MeeGo für Handys: Developer Preview (auch fürs N900)

Nach der ersten eher langweiligen Release gibts seit heute die Developer Preview für das Handy-Interface von MeeGo - inklusive einer Version für das N900.

Die „Handset Reference User Experience“ ist das User Interface, das jeder Handy-Hersteller quasi freihaus geliefert bekommt, wenn er MeeGo-Produkte bauen will. Selbstverständlich kann er es ändern, erweitern, … oder auch ganz etwas anderes verwenden. Es spricht vieles dafür, daß Nokia für den N900-Nachfolger („N9“?) nicht die heute in Ansätzen vorgestellte Standard-Variante des User Interface verwenden wird. Details sind aber unbekannt, daher: Schauen wir uns an, was wir haben.

Es gibt Screenshots, ein Video (das MeeGo auf einem Intel-Gerät zeigt), ein Dokument über Designrichtlinien der Benutzerobefläche (interessant!) und eine Downloadseite, auf der ganz Mutige sich im Lauf der nächsten Stunden oder Tage dann angeblich auch eine Version für das N900 herunterladen können. Ich werd mich wohl zurückhalten: Die Funktionalität ist noch sehr eingeschränkt, unter anderem ist Telefonieren nicht möglich. Macht nichts, ist ja auch nicht für Endkunden gedacht, sondern für Entwickler. Mal sehen, was da noch alles kommt bis September/Oktober.

(Andererseits … neugierig könnt ma schon werden. Vielleicht doch? Mal sehen, was morgen die Web-Community so schreibt über eigene Erfahrungen.)

Plachutta, Max und Moritz

Einfache Menschen feiern ja, so hört man, nur einen Geburtstag. Wieso eigentlich? Es macht doch viel mehr Spaß, gleich mehrere Geburtstage zu feiern. Eine ganze Woche!

Meine „Geburtswoche“ neigt sich dem Ende zu. Heute gabs noch mal Päckchen satt sowie ein saugutes Filetsteak beim Plachutta. Das alles zu sanfter Hintergrundmusik von Tarkan und mit einigen neuen Max & Moritz Geschichten, die selbst Wilhelm Busch nie zu sehen bekommen hat und in denen Pfeffer und heißes Wachs eine Rolle spielen.

Ich glaub wir behalten das jetzt so bei. Eine Woche ist das Minimum, sonst wirkts nicht. 😉

Schwedische Hochzeiten, ABBA und warum ich die Dancing Queen bin

Die „schwedische Hochzeit“ vor einigen Tagen hab ich ja kaum wahrgenommen. Prinzessin Victoria und Daniel Westling haben ohne mich geheiratet. Wie sich erst jetzt herausstellt, war das ein Fehler. Man hätt dabei sein müssen - ABBA waren es nämlich mit „Dancing Queen II“ … fast zumindest. Aber der Reihe nach:

Dancing Queen (Teil I) erlebte seine Uraufführung am Abend vor der Hochzeit von Carl Gustaf XVI von Schweden mit seiner Silvia. Bei einer Gala in der Oper traten ABBA in historischen Kostümen auf und sangen zum ersten Mal den Titel, der einer ihrer erfolgreichsten werden sollte. Am Ende der TV-Aufzeichnung sieht man die noch unverheiratete Silvia Sommerlath und den König freundlich applaudieren.

Nun, dem Hof scheints gefallen zu haben. 34 Jahre später gibts wieder Musik aus der Feder von Benny Andersson zur königlichen Hochzeit. „Vilar glad. I din famn“ wurde während der Zeremonie in der Nikolaikirche uraufgeführt und klingt dann doch etwas anders. 34 Jahre lassen sich nicht verleugnen. 😉

Was das alles jetzt noch mit mir zu tun hat? Das Datum. Carl Gustaf und Silvia haben am 19.6.1976 geheiratet. Die Uraufführung Dancing Queen war daher am 18. Juni - an meinem Geburtstag. Dancing Queen war ABBAs Geburtstagsgeschenk für mich. Mein Lied! 😉

Fußball

Kann mir jemand erklären, warum irgendwelche nationalistischen Hohlköpfe ausgerechnet dann grölend und Fahnen schwenkend den Gürtel blockieren müssen, wenn ich eh schon zu spät am Weg zum Zug bin? Und warum die Polizei tatenlos zusieht, statt sie niederzuknüppeln? 🙁

Das große Dingsbums

Coconut Airline war gestern (genauer: vor eineinhalb Jahren). Heute ist das große Dingsbums. Premierenabend. Eine völlig irres Experiment mit depressivem Tod, züchtigen Eizellen und einem Ehemann, der erkennt, daß er eigentlich auf behaarte Männerärsche steht - nachdem er keinen Frühstückskaffee bekommen hat.

Gewürzt (haha! Wortspiel!) wurde das ganze, wie schon anno 2009, mit lecker Häppsche aus der Warmen Küche. Die hab ich so gierig in mich hineingestopft, daß mein Sakko voll cremefarbener orientalischer Soßenflecken ist.

Apropos: Sehr charmante Begleitung hab ich mir organisiert für den Abend. Vom Fach, ausgesprochen vorzeigbar, tja … einfach in jeder Beziehung passend. 😉

Fazit: Ein Theaterabend zum Nochmal-Ansehen. Vielleicht klappts dann auch mit der Klospülung. 😉

Update: Die Fotos sind online! Einmal ein Album mit Bühnenfotos und hier noch eins mit Buffet und Gästen.

