Nokia N800/N810: „Zombie“ Diablo

Das Betriebssystem Maemo 4/OS2008 für die N8x0-Tablets wurde von Nokia Ende 2008 zu Grabe getragen. Der Codename der letzten Version lautete „Diablo“. Jetzt plötzlich lebt dieses totgeglaubte Diablo wieder:

Seit gestern gibt es die stabile Fassung des Diablo Community Project, die sich ganz einfach im Programm-Manager als SSU-Update installieren läßt - genau so, wie man es früher mit den Original-Nokia-Updates gemacht hat. Man muß nichts weiter tun als ein neues Repository hinzufügen. Details gibts auf der Wiki-Seite des Projekts.

Das Diablo Community Project ist ein Teil dessen, was aus den hochfliegenden Mer-Plänen geworden ist. Mer sollte Maemo komplett ersetzen: Nokia-spezifische proprietäre Komponenten, so war der Plan, sollten neu programmierter, freier Software Platz machen. Mer wäre somit komplett aus dem Einflußbereich von Nokia herausgelöst gewesen.

In der Praxis war das Projekt Mer zu umfangreich für die kleine Tablet-Community. Die Benühungen gehen nun in zwei Richtungen: Das Diablo Community Project bringt Bugfixes für die ohnehin freien Komponenten auf die N8x0-Tablets. Damit macht man keine großen Sprünge, beseitigt aber ein paar Lästigkeiten und eventuell sogar Sicherheitslücken.

Gleichzeitig arbeitet man an einer „N8x0 Hardware Adaptation“ von MeeGo: Wozu (wie in Mer) ein altes Betriebssystem „befreien“, wenn gerade ein viel moderneres, neues System auf den gleichen Fundamenten entsteht? Noch dazu mit viel mehr (bezahlten) Entwicklern? Eben. Der mittelfristige Plan ist also, eine Version von MeeGo so weit abzuspecken, daß sie auch auf der nun doch schon eher schwachbrüstigen N8x0-Hardware läuft. Sowohl die N8x0-Tablets als auch das N900 könnten aus dieser Quelle heraus unter Umständen noch auf Jahre hinaus mit Software-Updates versorgt werden.

Bis dahin: Diablo ist zurück von den Toten. Welcome back!

NDR 1 – Radio MV

2007 hatte ich die Idee zum ersten Mal: Ein kleines bißchen Urlaubsfeeling erschwindeln, indem man per Webstream den im Hotel Friesenhof omnipräsenten Sender NDR 1 - Radio MV hört.

Die damals „erfundene“ Variante (Wiedergabe am PC oder Tablet) hatte einen Schönheitsfehler: Tonqualität. Heuer ist das kein Problem mehr. Mein N900 hat einen UKW-Sender eingebaut. Es holt sich den Livestream aus dem Internet ab und pumpt ihn auf einer freien Frequenz weiter an meine Stereoanlage (oder jedes andere UKW-Radio in der Nähe). Musik von Dean Martin und ABBA, Staumeldungen aus Anklam sowie die Wettervorhersage für die Ostseeküste kommen nun in 1A-Qualität aus den Lautsprechern.

Sad people, ich weiß. Aber was solls. 😉

Fotos vom Nokia N9

Wer Chinesisch kann, ist klar im Vorteil: Auf baidu.com sind Fotos aufgetaucht, die angeblich einen Prototyp des N900-Nachfolgers „N9“ zeigen. Nokiasaga.com und Engadget haben die Story inzwischen übernommen; laut Engadget bestätigt die auf einem der Fotos zu erkennende Seriennummer: Das ist tatsächlich ein Nokia-Prototyp, kein billiger China-Klon.

Weitere Infos: Laut chinesischer Quelle entspricht dieser Prototyp noch nicht zu 100% den technischen Zeichnungen für das endgültige Gerät. Der geplante Erscheinungstermin, behaupten die Chinesen, ist die KW 48, das wäre um den 1. Dezember und damit ein Jahr nach dem Launch des N900.

