Von Bienen und Puppis

Das Tier liegt faul in der Sonne und kaut abwechselnd an Bienen und Puppis. (Puppi: So heißt alles, was sie uns bringt, auf daß wir es werfen mögen. Heute ist es ein blaues Plastikkreuz.)
Das mit den Bienen, würd ich sagen, fällt noch unter „Lernfelder und Potentiale“. Aber wir haben ja den Privattierarzt in da house. Der Stachel ist schon wieder raus ausm Goscherl.

Apple, das Arschgeweih

Wenn jemandem die gleichgeschaltete Propaganda zum Rückzug des Führers aus der aktiven Politik auch solches Unbehagen bereitet wie mir, dann kann ich diesen Spiegel-Artikel empfehlen. Da gibts zwar keine neuen Enthüllungen und Fakten, aber endlich spricht jemand aus, was viele nur mehr hinter verschlossenen Türen zu flüstern wagen: Der Führer ist nackt. Die ganze Partei auch.

Friesenhof-Gedächtnis-Grillabend

Grillabende bei Wolfi und Raini auf der angenehm schattigen Nordterrasse sind ja sowieso Kult. Das weiß jeder Leser dieses Blogs mittlerweile. Diesmal wurden wir aber nochmal extra überrascht und verwöhnt: Eine mit mit viel Liebe zum Detail inszenierte, fast originalgetreue Kopie des Grillabends am Friesenhof sollte, das war wohl der Gedanke, unsere Sehnsucht nach dem Original ein bißchen stillen. Sa-gen-haft!

Alles war dabei: Suppe zu Beginn (18:00 Uhr übrigens, wie beim großen Vorbild), verschiedene Brotsorten, Salatbuffet (inkl. Kartoffelsalat), am Grill unter anderem Thüringer Rostbratwürste (!), eine Garnelenüberraschung, raffinierte Dessertvariationen, der (Achtung, Insider) spätnächtliche doppelte Espresso … Es war fast so, als wären die Anweisungen direkt aus der Küche in Trassenheide gekommen: Sogar der Feenstaub, den ich im Blog nie erwähnt hatte und von dem niemand wissen konnte, kam heute Nacht wieder zum Einsatz.

Gut, ein paar Kleinigkeiten gabs zu kritisieren. So führt der Weg zum Grill den Bratmaxen sowohl in Wien als auch in Trassenheide eine Showtreppe hinab, in Wien ist da aber von Show nix zu sehen. Keine Spur von den übermütigen, lebensfrohen Luftsprüngen. Auch fehlts Wien ganz klar am Nudelsalat. (Nicht daß wir ihn heute noch runtergebracht hätten, aber die Nudeln waren einfach zentrales Element des Wochenrhythmus.)

Weil aber eben sonst alles gepaßt hat - Köche, die sich persönlich um einen kümmern, freundlichste Bedienung rundum, beste Unterhaltung - haben wir bei Showtreppe und Co. gnädig ein Auge zugedrückt (es ist ja dann auch das Alter und so …) und sind extra lang geblieben, um den warmen, wolkenlosen Sommerabend zu genießen. Alles wie im Urlaub.

Perfekt! Vielen Dank, wir kommen wieder! 😉

(Grillabende am Friesenhof sind ja wöchentlich, nicht? *evilgrin*)

Endlich: € 50.000 Strafe für Facebook-Nutzung

Endlich hat sich mal jemand die Mühe gemacht, die Machenschaften von Facebook (siehe Facebook: The Uber-Capitalist Experiment) auf Basis einer zivilisierten europäischen Rechtsordnung (in diesem Fall: der des deutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein) zu analysieren. Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) kommt zu dem Ergebnis:

Fanpages bei Facebook und Social-Plugins wie zum Beispiel der „Gefällt mir“-Button verstoßen gegen das Telemediengesetz (TMG) und gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) bzw. das Landesdatenschutzgesetz Schleswig-Holstein (LDSG SH). Wer diesen Gesetzen unterliegt und eine Website unter Einbindung solcher Facebook-Plugins betreibt, muß mit Strafen bis zu € 50.000,- rechnen. Das ULD hat angekündigt, ab Ende September Maßnahmen gegen Websites zu ergreifen, die bis dahin der Aufforderung zur Entfernung der Facebook-Dienste nicht nachgekommen sind.

