Spooky People Under the Sun

So sieht es in Velden aus, wenn Christa Kummer Kälte und Regen ankündigt. Es ist angenehm warm, kaum ein Wolkerl am Himmel… und Velden wird überhaupt immer netter. Nur die Touristen hier: spooky. Edel-Krocha mit ein bißchen Hietzinger Einschlag. Aber man muß ja nix reden damit, nur belustigt zuschauen. 🙂

Velden: Gewichtszunahme

Ich hab hier den „offiziellen Wörthersee-Führer“ aus dem Jahr 1927 entdeckt. Da stehen die Wahrheiten, die die heutige Fremdenverkehrs-Propaganda unterschlägt:

In erster Linie muß die wohltätige Einwirkung der Veldener Bäder auf alte Leute angeführt werden. Es ist eine Freude, zu sehen, welche Wirkung schon eine Badesaison auf bejahrte Kurgäste ausübt; der Gang wird elastischer, die Gesichtsfarbe frischer, das ganze Gehaben jugendlicher. Zugleich ist auch eine meist beträchtliche Gewichtszunahme zu verzeichnen.

Das wenn ich gewußt hätte. Jugendliches Gehaben hin oder her, aber die Sache mit der beträchtlichen Gewichtszunahme ist doch irgendwie bedrohlich. Nichts wie weg hier! 😉

Velden

Trotz aller anderslautender Wettervorhersagen: sonnig, trocken und warm. Nach einem gewohnt üppigen “Haus-Neumair-Frühstück” und dem ersten Lagerhaus-Besuch meines Lebens mache ichs mir mit lecker Kaffee auf der Terrasse gemütlich. Die Sonne scheint mir auf den Bauch, überall zwitschern Vögel, bunte Schmetterlinge sehen mir fasziniert beim Bloggen zu und die Lokalzeitung warnt alte Männer vor den Gefahren junger Liebschaften aus dem Gefängnis. Was für ein Tagerl!

Verspätungsursache

“Werte Fahrgäste, wegen einer Verspätungsursache ist unser Zug derzeit verspätet.” - Na gut daß mans weiß.

ÖBB-Geisterzüge

Für eine Zugfahrt möchte ich sicherheitshalber einen Sitzplatz reservieren. Computer sagt nein: ZUG/STRECKE/DATUM/DIENSTLEISTG UNVEREINBAR (aus dem Buch „How to write a Fehlermeldung where everyone calls the Hotline“).

Ein Anruf bei der ÖBB-Hotline bringt Klarheit: Es handelt sich um einen eingeschobenen Zug, der ist nicht im System drinnen, erklärt mir ein freundlicher junger Mann, um dann eilig nachzuschieben: Sie brauchen sich aber keine Sorgen machen, er fährt trotzdem! Ganz sicher! Die ganze Strecke! Ich bin selbst schon mal mit so einem gefahren.

Das find ich ja jetzt nett: Die ÖBB halten es für notwendig zu versichern, daß ein im Fahrplan aufscheinender Zug auch wirklich fährt. Ich glaub, ich frag jetzt sicherheitshalber jedes Mal nach. 😉

Nokia N900 – seit 2005 geplant?

Gerade vorgestern erst gabs die letzten „N900“-Spekulationen hier. Heute weiß man schon wieder Neues rund um das vorläufig „N900“ oder auch „Rover“ genannte Nachfolgemodell des N810, diesmal allerdings eher auf der Meta-Ebene. (Ich seh das alles metaphysisch.)

Peter Schneider ist für das Marketing der Maemo-Software-Abteilung bei Nokia zuständig. Er schreibt vor wenigen Stunden im Userforum so ganz nebenbei:

[…] the influence of Maemo Software will actually grow starting from 1st of June when we will become Maemo Devices, when our hardware, software and product integration folks are joined to one unit being able to work together even better and faster.

Das war bisher nicht bekannt und ist eigentlich eine viel größere Sensation als die „N900“-Gerüchte: Ab 1.6.2009 organisiert Nokia um. Statt der bisherigen Abteilung für Maemo Software, die die Plattformentwicklung für die Tablet-Reihe vorangetrieben hat und nicht mit Hardware-Designs betraut war, gibt es eine neue Abteilung „Maemo Devices“. Plural. Inklusive Hardware und Produktintegration.

