Strandkorbfoto

Wir sitzen gerade im mit großem Abstand lustigsten Lokal der Insel und warten: 25 Minuten bis zur Bestellung, 35 Minuten bis zum ersten Getränk, 45 Minuten bis zur Vorspeise … In all der Zeit beobachten wir engagierte junge Auszubildende, die einzelne Biergläser vorsichtig und mit beiden Händen quer durch den Gastgarten tragen. Manchmal sammeln sie sich auch traubenartig um einen Tisch und liefern dort Speisen aus, die die Gäste gar nicht haben wollten. Der Papa hinter uns erklärt seinem Junior seit 15 Minuten, daß sein Putengeschnetzeltes sicher ganz bald kommen wird.
Was mach ich also mit all der Zeit? Ich liefere das versprochene Strandkorbfoto nach! Ganz frisch von heute Nachmittag. (Sonne, Strand, Schwimmen, Sonnenbrand, …) Ich hoffe die Bemühungen werden geschätzt: Es war gar nicht so einfach, die Szene so einzufangen. Immerhin waren wir am FKK-Abschnitt, da schätzen es die Leute nicht so, wenn man bekleidet mit dem Fotoapparat hantiert. 🙂

Update: Es hat 75 Minuten gedauert, bis wir (nach einer Urgenz) endlich das Hauptgericht bekommen haben. Unglaublich. Den Abend gerettet hat uns dann, wie üblich, der Friesenhof. Kaum dort angekommen wurden wir mit der größten Portion Eis getröstet, die ich je in meinem Leben zu mir genommen habe. Eine wirklich feine Eistorte, nett angerichtet, mit einem freundlichen Gruß aus der Küche. Vielen Dank!

11,68 km, 15 km/h und Pizza

Es war zunächst ein Krimi- und Kuchen-Tag (ich hatte, wie üblich, krebsrote Haut und wollte tagsüber nicht in die Sonne). Am Abend aber - nach einem langen, entspannenden Bad in der Ostsee - wars endlich an der Zeit, die Pizzeria Primavera in Zinnowitz für heuer „einzuweihen“. Nach wie vor perfekt, deshalb gabs auch gleich drei üppige Gänge. (Man hat uns übrigens gleich wiedererkannt und trotz bis auf den letzten Platz besetzter Terrasse eilig einen Tisch für uns organisiert.)
Seit heute weiß ich auch, daß wir auf der Fahrt vom Friesenhof hierher und zurück in Summe 11,68 Kilometer zurücklegen, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h. (Wenn alles gut geht, hängt irgendwo an diesem Eintrag eine Datei, die man mit Google Earth öffnen kann und die die Strecke darstellt.) Wie viel Eis kann man dafür extra essen, rein kalorientechnisch? Kann das jemand ausrechnen? 🙂

3 Würschtl

Nach dem Radausflug nach Peenemünde und einem anschließenden Bad in der Ostsee (so mit Schwimmen und Wellen und einem verwaisten Wasserball) haben wir uns ein anständiges Abendessen redlich verdient. (Nicht daß ich fürs Essen hier jemals eine Entschuldigung gebraucht hätte, aber trotzdem …)
Der Friesenhof bietet jeden Mittwoch großen Grillabend. Ein Grill von der Größe einer Lokomotive wird fachmännisch bedient und spuckt neben Rippchen und Putenspießen auch die von mir schon im letzten Jahr so geschätzten Bratwürstel aus. Drei Stück davon hab ich mir gegönnt - und einen Putenspieß. Dazu zwei große Alsterwasser. Das ganze an einem lauen Sommerabend auf einer Terrasse mitten im Grünen … sehr, sehr hoher Suchtfaktor. Ich glaub ich bleib einfach noch ein bißchen und gönn mir ein Eis. 🙂

Peenemünde, U-Boot-Shop

Aufregung! Veränderung! Der U-Boot-Shop in Peenemünde hat nicht nur neue Kaffeehäferl im Sortiment, sondern auch und vor allem eine komplett neue Außendekoration (sagt man bei so einem Kiosk „Fassade“?). Statt dem früheren weiß-blau jetzt überwiegend schwarz, passend zum U-Boot selbst. Gottseidank hat sich am freundlichen Service nichts geändert. Maik schenkt uns eine besonders häßliche Ansichtskarte und meint, wir könnten damit unsere Lieben zuhause erschrecken.
Nach so viel Veränderung war etwas Altvertrautes fällig: Das Historisch Technische Informationszentrum ist immer noch so, wie wir es von unserem ersten Besuch 2004 in Erinnerung haben. Nur die V2 steht jetzt neben der renovierten Trassenheidener S-Bahn. Soll sein. Raketen fliegen nun mal gerne rum.
Ach ja: Hier sind Wespen. Da geb ich den Marienkäfern aus Karlshagen dann doch den Vorzug.