„Heuer“: Austriazismen und Küchenbegriffe

Man braucht den Schlosser, um Deutsch zu lernen. In seinem brandaktuellen Frittatensuppen-Eintrag verlinkt er unter anderem auf die Wikipedia-Liste von Austriazismen, also von vor allem oder nur in Österreich gebräuchlichen Ausdrücken. Von dort aus gehts weiter zur Tabelle der regionalen Küchenbegriffe, die wir vor allem im ersten Jahr auf Usedom (das war 2004 - Wahnsinn!) gebraucht hätten.

Spannend und zeitlich passend find ich das vor allem heuer: Wir verwenden während unserer Urlaube da oben im Norden natürlich sehr häufig das Wort „heuer“, weil wir erzählen, was wir eben „heuer“ (im Gegensatz zum letzten Jahr oder zum Jahr davor) schon gemacht oder noch nicht gemacht haben. Sechs Jahre lang haben uns die Jungs und Mädels im Friesenhof verschwiegen, daß sie einfach nicht verstehen, was wir damit meinen. Erst heuer haben sie uns danach gefragt, und tatsächlich: Heuer ist ein Austriazismus! Das sagt man nur bei uns und (aufpassen!) in der Schweiz. 🙂 Ich hatte keine Ahnung. Ich hätt das für ein im ganzen deutschen Sprachraum gebräuchliches Wort gehalten.

Ebenfalls urlaubsspezifische Austriazismen, die ich nicht in dieser Kategorie vermutet hätte: Kasten und Polster. In ersterem hatte sich der Bär einmal versteckt (Ich hab schon den ganzen Kasten durchsucht! - Den Schrank? - Ja, den ganzen Kasten. - Den Schrank? …), letzteren brauch ich immer extra. 😉

Wieder da

Angekommen. Wien hat sein Make Up noch nicht aufgelegt und präsentiert sich so unfreundlich, wie es ist. Ab ins Bett jetzt!

Opavia Tatranky

Noch ein Vorteil eines tschechischen Schlafwagens: Opavia Tatranky, die Waffel schlechthin. Mhm! Das wird eine Nacht! 🙂

JLV Schlafwagen

Göttin seis gepfiffen und getrommelt! Wie schon auf der Hinfahrt bleibt uns auch jetzt beim Zurückfahren der ÖBB-Schlafwagen erspart. Wieder reisen wir mit den angenehm ruhigen und vor allem geräumigen tschechischen JLV-Wagen. Sehr schön! So lob ichs mir. Keine Beschwerdemail von mir diesmal. 🙂

Currywurst

Alles wie immer: In Berlin gibts eine Currywurst im Hopfingerbräu. Netterweise spielen sie hier für uns „Dancing Queen“. Warten auf den Zug … und am Nebentisch schon die ersten vertrauten Klänge: Rucksacktouristen aus Oberösterreich. Der Urlaub ist wohl endgültig vorbei. 🙁

Abschiedstränen

Der Himmel über Trassenheide weint bittere Tränen über unseren Abschied. Obwohl, wie uns beim Zahlen schelmisch grinsend erklärt wird: Es gibt ja auch sowas wie Freudentränen. 😉

Abschiedsessen

Eigentlich ist es ja ein trauriger Anlaß: Drei Wochen sind um, nach dem letzten Badenachmittag heute gibts nun auch das letzte Abendessen. *Schnüff*
Andererseits: Was für eins! Wir finden einen nicht nur besonders hübsch dekorierten, sondern auch mit vielen Geschenken beladenen Tisch vor. (Man kommt sich ganz schurkisch vor, wenn man sich dann mit leeren Händen hinsetzt … Aber wer ahnt schon, daß die hier Weihnachten im August feiern?)
Nach der Bescherung (ja, ich mußte die Packerl sofort aufreißen) gabs drei exklusiv für uns zusammengestellte Gänge mit (mal sehen, ob ichs noch zusammenkrieg): Schwein, Fisolen, Hendl, Kartoffelpuffer, Babykarotten, Hummer, Reis, Perlhuhn, Leber, Salat, Thunfisch, Karfiol, Winnetou-Teller-Würstchen, Kartoffelpüree, Bratkartoffeln, Eistorte, … und was immer ich jetzt vergessen hab.
Ach was, wir stehen ja ohnehin in der Küche, tut der beste Koch der Insel unsere Einwände von wegen „viel zu viel Aufwand“ ab. Na dann. 😉