So etwas tut man nicht, wenn man einfach nur einer seit 2005 existierende Produktserie für einen kleinen Nischenmarkt ein weiteres Modell hinzufügen möchte. Umorganisationen sind immer teuer und unangenehm. Die führt man durch, wenns auch was bringt. Womit wir wieder bei der Rolle wären, die die Plattform Maemo bei Nokia in Zukunft spielen wird - und bei der Frage, ob es wirklich nur ein „N900“ oder womöglich gleich mehrere Geräte (siehe RX-71) geben wird.

Nach den Diskussionen der letzten Tage, die ich mit Nokia-Mitarbeitern (und vor allem mit Ex-Nokia-Mitarbeitern) geführt habe, bin ich ziemlich sicher:

  1. Es wird mehr als ein Gerät geben.
  2. Nokia wird versuchen, auf Basis von Maemo eine Geräteklasse oberhalb von Symbian/S60 (und in direkter Konkurrenz zu Android) zu positionieren.
  3. Das alles war seit 2005 so geplant. Sie haben es uns auch gesagt, aber keiner hat zugehört.

Die Chronologie liest sich im Nachhinein wie ein langweiliger Krimi: vorhersehbar ab der ersten Seite.

  • November 2005: Nokia bringt ein auf GNU/Linux basierendes „Internet Tablet“ auf den Markt. Es ist das erste Gerät mit der auf Debian basierenden Distribution Maemo. Nokia verzichtet zum völligen Unverständnis aller damaligen Marktbeobachter auf vieles, was man als selbstverständlich erachtet hätte: GSM-Telefonie, Office-Unterstützung, Termin- und Kontaktverwaltung … auch in den folgenden Produktiterationen werden diese Features nicht nachgereicht, obwohl Nokia sowohl das Know-How als auch portierbaren Programmcode im Haus hat. Verkaufsziel im Business Case: 2.000 Stück. (Aufgrund von Lieferschwierigkeiten und später bekannt gewordener Stückzahlen liegt nahe, daß dieses Verkaufsziel um ein Vielfaches überschritten wurde. Konkrete Zahlen nennt Nokia nicht.) Technikjournalisten sind ratlos, können das Gerät nicht einordnen und erkennen keinen Platz dafür in der Gesamtstrategie von Nokia. Trotz der geringen Stückzahl investiert Nokia laufend in die Software: Zwei große Versionen von Maemo erscheinen für das 770, daneben einige kleine Bugfix-Releases.
  • Jänner 2007: Das N800 wird vorgestellt. Es bietet mehr Rechenleistung, vor allem aber auch eine auf Multimedia-Anwendungen hin optimierte Hardware. Softwareseitig erscheint eine dritte Maemo-Version. Noch immer sehen Fachjournalisten den Sinn des Nokia-Engagements in diesem Bereich nicht. Vor allem die offensichtlichen Lücken im Leistungsumfang auch dieses Geräts (z.B. PDA-Funktionen) stoßen auf zunehmendes Unverständnis.
  • November 2007: Markteinführung des N810. Es ist etwas kleiner als das N800, hat GPS, eine aufschiebbare Tastatur und ein deutlich besseres Display. Die vierte Version von Maemo erscheint. Im Zuge der Produktpräsentation beantwortet Anssi Vanjoki, Executive Vice President, die Frage nach dem kommerziellen Erfolg mit: Selling units wasn’t the point. Er hätte ruhig konkreter werden können, externe Schätzungen gingen 2007 von rund 300.000 verkauften Exemplaren aus. (Zur Erinnerung: geplant waren 2.000 für das 770, wahrscheinlich kaum mehr für das N800.) Tatsächlich hat er damit zum ersten Mal ausgesprochen: Nokia ging es bei den Tablets nicht um Markterfolg. Die Existenz der Geräte hatte einen anderen Zweck. (Ich kann mich auch nicht erinnern, daß das Unternehmen die Geräte je aktiv vermarktet hätte.) Bekannt wurde Anssi Vanjoki aber mit einem anderen Zitat aus diesen Tagen: Das N810, sagte er, sei die dritte von fünf Etappen auf dem Weg zu einem wirklich massenmarkttauglichen Gerät auf Maemo-Basis. (Die Formulierung Step three of five hat dazu geführt, daß Maemo-User immer wieder erklären, sie würden auf Step Seven of Nine warten. So viel nochmal zu Tablets und Star Trek.)
  • Jänner 2008: Trolltech, die Firma hinter Qt, wird von Nokia übernommen. Qt ist unter anderem ein System zum Erstellen von grafischen Benutzeroberflächen, hilft aber auch sonst bei der Programmentwicklung. Es ist in der GNU/Linux-Welt beliebt, kann aber auch plattformübergreifend eingesetzt werden. Arbeiten zur Integration von Qt in Maemo sind im Laufen.
  • Mai 2008: Nokia „kauft“ sich eine Community und beginnt mit massivem Personalaufbau. Während weltweit Niederlassungen geschlossen und Mitarbeiter in Scharen gekündigt wurden, gibt es vom zweiten Quartal 2008 bis heute praktisch ununterbrochen offene Stellenausschreibungen für GNU/Linux-Entwicklerjobs in Kalifornien, Indien und Finnland. Die externe Community hat man sich buchstäblich erkauft: Neue Infrastruktur für das Community-Portal maemo.org, bezahlte Reisekosten für Community Summits, fünf von Nokia bezahlte, aber von der Community kontrollierte Vollzeit-Mitarbeiter, … Geld scheint überhaupt keine Rolle mehr zu spielen.
  • September 2008: Während des Maemo Summits wird erwähnt, daß die Arbeiten an der angekündigten neuen Version von Maemo (Codename: „Elephanta“) abgebrochen wurden. Beobachter vermuten: Damit wurde auch ein weiteres Tablet, „Step four of five“, übersprungen und alle Energie in das neue Projekt „Fremantle“ (Maemo 5) investiert.
  • Oktober 2008: Qt für Symbian/S60 wird vorgestellt. Plattformübergreifende User-Interface-Elemente, die sowohl unter Maemo als auch unter S60 funktionieren, sind damit erstmals greifbar nahe.
  • Dezember 2008: Nokia-Manager Ukko Lappalainen erklärt in einem Interview: In the longer perspective, Linux will become a serious alternative for our high-end phones. - Gefragt, ob er damit Android meint, antwortet Lappalainen: I don’t see anything in Android which would make it better than Linux Maemo.
  • Mai 2009: Intel und Nokia veröffentlichen den gemeinsamen, freien, GPL-lizensierten Software-Stack ofono für Mobiltelefonie unter GNU/Linux. Der Nokia-Anteil des Codes, so heißt es, stamme direkt aus dem Maemo-Projekt. Die naheliegende Frage, ob Maemo denn nun doch mit Telefonie-Fähigkeiten ausgestattet wird, beantwortet Peter Schneider mit: Maemo Software is an R&D unit in Nokia meaning that we work on all kinds of things in research and on engineering level. Whether we go the last mile and bring our work into a product that you could buy depends on for what portfolio segment we use Maemo software.. Das haben alle damals geglaubt! Da sagt ein von der Wirtschaftskrise gebeuteltes Unternehmen: „Ach, wir forschen halt mal so rum, programmieren hier was und da was, aber ob wirs jemals in einem Produkt vermarkten, ach, wer weiß das schon.“ - und die Leute glauben es!
  • Juni 2009: Nokia gründet die neue Abteilung Maemo Devices.

