Suppe Kaffee und Kuchen), wird jetzt gerade noch Paradieskrämö angerührt. Ein Gupf Süßes zum Schluß muß offenbar sein. 😉

Geil: Multikaufkannen

Thermoskannen in Hülle und Fülle. Das war das Programm, das wir für dieses Wochenende eingeplant haben. Multikauf bietet genau das. Dazu eine sagenhafte Auswahl an Küchengeräten, Klobrillen, Wäschespinnen, Gartenmöbeln, rosa Jäckchen, alles. Wirklich alles. Herzlichen Dank an den lieben Schlosser, der uns dieses Paradies gezeigt hat. Bei dem sitzen wir jetzt und genießen Kaffee, Kuchen und die Sonnenstrahlen, die durch die offene Terrassentür hereinkommen.

ESC @ ORF: Zweite Wahl statt zweiter Platz

Bevor jetzt jemand über meine chronische Lästerei lästert (denn ich bin mit den Trackshittaz natürlich gar nicht zufrieden): Im gestrigen letzten Stechen um das Ticket nach Baku standen schon die zwei Richtigen. Die Trackshittaz und Conchita Wurst waren die einzig denkbaren Möglichkeiten. Alle anderen Gruppen, auch hoch favorisierte, haben live auf der Bühne enttäuscht. Eine gute Studioproduktion ist eine Sache, ein gelungener Live-Auftritt eine andere. (Dabei meine ich in in erster Linie !DelaDap und 3punkt5, die’s wirklich brutal versemmelt haben.)

Obwohl ich also auch für die späteren Sieger Trackshittaz angerufen habe und sie im Vergleich mit dem sonst so Gebotenen gar nicht so übel fand: Die Idealbesetzung für den Song Contest sind sie nicht. Conchita Wurst wäre diese Idealbesetzung gewesen … eine genial eingängige Song-Contest-Hymne (das Schwedische Lied) mit einer perfekten Stimme und einem dramatischen Bühnenauftritt, eine Show, die überall in Europa verstanden wird.

Die Trackshittaz funktionierten gestern in erster Linie deshalb so gut, weil sie mit der Mitleidsmasche der „ewigen Zweiten“ Sympathiepunkte einfahren konnten. Außerdem beruht ein großer Teil ihrer Wirkung auf dem Wohlfühlgefühl, das der Mühlviertler Dialekt schon nach wenigen Silben verbreitet. Dieses Wohlfühlgefühl wird sich in Polen, Griechenland und Portugal nicht einstellen. Dort hört man eine Aneinanderreihung fremdartiger Laute, die so gar nichts Wohlig-Heimeliges an sich haben. (Selbst im benachbarten Deutschland wird der Sprachfaktor kaum ziehen: Wie bereits hier berichtet hielten die besten und liebsten „dütschen Kochs“ der Welt die Sprache, in der die Trackshittaz singen, für Russisch. Wegen der vielen Konsonanten.)

Obwohl ich also brav für die Trackshittaz und Conchita angerufen habe, find ich „Woki mit deim Popo“ jetzt gar nicht mehr so prickelnd. Was aber sagen andere? Wie kommentieren die Fans in Foren und Blogs?

Die wichtigste Stimme im Netz zum Thema Song Contest ist mittlerweile das Blog aufrechtgehn.de - kompetent, liebevoll, witzig und aufrichtig in den Contest verliebt. Unter dem Titel Wien: der geilste Arsch der Welt liest man dort:

Diesmal besannen sich die Österreicher eines besseren: die lustigen Bauerndiscoburschen Trackshittaz fahren mit der Bollerhetenstripschuppennummer ‘Woki mit Deim Popo’ nach Baku. Da stimmt dann sogar das Motto des Vorentscheids: “Österreich rockt den Song Contest”!

(Ich kann aufrechtgehn.de überhaupt nur wärmstens empfehlen; unterhaltsam und informativ, eine Perle im Internet.)

Etwas breiter sind die Meinungen auf esctoday.com gestreut:

Lūkmān Лукман:
The best song won 🙂 GOOO Austria. […]

Jay Nigrinis:
I just heard Conchita’s song, that’s a great song and could have done very well in Baku. What’s wrong with the Austrians in selecting such a crap song to represent them in Baku and living out a great song such as Conchita’s song? […]

Eurovisionary:
The name says it all. Shit!

Karl P.:
[…] Horrible beyond words. Don’t tell me they’re going to bring their performance to Baku. […]

Pete nostalgic:
Please don’t call this hip-hop! This is simply an awful thing I don’t undertand the lyrics, it may be funny for german speakers, but none of the rest will get it.

Shevek Urras:
You now what will happen? These guys are going to fail big time and then Austria is going to sulk again. It’ll serve them right.

Soweit das Netz in seiner unendlichen Weisheit. Meine Meinung: Österreich fehlt die Televoting-Connection, wir sind auf die Jury-Stimmen angewiesen, um es überhaupt ins Finale zu schaffen. Keine Jury wird an „Woki mit deim Popo“ Punkte vergeben. Das bedeutet: Österreich ist (wieder einmal) nicht dabei, wenn am 26. Mai die besten 24 Songs um den Sieg kämpfen.

ORF @ ESC: Wurst oder doch nicht?

Einen Tag vor der Österreich-Vorausscheidung zum Song Contest 2012 zeichnet das Internet ein klares Bild: Die Wurst wirds.

Wettbüros und Online-Umfragen sehen Conchita übereinstimmend ganz vorne - und zwar mit großem Abstand. Die online-Foren liefern zwar kein Ranking, geben aber ein Stimmungsbild. Auch hier: La Wurst immer wieder unter den Top-Favoriten der Poster. (Auch wenn - das muß man hinzufügen - in diesen Ecken des Netzes deutlich wird: Wer Kontschiquitita nicht liebt, der haßt sie. Abgrundtief. Gar so leicht wirds nicht für die Botschafterin österreichischer Landidylle.)

Auf den Plätzen 2 und 3 hat sich was getan: Die Trackshittaz sind immer noch vorne mit dabei, !DelaDap werden aber in den Rankings und bei Wettquoten immer mehr von Sidos 3punkt5 verdrängt. (Ein Trend, den die Foren nicht so mitmachen; da gibts noch genügend bekennende !DelaDap-Fans.)

Einer fehlt überall: James Cottriall. Ihm räumt kaum jemand Chancen ein, nicht für die österreichische Vorausscheidung, erst recht nicht für Baku. Auch ich kann mit seinem Song gar nichts anfangen. Warum ich ihn dennoch als einzigen aus dem restlichen Starterfeld erwähne? In den mir zugänglichen Charts (Ö3 Verkaufs-Charts, Nokia Music Download-Charts) hat er sowohl Conchita Wurst als auch die Trackshittaz deutlich abgehängt. Das ist umso bemerkenswerter, als derzeit noch eine zweite Single von ihm um das Geld der Käufer buhlt und ebenfalls in den Top 40 ist. Mal sehen, ob sich diese Verkaufszahlen auch in Telefonanrufen niederschlagen morgen.