Motto

Traditionelles Jahrestags-Abendessen im Motto. Wir kommen immer früher hierher (heute: 18:00 Uhr, Lokal fast leer), um den Kreativen und Schönen zu entkommen, die typischerweise ab 19:30 hier zu sehen sind. (Essen und Service sind ja hervorragend, nur die anderen Gäste könntens einem verleiden.)

Das Beruhigende an diesem Lokal: Solange es mein Filetsteak mit Chili-Schoko-Sauce gibt, will ich nicht so recht an die Wirtschaftskrise glauben. 😉

soup.welzl.info

Auf die Idee gebracht hat mich Daniel schon vor längerer Zeit. Umgesetzt hab ichs erst dieses Wochenende:

Ein Account auf soup.io sammelt stur alles zusammen, was ich ihm sage. Das Ergebnis - soup.welzl.info - ist ein Planet-ähnlicher Mischmasch aus meinen eigenen Inhalten (aus diesem Blog, aber auch von meinem Mobile Web Server oder von delicious), vor allem aber aus Inhalten anderer Websites, die ich mehr oder weniger regelmäßig lese. Ein öffentlicher RSS-Reader? Ja, irgendwie. Nur theoretisch auch noch ein bißchen mehr.

Ehrlich gesagt hab ich noch keine Ahnung, ob mir das Ding in irgendeiner Weise nützlich sein wird oder ob es für andere einen Mehrwert bringt, aber what shall’s: Es ist gratis, es macht Spaß und ich kann es auf meiner eigenen Domain unterbringen. (Und natürlich ist es ach so „Web 2.0“! *LOL*)

Nettigkeit am Rande: Gekocht wird soup.io in Österreich, genauer in der Otto-Bauer-Gasse in Wien (siehe Impressum). Wer kann da schon nein sagen?

Apple verbietet Gedankenaustausch

Es war ein Userkommentar auf derstandard.at, der mich auf die Story aufmerksam gemacht hat: Apple zeigt wieder einmal seine besonders häßliche Fratze und beschäftigt Anwälte damit, einen Kreis von Software-Entwicklern zu zerschlagen. Deren Vergehen: Sie hatten sich in einem Wiki öffentlich darüber unterhalten, wie man Musik auch ohne die iTunes-Software auf iPods bekommen könnte. Aus Angst vor möglichen Prozesskosten hat der Betreiber des Wiki das Projekt sofort vom Netz genommen - und damit die EFF auf den Plan gerufen, die die Verteidigung gegen Apple nun rechtlich und finanziell unterstützen wird.

Was an diesem Fall so unglaublich ist: Es geht nicht etwa um die mittlerweile fast schon langweilige Frage von Urheberrechten und DRM. Apple möchte einfach nur erzwingen, daß jeder iPod-Besitzer ausschließlich die iTunes-Software zum Befüllen seines Geräts verwendet. Daran hängt Apples Geschäftsmodell: iTunes ist das Bindeglied zwischen der vom Konsumenten dankbar selbstfinanzierten Abspielstation iPod und der Geldmaschine iTunes Store. Jeder iPod-Besitzer, der andere Software verwendet, steht nicht mehr automatisch regelmäßig vor dem großen Schaufenster des iTunes Store und wird dementsprechend seltener bis gar nicht dort einkaufen.

Zwar klingt das aus Apples Sicht kommerziell nachvollziehbar, für den Konsumenten ist es aber eine Ungeheuerlicheit: Das Gerät geht mit dem Kauf in sein Eigentum über, er darf aber nicht darüber entscheiden, wie er es verwendet. Dieser Zwang zu einer bestimmten Software geht so weit, daß er auch den Zwang zu einem bestimmten Betriebssystemen mit einschließt: Windows 2000? Nein. Windows ME? Nein. GNU/Linux? Daran denkt Apple nicht mal. FreeBSD? Auch nicht, obwohl Apple den gesamten Unterbau für sein OS X von dort geholt hat. Ausschließlich Windows XP, Windows Vista und OS X werden geduldet, für Benutzer anderer Systeme ist der iPod schlichtweg nicht funktionsfähig.