Ich gebs zu: Bei der Erwähnung des „Five Step“-Plans hab ich mir schon irgendwie gedacht: Ja, ja, red’ du nur. Three of five, Seven of Nine, alles Humbug. Ein Plan, der 2005 beginnt, Ende 2007 bei Schritt drei angekommen ist und dann wann bitte genau das Stadium eines fertigen Produktes erreichen soll? In einem Geschäft, in dem die Produkte schneller altern als die Milch beim Billa? Eine ganze Produktserie, die de facto nur als großes Versuchslabor angelegt war und mit einem geplanten Absatz von 2.000 Stück fürs erste Modell gestartet wurde? Das kann niemand glauben. Da war ich beim Kopfschütteln wohl in guter Gesellschaft. (Die Zahlen bzgl. geplanter und tatsächlicher Verkaufszahlen stammen übrigens aus dem Artikel Nokia, the N810 Tablet & the Long View von Alistair Croll.)

Wenn die Infos aber tatsächlich zutreffen, die wir derzeit bezüglich des angeblichen N900 und einer neuen „Maemo Devices“-Abteilung bei Nokia haben, dann scheint das alles rücklickend plötzlich völlig plausibel und logisch: Man hat die Tablets bewußt klein gehalten (keine PDA-Funktion, keine Sprachtelefonie), um mit einer überschaubaren Menge technikaffiner Kunden Möglichkeiten der kommerziellen Nutzung freier Software zu erproben. Tatsächlich hat Nokia viel gelernt, es gab Höhen und Tiefen im Projekt und einige unvorhergesehene Kurswechsel. Unter Umständen ist das, was nun durchgesickert ist, bereits „Step 5“. Vielleicht auch erst der vermeintlich übersprungene „Step 4“. Egal was: Die Finnen ziehen ihren Plan aus dem Jahr 2005 durch. Das nenn ich Konsequenz!

