2008: 3x Song Contest

Die ersten offiziellen Statements der EBU sind da, und obwohl einiges noch in der Gerüchteküche brodelt, ergibt sich in Summe ein schlüssiges Bild: Der Song Contest 2008 hat völlig neue Regeln, die helfen sollen, die enorme Teilnehmerzahl (zuletzt 42 Länder) in den Griff zu bekommen.

Zunächst gibt es die Qualifikation der besten 10 aus dem Vorjahr nicht mehr. Alle Länder mit Ausnahme der „Big Four“ müssen sich im Semifinale qualifizieren. (Das gilt auch für die Top 10 von 2007.)

Das Semifinale selbst, zuletzt mit 28 Teilnehmern kaum noch zu bewältigen, wird in zwei TV-Shows geteilt: eine für Ost, eine zweite für Westeuropa. (Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die einzelnen TV-Stationen jeweils nur je eine der beiden Sendungen ausstrahlen.) Aus jeder der beiden Shows gelangen 10 Songs ins Finale, die Big Four ergänzen dann auf die maximale Teilnehmerzahl von 24.

Noch nicht offiziell bestätigt, aber wahrscheinlich ist „The Return of the Juries“ in einer unerwarteten Weise: Pro Semifinalshow werden 9 Finalisten wie bisher über die besten Televoting-Ergebnisse bestimmt. Den zehnten Finalplatz erhält jedoch der Teilnehmer, der von den Backup-Juries am besten bewertet wurde und nicht bereits im Televoting-Ergebnis enthalten ist. Auf diese Weise sollen die Songs mehr Chancen erhalten, die bei Fans beliebt sind, aber nicht gleich beim ersten Mal anhören „hängenbleiben“ oder durch pompöse Showeinlagen beeindrucken.

Ich kann nur hoffen, daß die beiden Semifinalshows nicht am gleichen Abend ausgestrahlt werden. Warum? Natürlich muß ich unbedingt beide live sehen. 3x Song Contest in einer Woche! I’m lovin’ it!

Nokia N800-Nachfolger im November?

Seit heute stehen in der Datenbank der FCC Dokumente, in denen Nokia um die Zulassung eines neuen Gerätes am US-Markt ansucht. Dieses Teil mit der Typenbezeichnung RX-44 (das N800 war RX-34) schaut verdächtig nach einem Internet Tablet aus. Der Großteil der Unterlagen, vor allem Fotos und die genauen Schaltpläne, bleibt bis nach der ersten Novemberwoche unter Verschluß. (Üblicherweise werden diese Dinge geheim gehalten, bis das Gerät offiziell vorgestellt wurde bzw. sogar am Markt ist - fürs Weihnachtsgeschäft sollte sich das ausgehen.)

Wer etwas über neue Features wissen will, muß sich durch Testberichte quälen, die ich einfach nicht verstehe und die (dem Zweck der FCC entsprechend) nur Dinge beschreiben, die mit Funk und Strahlung zu tun haben. WLAN und Bluetooth werden da geprüft, das kennen wir schon. Neu scheint ein eingebauter GPS-Empfänger zu sein. Das gefällt mir schon recht gut. Ziemlich verwirrend ist, daß an einer Stelle die UMTS-Technologie W-CDMA angesprochen wird, WiMAX aber gar keine Erwähnung findet. Handy-Technik wie W-CDMA war ja für Nokia bisher absolut tabu in der Internet Tablet Serie, dafür war eine WiMAX-Version des N800 in einer Presseinformation bereits für 2008 angekündigt. Ich gespannt, ob sich die Strategie in diesem Punkt geändert hat oder ob ich die spärlichen Informationen einfach nur falsch interpretiere.

Update: Ein Leser im Blog von ThoughtFix hat herausgefunden, daß der Teil über W-CDMA offenbar nur fixer Bestandteil der Vorlage für die Testreports ist und bereits bei den Dokumenten zum N800 enthalten war. Man kann daraus also keine UMTS-Fähigkeit ableiten.

[via ThoughtFix]

Mein neuer Freund

Ich wollt ja nie einen Laptop. Wenn er aber schon kostenlos daherkommt: Ein Toshiba Satellite Pro 4200 bereichert jetzt meine Computersammlung.

Ein Intel Celeron mit 500MHz, 120MB RAM, eine 6GB-Festplatte und 3kg Lebendgewicht sind nicht mehr wirklich der Stand der Technik. (Irgendeinen Grund muß es ja gehabt haben, daß ich das Ding gratis gekriegt hab.) Allerdings: Mit einem abgespeckten GNU/Linux-System (Desktop: Xfce) kann man zumindest bequem das tun, was ohnehin 90% der Zeit auf jedem privaten PC in Anspruch nimmt: surfen und Mails schreiben.

Ich hab aus purer Großzügigkeit € 50,- in die Wirtschaft gepumpt und mir noch einen WLAN-Adapter geleistet. Ein verkabelter Laptop – wozu wär denn das gut? Eben.

