Hundsi schauen

Einen beruflichen Termin in Linz habe ich für einen Abstecher zu meinen Eltern genutzt. Die haben nämlich seit Sonntag ein acht Wochen altes Boxermädi, dem ich mich natürlich unbedingt vorstellen mußte. So süß! Die Kleine klettert ins Regal, in dem ihr Freßnapf steht, beißt mit Hingabe Hemdknöpfe ab und macht sich auch schon mal auf den Weg in die große, finstere Geschirrspülmaschine. Im Grunde genommen ist sie ein Teufelsbraten, ein Zerstörerhund, eine Killermaschine. Das macht aber alles nichts, denn in erster Linie ist sie ganz entsetzlich süß und lieb und knuddelweich und riecht immer noch nach jungem Hund. Ich freu mich auf morgen: Da fahr ich sie wieder besuchen.

N800: My Own Private RSS Reader Applet

Ich bin schon wieder einmal so unglaublich stolz auf mich! Nach Exif gibts gleich ein zweites Stück Software für den N800: die Stylus-freundliche Retro-Variante des RSS Home Screen Applets.

Hintergrund: Nokia liefert mit den Tablets ein praktisches kleines Stück Software aus, das die neuesten RSS-Schlagzeilen am Homescreen des N800/N810 darstellt. Drei Versionen lang war es auf Effizienz ausgelegt: Der ohnehin knappe Platz am Schirm wurde bestens genutzt. Erst OS2008, die letzte Variante des Betriebssystems, hat dem Applet ein (wie Nokia sagt) „fingerfreundliches“ Redesign verpaßt. Die einzelnen Zeilen sind jetzt so groß, daß auch der dickste Daumen sie treffen kann. Dafür passen halt nur mehr wenige Schlagzeilen auf den Schirm.

Mir will diese Playmobil-Optik nicht so recht gefallen, drum hab ich mir den von Nokia veröffentlichten Quelltext angesehen. Zwar kann ich weder C noch GTK+, aber irgendwann hab ich begriffen, was ich wie ändern muß … und siehe da, es funktioniert! Auf meinem N800 sind die RSS-Feeds jetzt wieder so klein, wie sie vor OS2008 waren.

Natürlich ist der Sinn und Zweck freier Software der, daß man eigene Änderungen wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Diesmal habe ich mich für die Mega-Lösung entschieden: ein eigenes Projekt auf der von Nokia finanzierten Entwicklerplattform „Garage“, mit eigener Homepage (mit Screenshots und Dowloadlink) und eigener Projektübersicht. Über die Projektübersicht könnten andere Entwickler meine Codeänderungen online einsehen, Patches einmelden, Fehler diskutieren, Hilfe anfordern usw. - eigentlich ganz praktisch, wenn auch eher für größere Projekte.

Heringsschmaus in Unterkirchbach

Agnes lädt zu einem Heringsschmaus ein. Rund 20 Leute genießen ihre berühmte Gastfreundschaft. Wer sich jetzt wundert: Agnes weiß, wie ich zu Fisch stehe, und hat vorgesorgt. Unter anderem gibts selbstgemachte Krapfen. Mhmmhm!

Extrem peinlich: Ein 11jähriger erklärt mir mein Handy und knackt Level um Level in einem Spiel, das ich seit 1 ½ Jahren nicht begriffen habe. Tja. So viel zu meiner Technikkompetenz. 😉

Mein erstes Paket: Exif am N800

Ich bin schon wieder einmal so unglaublich stolz auf mich: Zum ersten Mal hab ich ein existierendes Programm aus der GNU/Linux-Welt auf meinen N800 (also: auf Maemo) portiert.

Das Programm, das ich angepaßt habe, ist Exif. Exif wird über die Kommandozeile aufgerufen und gibt die im Header eines JPG-Bildes verborgenen Daten aus. Von technischen Infos (Kameramodell, Blitz, Blende, …) über Längen- und Breitengrad des Aufnahmeortes bis hin zu einer Kurzbeschreibung des Fotos kann da alles drin sein. (Teilweise findet man sogar eine Kopie der Originalversion: also das Bild, so wie es war, bevor jemand das Gesicht wegretuschiert hat. *g*)

Exif ist keine „Killer-Applikation“ und grundsätzlich hätte man auch gar nichts anpassen müssen. Einfach den Programmcode runterladen und für ARM-Prozessoren kompilieren hätte gereicht.

Die Änderungen, die ich vorgenommen habe, sind daher auch keine Änderungen am Quellcode selbst. Der läuft am N800 völlig unverändert. Ich habe mir die Erstellung des Debian-Paketes näher angesehen und dort so eingegriffen, daß sich Exif nun möglichst optimal in die Infrastruktur des Maemo-Paketmanagements einfügt:

Sowohl Exif als auch die dahinterstehende libexif habe ich in drei Teile zerlegt, die unabhängig voneinander installiert werden können. Das spart Speicherplatz. Außerdem habe ich in den Beschreibungen der Pakete Maemo-spezifische Erweiterungen vorgenommen, damit der Programm-Manager die neue Software korrekt auflistet und erklärt. Vor allem aber (und das ist der eine Schritt, den viele Entwickler dann auslassen) wars mir wichtig, die angepaßte Version zum Maemo-Autobuilder hochzuladen. Nur so erscheint die Software nach einiger Zeit automatisch auf allen N800/N810-Tablets in der Liste der verfügbaren Programme, wird automatisch aktualisiert etc.

