Blogger-Treffen

So, jetzt war ich auch mal bei einem Blogger-Treffen - oder so ähnlich. Petra und Marcel (aka mfl) sind gerade in Wien und wir haben es tatsächlich geschafft, ein Treffen zu arrangieren. Wo? Natürlich "vor dem Stephansdom" *g*. Danach haben wir uns in den kältesten und windigsten Winkel der Stadt gesetzt; nett wars trotzdem. Hat mich total gefreut, daß es geklappt hat und daß wir uns mal "in echt" gesehen haben!

Motorrad statt Spargel

Das ist der Fluch der Technik: Per MMS werde ich Augenzeuge von Wolfgangs Motorrad-Eskapaden. Dabei sollte er längst in der Küche stehen und wuseln, schließlich sind wir heut bei ihm zum Spargelessen eingeladen. Entweder gibts also Fast-Food (was sich halt zeitlich noch ausgeht zwischen „Born to be wild“ und Küchenfee), oder aber die ganze Arbeit bleibt am Rainer hängen. Mal sehen, wer heute Abend die zerschundenen Hände hat von der harten Hausarbeit. 🙂

Klo

Ich arbeite hier seit 2001. Jetzt gerade entdecke ich ein Klo, das ich noch nie gesehen habe in all den Jahren. Sauber und frei.

Tiergarten Schönbrunn

Drei Stunden kann man im Tiergarten Schönbrunn locker verbummeln - und hat dann immer noch nicht alles gesehen. Esel, Bären, Nashörner, Robben, schwule Amis, Pinguine, Affen, Elefanten, Giraffen, Erdmännchen, schreiende Kinder, Pandas, Koalas, Geparden und was weiß ich was noch alles. Der Zoo wird von Mal zu Mal schöner.

Ich fands ja wirklich toll und geh immer wieder gerne hin. Das einzige, was wirklich unfair ist: Wir haben jede Menge Tierfütterungen erlebt, und egal ob Eisbären, Robben, Pandas oder irgendwelche unspektakuläre Ziegenviecher: für jeden Bissen gabs ein „Ohhh!“ und „Ahhh!“ aus dem versammelten Publikum. Zugegeben, der Eisbär zerteilt seine Beute schon recht beeindruckend, aber ich kann auch gut und viel essen. Trotzdem applaudiert mir dabei keiner. 🙁

Nokias Roach Motel entkommen

Roach Motel nennen die Amerikaner Klebefallen für Kakerlaken: „They check in … but they don’t check out“. Ebenfalls Roach Motel nennen Besitzer eines Nokia 770/N800 den Nokia Reparaturservice für diese Geräte: Man bringt sie hin, aber sie kommen nie zurück.

Mein Nokia 770 ist heute, nach vollen 9 Wochen Reparaturzeit und mehreren schriftlichen und telefonischen Urgenzen, dieser eigentümlichen Kundenverschreckungsmaschinerie entkommen. (Eingeliefert habe ich es am 13.2.2007.)

Zwar wurde der Fehler behoben, trotzdem macht Nokia auch abgesehen von der unerträglichen Reparaturdauer keinen guten Eindruck: Die Metallabdeckung ist zerkratzt und man hat mir zwei Einzelteile mitgeliefert, die definitiv nicht zu meinem Gerät gehören. Keine Ahnung, wem die jetzt fehlen.

Allein in den Foren von InternetTabletTalk finden sich unzählige Berichte dieser Art von wütenden Kunden. Scheint so, als hätte der finnische Handy-Erzeuger zwar ein gutes Produkt auf den Markt gebracht, aber keine Supportprozesse dafür definiert. Schade. Hoffentlich hält mein 770 jetzt, bis ich mir ein Nachfolgemodell leiste.

Weisheit

Eine Dame trägt die Beratungsspalte aus Frauenzeitschriften vor. Womit man sein Geld verdienen kann…

Nokia, Intel, FIC im GNU/Linux-Club

Seit einigen Tagen schon geistert ein PDF-Dokument durchs Netz, dessen Inhalt für sich allein spannend genug wäre und nur einen Schluß zuläßt: Intel wird in naher Zukunft UMPCs auch mit GNU/Linux ausliefern. Viel interessanter: Der Branchenriese verwendet dabei die Vorarbeiten, die Nokia mit dem 770/N800 geleistet hat. Das für diese Nokia-Geräte entwickelte Hildon Application Framework fließt 1:1 in die neue Intel-Plattform ein.

