Line Dance in Freest

Wie die Freester das mit dem Wetter machen – ich weiß es nicht. Wie schon in den Jahren zuvor strahlendster Sonnenbrandhimmel, diesmal aber (und das ist gut) zur Abwechslung mit ein bißchen kühlendem Wind. Perfekt für das berühmte Fischerfest also, das uns diesmal eine neue Attraktion zu bieten hatte: Im Festzelt gabs Country-Musik und (festhalten!) Line Dance! Da standen tatsächlich Eingeborene jenseits der 60 und gingen im Takt der Musik auf und ab, drehten sich und machten eigentümliche Geräusche mit den Absätzen. Sehr interessant!
Natürlich gabs auch die traditionelle Fahrt mit dem Riesenrad, Thüringer Rostbratwurst, Bouletten und die verzweifelten Versuche, kleine Stofftiere mit Greifarmen aus ihren Käfigen zu befreien. Freest wie es singt und lacht. Und wir mitten drin. (Nur die Festzeltbesatzung kommt nicht mehr aus dem Berliner Filmstudio; billige Raubkopien *g*)

U-Boot-Shop Peenemünde

Kysira, Du kannst beruhigt sein: Der U-Boot-Shop steht noch, Maik ist noch da (wenn auch nicht ganz ausgeschlafen heute – haben wir ihn aufgeweckt?) und es gibt sogar neue Motive auf den Kaffeehäferln. (Wobei Maik sich langsam ernsthaft fragt, was wir mit diesem jährlich wachsenden Arsenal von Kaffeehäferln mit Motiven der Nazis und der roten Armee in Wien machen … und nicht nur er.)
Weiter gehts mit der Fähre nach Freest.

Massage

Da soll noch einer sagen, es gibt nichts Neues und Aufregendes: Wir hatten heute Massage hier im Hotel. Is ja nur wegen der Gesundheit. 🙂 War aber verdammt gut. Kommt fix ins Programm, denk ich.
Beim Abendessen dann (nein, nicht im Hotel) wurden wir dann von einem wortlosen kleinen Onkel empfangen, der uns beim Abwischen des Tisches verschwörerisch zuraunte: Finger weg vom Schnitzel. Ihr kommt aus Österreich, Ihr wißt wie das schmecken muß.
Was der Bär damit zu tun hat? Nichts. Offenbar war er aber am Strand Muscheln sammeln und badet nun darin.

Strand am Morgen

Damit nach den ganzen Freßberichten ein bißchen Realität hier einkehrt und die geneigte Leserschaft einen Eindruck von einem Ostsee-Urlaubstag erhält:
Nach dem Frühstück auf der sonnigen Terrasse gehts um 9:30 ab an’ Strand. Einfach so, nur mit schrei-orangem T-Shirt und knallblauer Badeshort, setzt man sich aufs Rad, zischt 3 Minuten durch einen beeindruckend wohlriechenden Wald. Dann lehnt man das Rad gegen einen Baum, stapft die Dünen runter zum Meer, sucht sich eine kleine geschützte Ecke am Fuß der Dünen und reißt sich knallblau und schrei-orange wieder vom Leib, damit sich die Möwen nicht schrecken.
Hin und wieder streckt man den Kopf nach hinten und blinzelt in den blauen Himmel. (Das Foto ist nicht verkehrt; man sieht das so, wenn man am Rücken liegt.)
Gegen Mittag gehts zurück zum Hotel. Einerseits, weil Frau im Spiegel und Co. immer vor den Gefahren der prallen Mittagssonne warnen. Andererseits und vor allem aber, weil man das Kuchenbuffet am frühen Nachmittag nicht verpassen möchte und bis dahin der Sand aus den Haaren gewaschen sein muß.
Urlaub is was Feines. Echt. 😉

Prüfungsessen

Unseren heutigen Faultag (muß auch mal sein, ist ja Urlaub) hat eine 2-Mann-Delegation aus der Küche mit einer ganz besonderen Spezialität gekrönt: dem 1a-Prüfungsdessert. Wir konnten nur bestätigen: Prüfung zu Recht bestanden. Diese pralinesque Gefrorenenkreation mit Erdbeeren war eine echte Sünde (mit Liebe zubereitet eben, sowas schmeckt man *g*).
Hab ich heuer eigentlich schon über irgendwas anderes gebloggt als übers Essen? Das kriegt hier alles gefährlich Schlagseite. 🙂

Waffeln und Grillerei

Begonnen hats ja mit dem guten Vorsatz: Heute nichts vom Kuchenbuffet. Der beste Koch der Insel hat das mitbekommen und wollte es genau wissen. Statt Kuchen gabs frische, extra für uns zubereitete Waffeln ungefragt auf den Tisch. (Allein wie dieses Zeugs duftet! Mhm!)
Nach extra viel Ostsee zwischendurch (wir geben uns der Illusion hin, daß das Rumplantschen die Pfunde wieder purzeln läßt) haben wirs rechtzeitig zu Beginn des mittlerweile nicht nur unter Hotelgästen beliebten Grillabends auf die Terrasse geschafft. Salate, Spieße, Würschtl, Koteletts, nochmal Salate … und das alles mit viel Liebe serviert. 😉
Ach ja, auch beim Grillen gabs zwei „Extrawürschtln“ für uns, die ganz plötzlich und ohne Vorwarnung am Tisch standen. Extra-extra-fein. Lovin’ it!

Strafpudding

Wenn man nach dem Fremdgehen (Zinnowitz) heimkommt, soll man sich tunlichst nicht erwischen lassen. Sonst gibts Saures. Bzw. eben Süßes. Heute geschehen: Der beste Koch der Insel steht dummerweise gerade hinten vorm Kücheneingang, wie wir mit den Rädern ankommen. Er erklärt uns streng, daß Fremdessen bestraft wird und daß wir uns daher auf der Terrasse einzufinden haben. Wenige Minuten später löffeln wir feinsten Schokopudding. Vielleicht lassen wir uns ja wieder mal beim Fremdessen erwischen? 🙂

Obertauern

Aufmerksame Leser wissen: Zu einem kompletten Usedom-Urlaub fehlt noch was. Richtig. Worauf alle gewartet haben, fand heute statt: das erste Abendessen in der Primavera in Zinnowitz. Eigentlich alles, wie es sich gehört … Essen, Service … nur die Begrüßung fiel aus dem Rahmen. Der neue Kellner wollte nämlich gleich zu Beginn wissen: Waren Sie mal in Obertauern? Ich darauf: Nein, Friesenhof. Er: Ah. Aber kaum verändert … im Gesicht.
Tatsächlich kennen wir einander vom Friesenhof. Der junge Mann hat uns 2005 einen Sommer lang Bienenstich auf der Terrasse serviert und zum Abschied den unvergeßlichen Spruch mit der Hand geprägt. Auch heute beweist er Schlagfertigkeit. Das muß einem erst mal einfallen, was der so im Vorbeigehen aus der Hand (ha!) schüttelt. 🙂

Sonne, Sonne, Strand

Nach der vielen Radfahrerei ist ein bißchen Strand grad recht. Im Sand liegen, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und eben diesen hin und wieder zum Kühlen in die Ostsee tragen. Eine Möwe beobachtet uns dabei. Sonst ist wenig los.