N900 als Datenspion: Nokia schweigt

Ich hätt ja aus Höflichkeit auch den Mund gehalten, aber das Schweigen aus Finnland wird einfach schon zu laut und aufdringlich. Wir machen die Geschichte jetzt öffentlich - Randall hat damit begonnen, Andre hat heute darüber geschrieben, also erzähl auch ich was Sache ist: ungefragte Datenweitergabe, Zwangsregistrierung, automatischer SMS-Versand auf Kundenkosten, … und wie mans verhindert (falls es nicht schon zu spät ist).

Im Zuge des Firmware-Updates auf Version PR 1.2 sendet das N900 eine SMS an eine Nokia-Rufnummer, die das Gerät für den Zusatzdienst My Nokia registriert. Das wär jetzt an sich gar nicht so entsetzlich schlimm (My Nokia ist ein harmloser und völlig nutzloser Verständigungsdienst für Software-Updates), wenn da nicht eine Kleinigkeit wäre: Man kanns nicht verhindern. Der Dialog, der einen beim ersten Start nach dem Update über die Nutzungsbestimmungen von My Nokia informiert, gibt keine Wahl zwischen „Annehmen“ und „Ablehnen“, zwischen „jetzt registrieren“ und „später registrieren“. Man kann dort nur „Weiter“ klicken - und ist damit angemeldet. Welche Daten (außer der eigenen Telefonnummer) noch an Nokia übermittelt werden ist unbekannt. Ein Mitglied der Maemo-Community hat sich aber die Mühe gemacht herauszufinden, welche Daten dieses Registrierungsprogramm zunächst einsammelt. Das Ergebnis der Recherche ist hier nachzulesen.

Die Registrierung erfolgt mit einer SMS, die das Gerät auf Kosten des Benutzers an eine von Nokia definierte Nummer schickt. Man kann diese Registrierung zwar sofort wieder in den Systemeinstellungen rückgängig machen, aber auch das erfolgt per SMS - und wieder auf eigene Kosten. (Wenn es denn funktioniert: viele Benutzer klagen darüber, daß sie bei diesem Versuch nur Fehlermeldungen erhalten.) Ob die übermittelten Daten nach einer Abmeldung vom Nokia-Server gelöscht werden, ist natürlich nicht kontrollierbar.

Am 25.5. begann darüber eine Diskussion im Maemo-Forum. Zwei Tage später wurde der offizielle Bug-Report erstellt. Das erste Mal auf einem Blog tauchte der Vorwurf am 10.6. auf. Zwischenzeitlich gabs auch Versuche, die Sache über Mails an bekannte Mitarbeiter des Maemo/MeeGo-Teams bei Nokia zu regeln. Allein: Finnland schweigt. Keine Erklärung, keine Antwort, keine Reaktion.

Dabei ist die Sache durchaus würdig besprochen zu werden. Einzelne Benutzer teilen im Forum mit, daß die Benutzungsbedingungen für My Nokia in ihrem Land nicht gesetzeskonform sind. Andere meinen, der gesamte Mechanismus der automatisierten Registrierung würde gegen lokale Rechtsvorschriften verstoßen. Egal wie die juristische Lage tatsächlich aussieht: Vor allem das Image von Maemo als „gutes“, „offenes“ Betriebssystem (im Gegensatz vor allem zu Googles Datenkrake Android) steht auf dem Spiel. Maemo-User reagieren, wie die Diskussionen zeigen, empfindlicher auf solche Dinge als Benutzer anderer Produkte.

Krisenmanagement findet bei Nokia diesbezüglich durch Schweigen statt. Man hält sich beide Ohren zu und singt lustige Lieder, um die Beschwerden nicht hören und nicht beantworten zu müssen. Erstmals wünsche ich mir Steve Jobs im Maemo-Team: Not that big of a deal als Antwort wäre zwar eine unverschämte Frechheit, aber 10x besser als das, was Nokia derzeit bietet.

Immerhin: Für die, die noch nicht auf PR 1.2 upgedated haben, gibt es einen Workaround für das Problem: Im Maemo-Wiki wird eine Möglichkeit beschrieben, wie die Zangsregistrierung unter bestimmten Voraussetzungen zu umgehen ist.

Compiz-Fusion: Ursache für fehlende Fensterrahmen gefunden

Anfang 2007 hab ich meinen Gnome-Desktop „dreidimensionalisiert“ und aus lauter Stolz gleich ein Video mit einigen frühen Effekten online gestellt. „Beryl“ hieß das Programm damals, einige Zeit später wurde daraus dann Compiz-Fusion.

Im Oktober 2009 wars dann vorbei: Nach einem gröberen Systemupdate hat der 3D-Desktop die Fenster ohne Titelleisten und Rahmen dargestellt und wurde damit unbedienbar. Keiner der im Web zahlreich angebotenen Tricks hat funktioniert … und mir ist irgendwann die Geduld ausgegangen. Wer braucht die Spielereien schon?

Zufällig bin ich heut über ein Problem gestolpert, das jemand anderer mit Compiz Fusion hatte … und auf einmal war die Lösung klar: Nicht Compiz Fusion selbst war die Ursache (drum hat auch das wiederholte Neucompilieren nichts gebracht), sondern der Theme Manager Emerald. Die Lösung ist beschämend einfach: Man muß nur das Emerald-Konfigurationsverzeichnis (meist ~/.emerald/) löschen. Basta. Es wird beim Start von Compiz Fusion neu angelegt und alles dreht sich wieder. Wie schön!

Veldener Traumschiff

Schatten und Fruchteisbecher (mit eckten Fruckten) direkt am See. Dazu 5-Uhr-Tee-Musik, beige alte Frauen aus Deutschland… Da kommen wir wieder her! 🙂

Velden gehört mir

Menschenscheue Wesen wie ich beziehen nicht einfach ein Zimmer in einer Frühstückspension. Sie beziehen die ganze Pension. So eben jetzt ich. Haus Neumair in Velden steht zu 100% zu meiner Verfügung. Fotos hier.