ÖBB Railjet-Fiasko

Der Railjet soll ja angeblich jetzt das Beste sein, was die ÖBB in Sachen Komfort zu bieten haben. Außerdem ist Weihnachten, also gönne ich mir für die Fahrt nach Linz die sogenannte „Premium Class“. Volle 25 Euro Aufschlag für … ja, wofür eigentlich? Es gibt keine Kleiderhaken mehr. (Genauer: Nur mehr jeder zweite Sitzplatz verfügt über diesen Luxus.) Die Sitze stehen wesentlich enger nebeneinander als bisher. Es gibt keine Ablageflächen für Laptops oder Taschen. (Nur jeder zweite Sitzplatz hat überhaupt ein kleines Blech in Reichweite, das gerade mal für eine Wurstsemmel mit Cola reicht.) Die Sitze sind kaputt. Warum ich dafür 25 Euro zahlen muß, ist mir nicht ganz klar. Vielleicht der vielen Info-Schirme wegen, die überall im Zug hängen. Chris Lohner behauptet, es wären 80. Andererseits sagt sie auch, daß wir jeden Moment in Hütteldorf eintreffen, obwohl der Zug dort gar nicht hält.

Ich möchte nur eines: dem Verantwortlichen für diesen Railjet körperliche Schmerzen bereiten. Denn einer Illusion darf man sich nicht hingeben: daß man mit diesem Zug überhaupt fahren könnte, ohne die Premium-Class zu wählen. Ich habe die Wagen der ersten und zweiten Klasse gesehen.

Weihnachtsstimmung

Allerletzte Päckchen in der Innenstadt besorgen … das ist sonst so gar nicht meine Art. Anschließend hab ich einen jungen Mann (siehe Foto) auf einen Kaffee im Café Europa eingeladen. Es ist ja Weihnachten, da ist man großherzig und spontan.

Weihnachtsmarkt Schönbrunn

Ist doch immer wieder ein Erlebnis, so ein Christkindlmarkt: Da gibt es seltsame Christkindln auf Stelzen, die so aussehen, als hätte sich ein groß gewachsener Transvestit in die Hosen geschissen (es sind unrasierte Männer mit billigen Perücken, die um die Oberschenkel windel-ähnliche Dinger tragen, die wohl eine Wolke darstellen sollen). Um wohlfeile € 3,80 gibt es Waldbärpunsch (Brumm!). Höhepunkt: Um ein Haar wären wir Zeuge einer heftigen Schlägerei geworden, weil eine Proll-Tante der anderen unabsichtlich ihren Rucksack ins Gesicht geschmissen hat und die zugehörigen aufgedunsenen und rotnasigen Männer sofort zur Verteidigung ihrer anmutigen Schönheiten in den Ring gestiegen sind.

Langsam freu ich mich auf Oberösterreich … 😉

Brüste reichen als Qualifikation

Seltsame Dinge spielen sich bei den Grünen ab. Shooting Star Efgani Dönmez erklärt in einem Interview: Die Frauen in unserer Partei sind auf jeden Fall alle hoch engagiert und qualifiziert. Brüste zu haben reicht bei den Grünen nicht als Qualifikation.

Prompt widerspricht Urgestein Terezija Stoisits: Dönmez sei einiges entgangen. Er ist nicht auf der Höhe der Zeit.

Na dann …

Top 10

Zuletzt gabs eine Hitparade über die beliebtesten Beiträge in meinem Blog vor über zwei Jahren. Da wird wieder mal was fällig.

Im Gegensatz zur alten Auflistung werte ich diesmal nicht die absolute Zahl der Zugriffe: Damit würde ich alte Beiräge gegenüber den neueren bevorzugen. Ich habe stattdessen die Zugriffe pro Tag als Kriterium für die Reihung herangezogen. Also, Trommelwirbel:

Platz Zugriffe pro Tag Datum Titel
1 38 25.08.2008 Nationalratswahl 2008: Ergebnis in Prozent
2 34 20.07.2008 Jede Zelle meines Körpers ist glücklich
3 12 11.05.2006 Wie finde ich Längen- und Breitengrad meines Wohnortes?
4 5 15.10.2007 Mamma Mia! Streep und Brosnan auf Skopelos
5 5 17.10.2007 Nokia N810
6 5 23.10.2007 Semantic Web à la twoday
7 5 18.12.2007 Fall Zogaj: „Richtige Raufertypen“
8 4 02.01.2006 CyMotion Master Linux ohne Zusatzsoftware
9 4 31.10.2005 Robbie Williams nackt im Büro
10 3 29.11.2006 Ich bin berühmt!

Das ist doch eine recht bunte Mischung. Ich hätte vor allem nicht erwartet, daß Themen wie das Semantic Web oder Mosaros Körperzellen-Rock so weit vorn sind. Scheint so, als ob ich hier erfolgreich eine Marktnische besetzt hätte. 😉

(Übrigens: Die Werte in der Spalte „Zugriffe pro Tag“ sind hier gerundet dargestellt, die Beiträge auf den Plätzen 4-7 bzw. 8-9 liegen also nicht gleich auf.)

Starmania

Die aktuelle Starmania-Staffel entwickelt sich zum Fixpunkt im freitäglichen Fernsehalltag. Nie zuvor hat es Kandidaten gegeben, die so eine breite Angriffsfläche für bösartigste Lästereien unsererseits geboten haben. Nervig zwischendurch Roman „schlürf“ Gregory, der nicht nur seiner höchst ungewöhnlichen Speichellecker-Geräusche wegen für Buh-Rufe im Wohnzimmer sorgt.

