aonTV-Kunden aufgepaßt! Jetzt Dagi schauen!

Na? Auch die berüchtigte „Im Zentrum“-Sendung über die Spionagevorwürfe gegen Helmut Zilk verpaßt? So wie ich? Ärgerlich, nicht wahr? Die soll ja unglaublich unterhaltsam gewesen sein.

Macht nichts: aonTV hat sie, wie ich gerade feststellen konnte, in der Gratisvideothek. Ich schau gerade, ganz gemütlich mit Pizza, wie es sich für den großen Kinoabend gehört. Dagmar Koller mit Kruzifix in der Hand gibt, assistiert von Kurt Scholz, die größte Vorstellung ihres Lebens. (Und das heißt was.)

Ich bin hingerissen. Das ist Britt, Big Brother und Barbara Salesch in einem. Natürlich war ich vorgewarnt, aber diese völlig neue Dimension des Fremdschämens versetzt mich in Ekstase.

Wer also aonTV hat: Anschauen! Jetzt! So was kommt so schnell nicht wieder, und ewig bleibt die Sendung nicht auf den aon-Servern.

nokia geht net mer noch softwer

Heute um 4:29 Uhr (also ganz früh am Morgen) in meinen Google-Suchbegriffen:

nokia geht net mer noch softwer

Ich hab lang gebraucht, aber ich vermute: Da will jemand wissen, ob er nicht noch mehr Software auf seinem Nokia-Telefon installieren kann …

Jaja, die grundlegenden Kulturtechniken …

PS: Übrigens, die Antwort ist „Ja“. Jede Menge!

Wie Weihnachten und Ostern: Maemo und NEPOMUK

Manche Sachen entdeckt man erst, wenn man an einem gemütlichen Wochenende durch andere Blogs blättert:

Die nächste Version von Maemo (Codename „Fremantle“) wird mit dem Meta Tracker nicht einfach nur ein weiteres Stück freier Software aufnehmen. (Der Meta Tracker ersetzt den proprietären metalayer-crawler, der bisher für die zentrale Indizierung von Dateien auf Internet Tablets zuständig war.) Nokia geht noch einen Schritt weiter und setzt für die Datenstruktur des Meta Trackers auf die RDF-Ontologien des NEPOMUK-Projekts. Wer mich kennt weiß jetzt, was mich daran so glücklich macht: RDF! Mit dem nächsten Maemo-basierenden „Internet Tablet“ (Nokia wird einen neuen Namen für den Gerätetyp verwenden) werde ich also zwei der für mich im Moment spannendsten Ideen im wahrsten Sinne des Wortes „in Händen halten“: freie Software und semantische Datenverarbeitung. Mehr noch: Daß Nokia sich entschlossen hat, nicht einfach hausgemachte RDF-Statements zu verwenden, sondern für die Datenbeschreibung auf NEPOMUK-Ontologien zu setzen, ist ein klares Signal in Richtung Offenheit und Interoperabilität. Bereits heute bildet NEPOMUK einen Teil der Desktop-Umgebung KDE 4.

Eine weitere freundliche Geste findet sich gegen Ende der Mail von Urho Konttori, die die Verwendung der NEPOMUK-Ontologien ankündigt:

We are developing a mobile semantic content storage and retrieval solution that uses NEPOMUK as its base ontology. We are in the process of adapting and extending the ontologies and pushing the changes to be part of the NEPOMUK standards.

Nokia wird also auch Veränderungen, die für Maemo 5 sinnvoll erscheinen, wieder zurück an die OSCA Foundation spielen, die die Standards mittlerweile weiterentwickelt. Ein gutes Signal in einem Umfeld, in dem gerade großen Konzernen vorgeworfen wird, sich offener Standards immer nur zu bedienen, ohne jemals etwas zurückzugeben.

Diese Information kommt für mich gerade zum richtigen Zeitpunkt. Die ursprünglich so hohen Erwartungen an Maemo 5 haben sich mit der am 2.3. veröffentlichten Alpha-Version ziemlich relativiert. Alles Positive, was Nokia in den technischen Unterbau investiert hat, wird durch ein miserables User Interface wieder zunichte gemacht. Zwar bleibt die Hoffnung, daß von der Alpha bis zum fertigen Produkt noch die eine oder andere Optimierung erfolgt, die Grundlegenden Strukturen sind jedoch klar ersichtlich und haben bei niemandem in der Maemo-Gemeinde für uneingeschränkte Begeisterung gesorgt. Da kommt so ein bißchen RDF als Seelentröster gerade recht.

ESC 2009: We don’t wanna – Putin?

Endlich! Lang hat’s gedauert, aber jetzt ist das erste Skandälchen rund um den (von mir bisher schmählich vernachlässigten) Eurovision Song Contest 2009 fertig:

Georgiens Repräsentanten „Stephane & 3G“ singen in ihrem Song „We Don’t Wanna Put In“ Textzeilen wie:

We don’t wanna put in
The negative move
It’s killing the groove

Lalala. Und so weiter halt. Nichts Aufregendes. Außer daß das ganze, wenn es zu stampfendem 70er-Jahre-Discopop gesungen wird, sich im Refrain fast auf die Wiederholung einer einzigen Zeile reduziert:

We don’t wanna put in

Die wiederum klingt in georgischem Englisch ganz deutlich wie:

We don’t want Putin

(Und das nicht mal unbeabsichtigt, wie die Interpreten freimütig zugeben. Süd-Ossetien ist nicht vergessen.)