Strandkorbidyll

Historische Momente haben es so an sich, daß man nie einen Fotoapparat dabei hat. So auch heute: Wir radeln an den Strand von Trassenheide (also den echten, touristisch erschlossenen Strand, nicht unser einsames Fleckchen direkt beim Hotel) und kapern zum allerersten Mal in sechs Jahren Usedom einen Strandkorb. So schön! Ich bin ja überhaupt erst ein einziges Mal in meinem Leben in einem Strandkorb gesessen. Das war 1997 mit Uta in St. Peter-Ording.
Heut hab ich beschlossen, daß das nächste Mal nicht wieder erst in mehr als 10 Jahren sein wird. Der Strandkorb hat mein Herz erobert, auch wenn ein paar Leute mehr rundherum sind als ich es von „unserem“ Strand gewohnt bin (und man nicht nackelig ins Wasser kann.)
Ein weiterer Strandkorb-Tag ist also fix eingeplant. Schon allein des Fotos wegen.

Faulheit

Das wird, fürchte ich, der mit großem Abstand faulste Urlaub aller Zeiten. Ich schlafe tief und fest … Das allerdings nicht nur in der Nacht, sondern praktisch auch den ganzen Tag über. Unterbrochen werden diese Mützlorgien nur von gelegentlichen Ausflügen auf die Terrasse, wo es Eiskaffee und WLAN (letzteres heuer erstmals hochoffiziell, dafür kostenpflichtig) gibt.
Einzige erwähnenswerte Aktivität war ein Ausflug nach Karlshagen gestern. Dort wird der soziale Wohnbau direkt am Küstenwald munter fortgesetzt: kleine, reetgedeckte Häuschen mit direktem Zugang zum Strand … Wer will dort schon wohnen? Oder gar den Sommer verbringen? Noch beeindruckender aber war die Marienkäfer-Invasion. Un-glaub-lich. Tonnen dieser Biester liegen dort wie Herbstlaub auf der Straße, fallen vom Himmel in die Haare oder - noch schlimmer - in die Knoblauchcremesuppe. Ich hab noch nie so viele dieser Käfer auf einmal gesehen. Man hat sie überall: auf den Armen, im Gesicht, am Hemd, auf der Hose … Wie in einem Horror-Film. (OK, es würden sich wenige Menschen vor dem Angriff der Killer-Marienkäfer fürchten …)
Sodale. Der Kaffee ist ausgetrunken. Eine Runde Nachmittagsschläfchen bietet sich an. Störend nur, daß die Sonne direkt ins Zimmer scheint …

Strand!

Erster Strandabend. Fühlt sich an wie Urlaub. Hier bleib ich. 🙂

Von Schafen und Prinzen

Aahh… Erstes Frühstück. Kaffee (mit Betonung auf dem „a“) und Nutella satt. Es gibt Schafe heuer. Dafür keine Prinzen mehr. Auswirkungen der Krise wahrscheinlich. 🙂
Ach ja, apropos: Gustav ist auch noch da. Hat uns gestern noch freudig begrüßt.

Salat Sportiv

Das hatten wir doch schon mal: Wir kommen an und es regnet. Also nix mit Terrasse. Macht nichts. Den jährlichen Salat Sportiv, den letzten Rest guten Willens am Beginn eines jeden Urlaubs, gibt es trotzdem. Ab morgen dreht sich dann eh wieder alles um Frühstücksbuffet, Nachmittagskuchen und Schokotraum. 🙂

100 Minuten

100 Minuten Verspätung hat der Nachtzug. Paßt ja: Die Anschlußzüge von Berlin fahren im 120-Minuten-Takt, und die ursprünglich geplante Umsteige-Verbindung wär eh ein bißchen gar knapp gewesen. Somit ist es jetzt ideal. Keine lange Wartezeit, alles easy-cheesy.