Tatsächlich haben wir mittlerweile aber auch unsere zwei Favoriten. Ich sag nur nicht, welche das sind: Es wär ein bissi peinlich. 😉

RSS: Änderungen im Feed

Knallgrau hat heute die Behandlung der RSS-Feeds auf twoday.net geändert. Wer bisher den Feed Comments abonniert hatte, um meine Blogeinträge mit den dazugehörigen Kommentaren zu lesen, hat unter einem seit mindestens 2003 bestehenden Fehler gelitten. Endlich wurde uns geholfen:

Ab sofort ist es notwendig, zwei Feeds zu abonnieren. All Posts (enthält meine Beiträge) und Comments (enthält alle Kommentare). Das muß so sein, weil der bisher verwendete Feed ja unter dem Namen „comments.rdf“ abrufbar war, sagen die knallgrauen Götter.

Ich hab gebeten, eine weitere Alternative bereit zu stellen, die (wie bisher) alles auf einmal enthält. Man zeigt sich wohlwollend. Mal sehen. (Also eigentlich hab ich nicht gebeten, sondern nur rumgemeckert, und dann hat’s geheißen, ein zusätzlicher Feed wär vielleicht gar nicht schwer. *g*)

Ach ja, noch was ist neu, aber von mir noch nicht sauber eingebaut: Es gibt Einzelfeeds pro Thema, also:

Ich weiß, daß einige hier ja ausschließlich an den Technik-Themen interessiert sind. Die kann man sich damit gezielt abholen. 😉

SMS: Justus und Britta im Anflug

Per SMS erfahre ich, daß Justus und Britta im Anflug auf Wien sind. Da muß sich doch ein gemeinsames Abendessen ausgehen? Eben.

Gelandet sind sie (mit uns) im gleichen Lokal wie beim letzten Mal - und auch heute wieder: Bedienung nachlässig, Musik zu laut. Egal, sehr lustig wars mit den beiden (vor allem der Vergleich der Schrullen unserer Familien war ausgesprochen erleichternd *g*). Ich möchte sowas öfter haben. 😉

Maemo 5: Fremantle Pre-Alpha ist da

Quim Gil hat heute die Veröffentlichung der ersten pre-Alpha-Version des SDK für von Maemo 5 (Codename Fremantle) bekannt gegeben. Die Unterschiede in der Paketliste sind tatsächlich gewaltig. Fremantle markiert aus meiner Sicht den größten Entwicklungsschritt in der Geschichte dieser von Nokia finanzierten GNU/Linux-Distribution seit der ersten Veröffentlichung im Jahr 2005.

Schlechte, aber nicht unerwartete Nachrichten für Besitzer von N800/N810-Tablets:

… no OMAP2 compatibility will be officially provided. The revamped UI relying on graphics acceleration and the new functionality built around the new supported hardware made it too complex to keep the compatibility between both architectures.

This early release comes with an invitation to build variants based on Maemo 5 compatible with existing hardware like the N800 and N810. Maemo SW can’t promise commercial quality for such configurations …

Wie befürchtet also keine offizielle Portierung der neuen Software durch Nokia auf die derzeit verwendeten OMAP2-Prozessoren. Allerdings gibt es (und das ist neu) die ausdrückliche Einladung, Varianten des nun im Vergleich zu früher wesentlich offeneren Systems zu bauen und diese dann als „Community Distributions“ auf die N8x0-Serie zu bringen. Erste Ansätze dazu gibt es bereits: Das MER-Projekt hat schon vor über einem Monat konkrete Formen angenommen und wird von engagierten Entwicklern vorangetrieben.

Für ein Unternehmen wie Nokia ist die Vorgehensweise ungewöhnlich: Statt (wie auch bei Maemo bisher üblich) fertige Versionen zu veröffentlichen, werden diesmal ausgehend der heutigen pre-Alpha regelmäßig neue Entwicklerversionen online gestellt. Eine echte Alpha soll es erst Jänner/Februar 2009, eine Beta überhaupt erst im Zeitraum März-Mai 2009 geben. Über eine Markteinführung schweigt man sich wieder einmal aus: Final release when ready, heißt es. Mich persönlich freut diese frische Herangehensweise: „Frei“ und „offen“ ist hier nicht mehr nur der Code (die heute veröffentlichten Komponenten sind zu 100% quelloffen), sondern erstmals auch der Entwicklungsprozess. Das hilft nicht nur den Programmierern von Anwendungssoftware. Auch Projekte wie MER können so mit Nokia Schritt halten und haben zumindest die theoretische Chance, gleichzeitig mit der Fertigstellung von Maemo 5 ihre Varianten als gleichwertige und kompatible Alternativen anzubieten.

Für Anwender wie mich bringt die heutige Veröffentlichung wenig - abgesehen von der Sicherheit, daß das Maemo-Team im angekündigten Zeitplan liegt. Spannend wird es erstmals mit der fertigen Alpha im Jänner/Februar. Bis dahin soll, wenn ich es richtig verstanden habe, eine mehr oder weniger stabile Fassung auch der User-Interface-Komponenten vorliegen. Die entsprechen zwar nach all dem, was man weiß, nicht so ganz meinen Anforderungen an ein mobiles Betriebssystem (und sind teilweise ein Rückschritt im Vergleich zu OS2008), trotzdem freue ich mich darauf zu sehen, wie all die Ankündigungen dann tatsächlich in die Praxis umgesetzt werden.