Nokia „N900“: erstes Maemo-fon im Sommer?

Seit gestern schwirren die ersten Gerüchte herum, vor wenigen Minuten erst hat es ein im Dezember gefeuerter Nokia-Angestellter mehr oder weniger bestätigt:

Das lange erwartete „Maemo 5 Lead Device“, der Nachfolger des Nokia 700, N800 und N810, ist ein stinknormales Telefon. Ab Juli 2009 soll es - zuerst in den USA, dann weltweit - gemeinsam mit T-Mobile vermarktet werden. Das ist nicht unbedingt eine gute Nachricht … aber dazu später.

Was ist über das Gerät bekannt? Die wichtigsten technischen Eckdaten hat Nokia bereits 2008 offiziell genannt, einiges davon hat sich dann im ebenfalls längst öffentlichen Quelltext des Betriebssystems bestätigt: OMAP3430 Prozessor, 5MP Kamera mit Blitz, GPS, Accelerometer, HSPA, 800×480 Bildschirmauflösung, Betriebssystem Maemo 5 („Fremantle“), Hardware-Tastatur …

Dazu kommen jetzt folgende Informationen, die MobileCrunch zugespielt wurden:

  • 59,7x111x18,2mm, 180g
  • Sprachtelefonie via GSM und VoIP
  • GSM Quad-Band 850, 900, 1800, 1900; WCDMA 900, 1700/2100, 2100
  • 1GB Speicher für laufende Programme (256MB RAM, 768MB Swap)
  • bis zu 48GB Massenspeicher
  • Videoaufnahmen bis zu 800×480 mit AVC/H.264
  • Verfügbarkeit Europa: Oktober 2009
  • kleine, 3-reihige Tastatur, kein D-Pad

  • 3.5″ resistiver Touchscreen

Noch immer nicht bekannt ist der Produktname: „N900“ ist eine Erfindung der User und Blogger. Nokia bleibt bei „Maemo 5 Lead Device“ bzw. dem internen technischen Kürzel RX-51.

Diese Eckdaten haben in den diversen Internet-Treffpunkten einen Sturm der Empörung ausgelöst. Schon die Integration von Sprachtelefonie und die Zusammenarbeit mit T-Mobile sind nicht unumstritten. Der Wegfall des Steuerungskreuzes („D-Pad“) und die weitere Kastration der ohnehin schon wenig gelungenen Tastatur werden als böse Fehler kritisiert. Vor allem aber sorgt die Abkehr von der bewährten 4.2″-Bildschirmdiagonale der Vorgängermodelle für Entrüstung. Tatsächlich: Mickrige 3.5″ sind für Tablet-verwöhnte Konsumenten unvorstellbar. Videos, e-Books oder einfach auch normale Internetseiten … gerade weil die im 3-Zoll-Bereich angesiedelte Smartphone-Liga hier versagt hat, haben sich die Leute ein Tablet zugelegt. Es stellt sich also die Frage: Wozu dieses Gerät? Für ein Telefon nach wie vor zu groß und zu schwer, als Tablet zu klein … Naja. Man wird sich was gedacht haben dabei in Finnland. (Die Hoffnung zumindest lebt: Im Kernel-Quellcode finden sich Hinweise auf ein zweites Gerät mit der Bezeichnung RX-71 …)

Was gestern eine echte Überraschung war, erscheint bei Analyse der Vorgänge der letzten Monate durchaus vorhersehbar:

Am 11. Mai schon hat Nokia gemeinsam mit Intel das ofono-Projekt angekündigt. Die beiden Unternehmen entwickeln dabei GPL-lizensierte Programmkomponenten für GSM/UMTS, die von Applikationsentwicklern über definierte APIs angesprochen werden können. Schon damals hieß es:

One of the origins of this project is the work that Maemo has been doing as regular R&D activity. We have no firm plans as to when oFono would be integrated into the platform.