Die komplette Erklärung gibt es auf der Homepage des ULD als Presseinformation und ausführlich im 25seitigen Arbeitspapier „Facebook und Reichweitenanalyse“. Kurz gesagt ist das rechtliche Problem, daß Facebook über diese Plugins tatsächlich persönliche Daten sammelt - und das auf eine Art und Weise, die mit der deutschen Rechtslage nicht vereinbar ist.

Ich finds hoch erfreulich, daß hier mal jemand Nägel mit Köpfen macht und sehr detailliert und nachvollziehbar beschreibt, daß der Sumpf Facebook nicht nur moralisch und ideologisch verwerflich, sondern eben auch illegal ist. (Letzteres zumindest nach der Meinung des ULD.) Gespannt bin ich drauf, ob ähnliche Analysen demnächst auch in Bezug auf Google auftauchen.

Halloren

Hach! Ist das süß! Krieg ich doch heut als Geschenk glatt den Klassiker urlauberischer Kaloriensünden: original Halloren-Kugeln (Sahne-Cacao), direkt aus dem Netto-Markt in Trassenheide. In den ersten Jahren dort haben wir die Dinger kiloweise vernichtet. Das schlechte Gewissen haben wir damit beruhigt, daß wir Halloren auf der letzten Silbe betont haben: Hallorén. Das ist zwar nicht so ganz richtig, klingt dann aber wie Bepanthen, Mexalen, Voltaren… also wie aus der Apotheke und daher gesund!
So ein kleines Sahne-Cacao-Kügelchen, während man ins Sommergewitter schaut… und dann noch eins… Hallorén eben. Rezeptpflichtig! Suchtgefahr! 🙂

Trassenheide in s/w: 1965

Wenn man das Ende eines Urlaubs so gar nicht ertragen kann, kommt man auf seltsame Ideen … z.B. die, den Namen des Urlaubsortes auf YouTube zu suchen. Ist das witzig! Ein 8mm-Film, schwarz/weiß wie Gott ihn schuf, über einen Urlaub in Trassenheide im Jahr 1965!

Guckst Du hier! Unbedingt!

Nokia C7: Anna in da house

Seit gestern Abend hab ichs: Symbian Anna, das seit Monaten angekündigte Update für das, was ursprünglich mal Symbian^3 geheißen hat. Was es bringt, ist ja mittlerweile hinreichend bekannt und im Grunde gar nicht so dramatisch spannend: neuer Browser, bessere Tastatur, NFC-Funktion am C7 freigeschaltet und ein paar andere Funktionen, die ich eigentlich nicht brauche und die in erster Linie Geschäftskunden ansprechen werden. (Mehr Mühe mit der Aufzählung neuer Features machen sich Helmut Hackl hier und natürlich Nokia selbst.)

Wesentlich spannender als die paar Neuigkeiten (Anna ist, auch wenns nicht so rüberkommt, ein „kleines“ Update) sind die Probleme, die einen bei der Installation erwarten können … und natürlich deren Lösung. Das Anna-Update besteht mindestens aus drei, meist aus mehr Teilen. Zunächst installiert man über die Ovi Suite das Betriebssystem selbst. Das funktioniert noch problemlos, wenn die Server nicht gerade wieder überlastet sind. Danach muß man unbedingt die Pakete „Symbian Anna Update 1/2“ und „Symbian Anna Update 2/2“ nachinstallieren. Diese erscheinen (mit etwas Glück) sowohl in der Ovi-Suite als auch in der Update-Software des Telefons selbst. Erste Hürde: Niemand macht einen darauf aufmerksam, daß diese beiden Pakete zwingend dazugehören. Es empfiehlt sich also zu warten, bis die Ovi Suite nach erfolgtem Neustart unter Anna diese Pakete als mögliche Aktualisierungen entdeckt hat und zur Installation auffordert.