Obwohl ich im Endeffekt vielleicht gerade mal 50 Zeilen in kleinen Scripts geändert habe, wars eine ausgesprochen spannende Sache und mit viel Aufwand verbunden. Als alter gentoo-Nutzer hatte ich bisher keine Ahnung, wie Debian-Pakete funktionieren (und auf diese baut Maemo auf). Ich hatte keinen Tau von Makefiles (die man beim Ändern von Debian-Paketen editieren muß). Dann noch das Aufsetzen der Entwicklungsumgebung Scratchbox (irgendwie muß man ja auf einem x86-Rechner für ARM kompilieren können), das Hochladen zum Autobuilder (dafür muß man sich extra bei den Gurus anmelden und freischalten lassen) … viele völlig neue Themen für (ganz ehrlich) sehr wenig Output.

Natürlich war das so geplant. Ich wollte ja nicht wirklich in erster Linie Exif haben - das wäre ohne den ganzen Paket-Schmarrn auch gegangen. Ich wollte anhand eines ganz simplen, einfachen Programms die Grundlagen lernen, die ich dann vielleicht einmal auch für größere Projekte einsetzen kann. Außerdem: Ein bißchen was von Debian zu verstehen schadet sowieso nie. Etwas verwundert war ich, wie gut und einsteigerfreundlich die Dokumentation mittlerweile ist: Sowohl die Maemo-Spezifika (mit Packaging Policy Draft) als auch die Debian-Grundlagen waren eigentlich allesamt Copy-Paste-tauglich aufbereitet. Sehr schön gemacht.

Ach ja: Exif ist noch nicht wirklich im Programm-Manager zu sehen. Es gibt ein eigenes Entwickler-Repository („Extras-devel“), in dem man neue Software zunächst testen kann. Ich hielte es für verwegen, meine erste Schöpfung gleich nach wenigen Stunden in die freie Wildbahn zu entlassen. Wers trotzdem nicht erwarten kann und Exif ausprobieren möchte: Dieser Link sollte eigentlich, wenn man ihn direkt vom N800/N810 aus anklickt, das Entwickler-Repository freischalten und dann gleich die deutschsprachige Version von Exif installieren. Voraussetzung ist die aktuellste Version von OS2008.

Frühstück in Kagran

Der Nöbauer ist eh gleich am Kagraner Platz, den findest Du sofort!, meint Isabella. Weil ich ja weiß, wo der Kagraner Platz ist. Weil ich weiß, wo dieses Kagran ist. 😉

Gefunden hab ich den Nöbauer dann doch, und die Isabella im Nöbauer auch. Es war ein wunderbares, gemütliches Frühstück - als ob wir uns grad gestern erst zuletzt gesehen hätten. Mit manchen Leuten klappt das einfach auch nach längerer Zeit noch.

(Und ganz nebenbei ist so ein Indianer mit Schlag in der Früh auch mal eine nette Abwechslung zum üblichen Schnittlauchbrot.)

PDF Reader herunterladen

Auf Seiten, die PDF-Dateien zum Herunterladen anbieten, ist fast immer das rote Adobe-Logo zu sehen. Ein Klick darauf führt zur Downloadseite des Adobe PDF-Readers.

Eigentlich unverständlich: PDF ist mittlerweile ein ISO-Standard und kann mit einer ganzen Reihe von Programmen geöffnet werden. Das Quasi-Monopol von Adobe auch noch zu unterstützen ist also unnötig.

Die Free Software Foundation Europe (FSFE), die sich hin und wieder auch über meine finanzielle Unterstützung freuen darf, hat aus diesem Grund eine Übersichtsseite mit freien PDF-Readern für verschiedenste Betriebssysteme zusammengestellt. Passend dazu gibt es eine Reihe von Buttons, die Autoren von Webseiten anstelle des roten Adobe-Download-Buttons verwenden können und die den Benutzer auf diese Übersichtsseite führen.

Georg Greve, Präsident der FSFE, sagt zu dieser Aktion:

Interoperabilität, Wettbewerb und Wahlfreiheit sind die wichtigsten Vorteile von offenen Standards, welche zu Herstellerunabhängigkeit und einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis führen.

Obwohl viele Versionen von PDF all diese Vorteile für formatierte Texte und Dokumente bieten, werden diese PDF-Dateien typischerweise zusammen mit der Information verteilt, dass die Anwender ein bestimmtes Produkt verwenden müssen. PDFreaders.org stellt eine Alternative zur Verfügung, um die Stärke von PDF als offenen Standard hervorzuheben.

Gute Idee eigentlich. Warum sollte man seinen Lesern vorschreiben, daß sie den Abobe-Reader verwenden müssen, wenn man ein PDF online stellt?

Conny und Daniel im Kent

Einen Abend lang sind Daniel und Conny behende allen meinen Kamera-Attacken ausgewichen: Das Bild links zeigt wenigstens beide, wenn auch nur halb und an den äußersten Rändern.

Trotzdem hatten wirs extrem lustig (ich weiß jetzt, wie man Beschwerdemails an McDonald’s schreibt!) und nett. Daß das Essen ebenfalls ausgesprochen gut war, brauch man beim Kent ja nicht extra zu erwähnen.

Ach ja, apropos Beschwerdemail: Eine Beschwerde an die warmekueche.at ist eingegangen. Man möge dort, bitteschön, die hier versprochene Bastelanleitung für Süßkartoffelsuppe nachreichen. Danke. 😉