Ebenfalls auffällig waren die plötzlich vergleichsweise riesigen User-Interface-Elemente im Maemo 5 SDK, die auf dem Schirm des N800/N810 reichlich überdimensioniert aussehen. Sogar ich selbst habe damals geschrieben:

Das neue User Interface macht aus dem an sich mächtigen, PC-ähnlichen Maemo ein zusammengestutztes Betriebssystem für Mobiltelefone mit 2″-Display. […]

Ich kanns mir nur so erklären, daß das gesamte System tatsächlich von der esoterischen „Internet Tablet“-Schiene auf ein Leben im Inneren eines Mobiltelefones vorbereitet werden soll.

Nur: Glauben wollte es keiner. Zu oft hat Nokia das uralte Mantra It’s not a phone! wiederholt. - OK, es sind auch jetzt noch nur Gerüchte. Es gibt nach wie vor keine wirkliche Bestätigung abgesehen von einem gekündigten Angestellten. Trotzdem halte ich es für zumindest nicht unwahrscheinlich … leider. Auch ich hätte lieber weiterhin den 4.2″-Bildschirm gehabt, vielleicht sogar 4.5″ oder 5″. Auch ich hätte mich über mehr statt weniger Hardware-Tasten gefreut. Auch ich hätte auf die Funktion Sprachtelefonie verzichtet, solange nur die versprochene HSPA-Funktion zur Verfügung gestanden wäre. Jetzt freu ich mich umso mehr, daß ich noch ein billiges N810 ergattert habe und warte auf weitere Geräte. So ein RX-51 kann ja nicht das Ende der Fahnenstange sein, und vielleicht gibt es ja auch nach dem geheimnisvollen RX-71 noch weitere Modelle.

Samstag am Mondsee

Ziemlich spontan und ungeplant hat sich ein Familienausflug an den Mondsee ergeben. Strahlender Sonnenschein und ein völlig verrückter Hund, der (erfolgreich!) Fliegen jagt und verspeist. Ins Wasser geh ich grad noch nicht, obwohl: Es nähert sich der magischen 20-Grad-Grenze. Beim nächsten Besuch hier bin ich drin!

Nachtrag: schon passiert. Ich war drin. Nackelig, gezwungenermaßen, weil das ja alles nicht geplant war und ich keine Badesachen im Gepäck hatte. Seit der Ostsee trau ich mich sowas ja. 🙂 – So schön! So schön!

Plachutta

Die Krise ist abgesagt: Abendessen gibts beim Plachutta. Da mischt sich Fleischeslust mit der „viele-kleine-Töpfchen“-Freude von Frühstücksbuffets. Sehr fein!

ESC 2009: Song Contest goes iTunes

Daß der Eurovision Song Contest 2009 auffällig viele gute Songs hervorgebracht hat, habe ich an anderer Stelle schon erwähnt. Ein Bericht der EBU stellt nun fest: Aus Fairytale könnte einer der kommerziell erfolreichsten Siegertitel seit Jahren werden. Aber auch der Verkauf der anderen Songs läßt sich gut an.

Als Indikator dienen die Verkaufzahlen auf verschiedenen Download-Services, allen voran der EBU-eigene Music-Downloads-Bereich und Apples iTunes Store. Falls iTunes irgendeine Aussagekraft hat, steht zumindest einigen Teilnehmern ein warmer Geldregen ins Haus:

Fairytale ist derzeit in 11 von 17 gelisteten europäischen Ländern auf Platz 1, in fast allen anderen zumindest auf Platz 2 oder 3. Aber auch andere ESC-Teilnehmer tummeln sich schon in den Top 10: Island (Is it true?), die Türkei (Düm tek tek), Estland (Rändajad), Deutschland (Miss Kiss Kiss Bang), Aserbaidschan (Always) und Schweden (La voix) werden dabei besonders gerne gekauft. (Das sind interessantwerweise nicht ausschließlich Songs, die beim ESC selbst besonders gut abgeschnitten haben: Deutschland und Schweden waren in der Wertung ganz hinten.)

Sogar unser traditionell ESC-feindliches Österreich gönnt dem Siegertitel einen dritten Platz beim Musikdownload. Das ist nett, hat aber noch Potential: Die griechischen iTunes-Charts sind von Platz 1 bis Platz 9 ausschließlich von Song-Contest-Titeln belegt, Schweden geht noch einen Schritt weiter und besetzt gleich die gesamten Top 10 mit den Songs aus dem Bewerb.

Zur Erinnerung: Es gab Jahre, da hats nicht mal das Siegerlied in so vielen Ländern in die Charts geschafft.