Spannend ist, daß ich mich jetzt mit den Dingen beschäftigen kann, die mir im GNU/Linux Leben bisher noch nie untergekommen sind: Wie ist das mit dem Power Management? PCMCIA/CardBus? Und da wären dann noch ein Infrarot-Port (wer braucht das?), ein TV-Ausgang und andere exotische Dinge, die ich mir noch nicht einmal angeschaut hab. Ich glaube, ich hab für die nächsten Tage wieder genug zum Spielen. 😉

Vernissage Günther Hainzer

Daniels Vernissagen schwänze ich (was mir zunehmend unangenehm wird) beharrlich. Günther Hainzer zeigt jetzt, wie man’s macht:

Er läßt die Veranstaltung schlicht und ergreifend direkt bei mir am Arbeitsplatz stattfinden und reist dafür extra aus Salzburg an. Da klappts dann auch mit dem Ossi.

Eine kleine Rolle bei Günthers Entscheidung mag auch gespielt haben, daß seine Fotos eine unternehmensintern und -extern besetzte Jury begeistert haben. Er wurde also eingeladen, seine Werke für zwei Monate im Foyer der Unternehmenszentrale auszustellen - was dazu führt, daß jeden Tag ein paar hundert Leute dran vorbeigehen werden, darunter auch ich.

Respekt, Herr Kollege! Obwohl: Er ist es ja mittlerweile gewohnt. Google verrät: Nicht zum ersten Mal hält ihn eine Jury für auszeichnungswürdig. 😉

Geschwister Pfister

Erik hat uns zum wahrscheinlich bizarrsten, wildesten und absurdesten Abend der Geschwister Pfister geführt:

Die Kammerspiele erlebten unter dem Titel „Home, Sweet Home“ Gejodel, Masturbation im Rollstuhl, kitschrosa Geburtstagstorten und ein blutiges Kettensägenmassaker. All das zu Musik von (unter anderem) F. Schubert, S. Sondheim und F. Rodgers, garniert mit ein bißchen Song-Contest („Rock Bottom“) und Zutaten, von denen man gar nicht genau wissen will, woher sie kommen. („Which is what you get from having fortgepflanzt within family ueber die jahre …“)

Am Ende wußten wir alles über Céline Dion, Ursli war blutüberströmt und es gab (wie beinhahe schon üblich) keine Zugaben, dafür das ganze Programm auf DVD (die jetzt bei mir zuhause läuft). Liebe Gepfister, bitte wiederkommen!

Gas weg, Gas da, Gas weg … Gaskrieg?

Es geht der irre Gaskiller um bei uns im Haus! Unmittelbar nach meinem Sommerurlaub mußte ich ja schon eine knappe Woche ohne Gas und damit ohne Warmwasser ertragen - Details sind hier nachzulesen.

Gestern Abend wieder: Wasserhahn auf, Gastherme macht *plonk* und schaltet ab. Nanü? Hat doch in der Früh noch funktioniert? Nach ein bisserl Herumbasteln hab ich um 00:20 wieder mal die Leuts von der Wien Energie angerufen, zu denen ich ja mittlerweile ein recht freundschaftliches Verhältnis pflege. Es ist keine Störung bekannt, aber man schickt mir heute um 16:00 Uhr jemanden vorbei.

Pünktlichst um vier steht ein freundlicher Herr vor mir, der feststellt: Die Tür zum Raum mit den Gaszählern ist unverschlossen (war noch nie) und irgendein Witzbold hat mir einfach den Hahn zugedreht. Ein Griff, und schon kann Ossi wieder duschen.

Ich frag mich jetzt nur: Wer zum Geier tut sowas? Wer kommt auf die verbrannte Idee, offen zugängliche Gaszähler zu suchen und sie zuzudrehen? Hab ich einen irren Gas-Kidnapper unter meinen Nachbarn? Findet der Herr nebenan, daß ich zu viel dusche? Oder schleichen tagsüber finstere Gesellen durch die Straßen und machen das, wo immer sie grad eine offene Haustür finden?

Vorläufig sollte mal Ruhe sein. Der Energie-Mann hat das Zählerkammerle wieder fest versperrt und mir mehrfach versichert, daß ich ihn jederzeit anrufen kann übers Wochende - für den Fall, daß der Wahnsinnige einen Schlüssel hat für den Zählerraum …

My URI: I Deserve It!

Logo für RDF

Sir Tim Berners Lee sagt:

… everything of importance deserves a URI. Go ahead and give yourself a URI. You deserve it!

Na dann: Wer mich in FOAF-Files oder anderen RDF-Dokumenten erwähnt, möge bitte dafür hinkünftig die URI
http://www.welzl.info/id/oskar.welzl
verwenden.

Mein eigenes FOAF-File habe ich schon entsprechend geändert: Ich bin darin kein nackter bNode mehr, sondern als <foaf:Person rdf:about=”http://www.welzl.info/id/oskar.welzl” /> jetzt eindeutig. Schön, nicht?