Die russischen Gastgeber (der Song Contest wird heuer in Moskau ausgetragen) hätten mit einem drei Minuten langen We don’t want Putin wahrscheinlich wenig Freude, deshalb hat der Veranstalter EBU durchgegriffen und den Beitrag in dieser Form untersagt. Die Statuten des Wettbewerbs sorgen für diesen Fall sogar ausdrücklich vor:

4.9 The lyrics and/or performance of the songs shall not bring the Shows or the Eurovision Song Contest as such into disrepute. No lyrics, speeches, gestures of a political or similar nature shall be permitted during the Eurovision Song Contest.

Georgien hat nun bis zum 16. März Zeit, den Beitrag auszuwechseln, einen neuen Text zu schreiben oder die Teilnahme überhaupt zurückzuziehen. Wie auch immer die Sache ausgeht, Publicity hats gebracht. Sogar dem Spiegel, sonst nicht gerade Hofberichterstatter des Song Contest, war die Angelegenheit einen Artikel wert.

N800 mit Bluetooth-Verlängerung

Gerade wenn das N800 zum Essen am Stromkabel hängt (und deswegen nicht so leicht in meinen Schoß springen kann, wo es hingehört), erweist sich so eine Bluetooth-Tastatur über ihren ursprünglichen Zweck hinaus als ausgesprochen praktisch. Sie überbrückt die paar Zentimeter, um die das Ladekabel zu kurz ist. Mit einigen Sondertasten und Tastenkombinationen bildet sie so gut wie alle Funktionen ab, die sonst via Touchscreen oder Hardware-Tasten aufzurufen sind: Menü, Zoom, Vollbild, Wechseln zwischen laufenden Applikationen, … Die einzige Situation, in der man besser auf den Touchscreen zurückgreift (wörtlich und mit ausgestrecktem Arm), ist das Aktivieren eines Links im Browser. Bis man mit der Tab-Taste alles durchgeklickt hätte, wäre wahrscheinlich die Batterie der Tastatur auch noch leer. 🙂

Das hat schon fast was Laptop-artiges, wie das so am Nachtkastl aufgebaut ist. Ich muß mal schauen, ob es auch eine Maus fürs N800 gibt. Damit wäre dann auch das Problem mit dem Anklicken der Links gelöst.

Ramesh Nair: The Return of das Elefäntchen

Endlich haben wir (nach Starmania mit Olliiiiii!!!) wieder eine Sendung, bei der wir unser sauer verdientes Geld mit 0901er-Nummern verpulvern können: Dancing Stars!

Ein alter Bekannter ist auch dabei: Ramesh Nair, dessen Elefanten-Tattoo es uns 2001 bei Hair im Raimund-Theater angetan hat. Seither hat er bei uns den (nur auf den ersten Blick wenig charmanten) Spitznamen „das Elefäntchen“, obwohl wir bis heute nicht wissen, ob die Tätowierung damals echt war. Aber wer weiß? Vielleicht tanzt er ja jetzt bei Dancing Stars mal beinfrei und läßt uns einen zweiten Blick drauf werfen. 😉

Arztbesuch Update

Braucht jemand Patientendaten? Ich sitze seit 10min unbeaufsichtigt in der „Ordination 2“, PC ist offen, Kennwort ist „Martin“ (laut Zettel am Monitor). Ich schau gern nach, wenn jemanden was interessiert.

Arztbesuch deluxe

Genial. Wenn man nicht gerade Schmerzen hätte, wärs hier sicher lustig. Das Wartezimmer ist überfüllt, sechs Leute haben keinen Sitzplatz mehr und müssen stehen. Es hat gefühlte 80% Luftfeuchtigkeit und mindestens 25 Grad. Hinter der papierdünnen Wand befetzen einander Arzt, Patient und Schwester: Angeblich hat der Patient seine Infusion bei der Sprechstundenhilfe abgegeben, dort ist sie aber nicht auffindbar. Sprechstundenhilfe zur Schwester: Da ist die Kartei wieder falsch geführt, weißt eh. Ich kann dir gar nicht sagen, warum der heute da ist. – Ich will jetzt jedenfalls noch den Arzt sehen, der das zu verantworten hat. Behandeln lasse ich mich dann lieber woanders. (Ach ja: Ich hatte natürlich einen Termin. Wozu die sowas vergeben, weiß ich nicht. Seit 45 Minuten stehe ich hier vor der Klotüre.)

Hundevideos

Linz, Hundeschauen, Teil II. Diesmal gibts sogar Videos: Einmal kämpft sie ganz brutal, ein anderes Mal läßt sie sich im Tischtuch einfangen.

Beeindruckend gewachsen ist mittlerweile die Spielzeugsammlung: Ihr ganz persönlicher Tierarzt bringt ihr fast täglich neue Beutetiere aus der Ordination. Elefanten, Bären und - wie man am Beginn des zweiten Videos sieht - auch andere Hunde werden mit Hingabe totgebissen und -geschüttelt. Manche davon quietschen dabei ganz herrlich. Der wilde Urinstinkt läßt sich eben nicht verleugnen beim Boxerhund …