Apples Sperre zum umgehen ist dabei technisch gar nicht so kompliziert und wurde 2007 bereits erfolgreich vorexerziert (daher gibt bzw. gab es bisher Programme, die Musik auf iPods schreiben konnten): Alles hängt an einer einzigen Datei (iTunesDB), die unverschlüsselt am iPod liegt. In ihr sind die Songdaten abgespeichert. Lesen kann diese Datei jeder. Zum Schreiben ist es jedoch notwendig, eine nach einem geheimen Verfahren errechnete Prüfsumme anzuschließen. Stimmt diese Prüfsumme nicht, ist die Übertragung der Datei an den iPod nicht erfolgreich. Wer Software für den iPod entwickeln möchte, muß also nur diesen Algorithmus herausfinden. 2007 dauerte das knappe 36 Stunden.

Apple hat darauf reagiert und in der letzten Firmware die Prüfsummenberechnung verändert. Zeit also, sich darüber Gedanken zu machen, wie man sie diesmal knacken könnte. Der ersten Gedankenaustausch dazu im oben erwähnten Wiki wurde nun von Apples Anwälten grob unterbunden. Überraschenderweise berufen sie sich dabei auf den DMCA, mit dem man eigentlich gegen Copyrightverletzungen vorgehen würde. Die EFF und die Betreiber des Projekts selbst sind aber (so wie ich) der Ansicht, daß jemand, der Daten auf sein eigenes Gerät schreiben will, keine Copyrightverletzung begeht und daß Apple in diesem Fall kein rechtlich schützenswertes Interesse daran hat, daß der Algorithmus geheim bleibt.

Wer sich für die juristischen Details und die Argumentationslinien beider Seiten interessiert, findet hier die Mail von Apple an Bluwiki und hier die Reaktion der EFF. Ich bin gespannt, wie die Sache weiter geht … nicht, weil ich meinen nicht vorhandenen iPod von GNU/Linux aus mit Musik befüllen möchte, sondern weil es schön wäre zu sehen, daß auch ein großer Konzern nicht einfach mit allem durchkommt. Schlimm genug, daß Leute auf die Hardware reinfallen - sie sollten wenigstens nachher noch die Chance bekommen, sich per Software aus der eisernen Umklammerung zu lösen.

Stell Dir vor es ist Weihnachtsfeier …

… und ich muß nicht hin. Ganz offiziell. Heute nämlich: Erstmals seit Jahren darf ich die einst lieb gewonnene Datakom-Tradition wieder aufleben lassen und mich diesem für Soziophobiker wie mich höchst unerquicklichen Hexenkessel entziehen. In den vergangenen Jahren mußte ich nicht nur aufgrund einer ausdrücklichen Anweisung hin, ich mußte sie sogar (mit)organisieren. Beides hat bei mir regelmäßig körperliche Beschwerden ausgelöst. Daß das heuer nicht so ist, mag verschiedene Gründe haben. Einer davon ist das, was ich als „Respekt vor mir und meinen Schrullen“ empfinde. Ich schätze das, wenn ich respektiert werde. - Gutes Gefühl zur Abwechslung wieder mal.

Kontaktanzeige: Er sucht S60

Liest hier jemand mit, der mich kennt, technisch verspielt ist, ein Nokia-Telefon mit S60, 3rd Edition besitzt (z.B. 3250, 6290, 6120, 6110 Navigator, 6210 Navigator, N95, N95 8GB, N82, N96, E71, E90, N80, E61, …), in Wien wohnt und über einen halbwegs kostengünstigen Datentarif verfügt? (Alter und Aussehen egal, nur Verspieltheit zählt.)