Hier wartet nun der nächste Ärger: Experimentierfreudige User wie ich haben unter Umständen bereits Systemkomponenten am Telefon, mit denen die Update-Routine nicht rechnet. (Besonders gefährlich: QtMobility, das z.B. im Nokia Sleeping Screen aus den Beta Labs zum Einsatz kommt.) In diesem Fall wird das Update mitten drunter abgebrochen, die Fehlermeldung ist völlig ohne Aussage bzw. irreführend. Auch eine Installation direkt vom Handy aus hilft nicht weiter. Sollte man in diese Lage geraten, empfiehlt es sich, den Anweisungen von bipul_fx hier im Supportforum zu folgen. Sie helfen, QtMobility auf die von Anna erwartete Version zurückzuschrauben, bevor das Anna-Update sein Werk tun kann. Bei mir hats funktioniert.

Was man wissen muß: Anna ist nicht der große Wurf, der nächste Schritt nach „Symbian^3“ (wie es nach der alten Versionsbezeichnung geheißen hat). Anna ist nach wie vor Symbian^3, ergänzt um ein paar Features, die sich nicht ausgegangen sind. Die nächste große Symbian-Version (ursprünglich als „Symbian^4“ angekündigt) kommt unter dem Namen „Belle“. Erste Videos sind bereits aufgetaucht. Gerüchteweise ist mit der offiziellen Release schon in den nächsten Monaten zu rechnen.

Erster Arbeitstag: Allah in der Primavera

Wien hat mich wieder. An den Urlaub erinnern nur mehr unbeantwortete Rezeptanfragen an Kochs (Wer fragt denn aber auch ernsthaft bei einer Wurscht nach dem Rezept?), gefühlte 21 Waschmaschinen-Ladungen (heißen Dank an Meri dafür, daß ich das alles nicht auch noch bügeln mußte) und dieses mein Blog, das ich selbst mit zunehmender Besessenheit lese. (Dafür gibts sicher ein lateinisches Wort.)

Was hab ich wieder? Die Abende zuhause, an denen mir der Schweiß dreckig glänzend im Gesicht steht. Wien im Sommer. 936 (gezählte, nicht gefühlte) ungelesene Mails im Outlook und ein Exchange-Server, der die Mails der letzten Tage gleich ganz vernichtet hat. Ihr Postfach ist voll. Zum Frühstück weder Buffet noch Prinz, dafür ein Radiowecker und ein leerer Kühlschrank. Ein Chef, der behauptet, er würde sich über meine Rückkehr freuen. Ich sollte dringend meine Arbeitsweise ändern. In der Kantine: Irgendwas alla [sic!] Primavera. Ich habs genommen und mir ein Stück vom Backenzahn abgebrochen. Alla ist eben doch nicht à la Primavera.

Meinen im Zug verlorenen Führerschein hat die Deutsche Bahn nicht gefunden. Im gleichen Etui war auch die Zutrittskarte fürs Büro; die haben mich trotzdem reingelassen. Oft hast a Pech. Wien hat mich wieder.

Zurück in Wien

Tja. Heute würd sich wohl ein Ausflug nach Wolgast anbieten; ab ca. 16:00 dann ab an den Strand; dazwischen Kuchenbuffet. Leider geht das alles nicht, der Zug hat uns unbarmherzig in Wien ausgespuckt. (Gestern gabs noch Mittagessen auf der Terrasse des Friesenhofs… entsetzlich, wie schnell das geht!) Einziger Gnadenakt der brutalen Bahn: irgendwo in Tschechien hat der Zug knappe zwei Stunden Verspätung aufgerissen. Klingt übel, hat für uns aber bedeutet: zwei Stunden mehr Schlaf, Ankunft am Westbahnhof um 8:00 statt um 6:00.

Berlin Hauptbahnhof

Man soll eben nicht mit lieben Gewohnheiten brechen. Statt der üblichen Currywurst hab ich mir beim Umsteigen in Berlin Hauptbahnhof beim Hopfingerbräu Bouletten bestellt. Das sollte man nicht tun, wenn man gerade aus Usedom kommt. Dem Vergleich mit den Bouletten aus Mölschow sind die in Berlin nicht gewachsen, erst recht nicht dem mit den liebevoll angerichteten Laberln aus dem Friesenhof. Notiz fürs nächste Jahr: keine so frivolen Experimente mehr; einfach bei der Currywurst bleiben.