Ich würd gern mal Nokias neues Service Friend View ausprobieren und habs bei mir auch schon installiert - es scheitert nur daran, daß ich keine Freunde hab. Zumindest keine, von denen ich aus dem Stand wüßte, daß sie meinen oben angeführten Mindestanforderungen entsprechen. 😉

Friend View ist eine Mischung aus „Ich sehe, wo Du gerade bist“ und Micro-Blogging. Die Beta Labs beschreiben es als an experimental research project, was weniger eine revolutionäre Idee, sondern ungetestete, halbfertige Software bedeutet. Sei’s drum. Ich find das Konzept nett und eigentlich auch ganz brauchbar umgesetzt (eine kleine Idee davon vermittelt das Promo-Video).

Also: Rührt Euch per Mail bei mir, wenn Ihr das Programm erfolgreich installiert habt. Oder fügt mich gleich zur Liste hinzu, ich verwende auf Friend View den gleichen Namen wie hier.

Browserstatistik 2008

Kinder! Wieso sagt denn keiner was? Seit 2006 hab ich hier keine Statistik mehr veröffentlicht. Also, nichts wie los!

Bei den Browsern hat der Internet Explorer nochmal deutlich verloren und liegt erstmals unter 50%. Der Abstand zum Firefox beträgt nun nur mehr drei Prozentpunkte. Ebenfalls interessant: Abgesehen von der Aufholjagd des Firefox gibt es keine Veränderung seit 2006.

Browser Anteil in Prozent
Internet Explorer 45%
Firefox 42%
Mozilla Suite 5%
Safari 4%
Opera 3%
Andere 1%

Der Anteil der regelmäßigen Leser ist von 11% auf 10% leicht gesunken, wobei allerdings die Besucherzahl insgesamt nochmal deutlich gestiegen ist: Statt 59 kommen nun im Schnitt 84 Besucher pro Tag hierher.

Was Microsoft in der Browserstatistik verliert, gewinnt es bei den Betriebssystemen wieder dazu: Rund 85% aller Zugriffe erfolgen mit einem Windows-System. Vor allen Windows Vista trägt hier zum Wachstum von MS bei, fast ausschließlich auf Kosten von GNU/Linux. Das freie Betriebssystem stürzt von 14% auf 7% ab und liegt damit nur mehr knapp über OS X, das seinen Anteil von 6% unverändert halten konnte.

Betriebssystem Anteil in Prozent
Windows XP 68%
Windows Vista 15%
GNU/Linux 7%
Mac OS X 6%
Windows 2000 3%
Andere 2%

Die Gruppe „Andere“ wird zunehmend bunter. Neben diversen Windows-Varianten und Unix-Derivaten finden sich hier auch immer mehr mobile Betriebssysteme (z.B. Symbian), aber auch Spielkonsolen wie Nintendo Wii.

Alle Zahlen beruhen wie immer auf der Auswertung der letzten 3000 Besucher. Prozentangaben sind gerundet.

Ärztemuster

Eine alte Weisheit: Gute Ärzte erkennt man daran, daß sie einen nicht ohne viele bunte Medikamentenschachteln aus der Ordination gehen lassen. Ich war heute bei einem hervorragenden Arzt. Beim besten wo gibt. 😉

Blogger-Treffen

Es ging alles ganz schnell. Zu Mittag ereilt mich während eines meiner wichtigen Meetings der Anruf: Deep Blue ist in der Nähe und kann ein Treffen mit mir in seinem heutigen Seminartag unterbringen. Na aber klar doch!

So landen wir also im Ibis und plaudern über alte Zeiten. (Sehr alte Zeiten mittlerweile …) Er wirkt sehr entspannt und ausgeglichen. Ich glaub fast, es geht ihm gut. 😉

Ganz zum Schluß wird mir noch eine besondere Ehre zuteil: Ich darf seine Neue kennenlernen. Sie spricht sogar mit mir und führt mich schließlich heim, wofür ich ihr ausgesprochen dankbar bin.

Nett wars. Immerhin haben wir uns seit Juli 2007 nicht mehr gesehen. Wir sollten sowas öfter mal machen.