Die eigentliche Bombe hat Jeff Waugh aber erst heute auf der Embedded Linux Conference in Santa Clara platzen lassen: FIC, Intel, OLPC und Nokia sind (gemeinsam mit Canonical, Debian, Red Hat und vielen anderen) Gründungsmitglieder der GNOME Mobile & Embedded Initiative (GMAE). Gemeinsam mit der GNOME-Foundation wollen die Unternehmen die Entwicklung freier Software für Smartphones, Internet Tablets und ähnliche „embedded devices“ vorantreiben.

Mich freuts aus zwei Gründen:

Ersten kann ich nun sagen, daß ich von Anfang an dabei war. Nokia hat mit seiner Maemo-Plattform den Grundstein für diese erfolgreiche Entwicklung gelegt und offensichtlich Recht behalten, auch wenn bei der Markteinführung des Nokia 770 vor allem sogenannte „Fachjournalisten“ mit dem Konzept des Gerätes völlig überfordert waren. (Ja, das sind die gleichen Fachjournalisten, die ständig über „Web 2.0“ berichten. *g*)

Zweitens ist es ein Sickerwitz der Geschichte, wenn Vorzeigeunternehmen einer kapitalistischen Gesellschaftsordung sich ausgerechnet unter der Fittiche der GNOME-Foundation zusammenfinden. Immerhin ist GNOME Teil des GNU-Projektes von Richard M. Stallman, dem schon mancher US-amerikanische Politiker und Wirtschaftstreibende eine kommunistische und anti-amerikanische Gesinnung attestiert hat. Jetzt sollen diese amerikafeindlichen Kommunisten Intel, Nokia und FIC dabei helfen, bis 2010 die Hälfte des Smartphone-Marktes auf die Basis freier Software zu stellen. Nicht übel für ein paar langhaarige, unrasierte Weltverbesserer. 😉

(Ach ja, natürlich hab ich auch was zu meckern: Lizenz für die Komponenten der GMAE-Plattform ist nicht die GPL, sondern unter die LGPL. Kompromisse müssen offenbar doch sein …)

Worldvision Song Contest?

In einem Video-Interview erzählt Bjørn Erichsen zuerst viel zu lange über sich selbst und den Song Contest 2001, dann aber sehr viel Interessantes über die unmittelbare Zukunft des Eurovision Song Contest (ESC) insgesamt:

Das Format war selten zuvor so erfolgreich wie heute: solide Finanzierung, hohe Einschaltquoten, großes Medieninteresse, immer neue Teilnehmerländer. Jetzt ist, so Erichsen, der Zeitpunkt, um Geld für die Zukunft in die Hand zu nehmen. Etwa 14 Projekte sollen die Marke „Eurovision Song Contest“ auch in Zukunft absichern. Dazu zählen Spielfilme oder Musicals, vorbereitende TV-Magazine, vor allem aber auch die Lizenzierung des Formats für andere Kontinente. Erichsen schwärmt davon, daß schon in wenigen Jahren die Gewinner der amerikanischen, afrikanischen und asiatischen Versionen gegen den Sieger aus Europa in einem „Worldvision Song Contest“ antreten könnten. Die Rechte für ein solches Format hat die EBU sich vorsorglich gesichert.

Im Gespräch verweist Erichsen auch stolz auf den multimediale Charakter, den die Show heute bereits hat: Die EBU überträgt die Contest nicht nur via Radio und Fernsehen (ab heuer in High Definition), sondern schon seit einiger Zeit über eine richtungsweisende Peer-to-Peer-Technologie (von Octoshape) im Internet.

Fans sollten sich das Interview ansehen. Es gibt da einiges, worauf man sich freuen kann.

Wilder Prater

Völlig ungeplant steh ich plötzlich zwischen all diesen nervenzerfetzenden Prater-Attraktionen – und hab niemanden, der mit mir fährt. Allein macht das ja keinen Spaß. (Und: Nein, ich hab keine Glückspillen geklaut; ich bin einfach von Natur aus verwegen.)

Ein Handy verbindet

Die meisten Menschen wissen mittlerweile, daß „Handy“ nur ein Pseudo-Anglizismus ist und nicht der englische Ausdruck für Mobiltelefon. Allerdings glauben die meisten Menschen auch, daß „Handy“ im englischen Sprachraum (zumindest als Substantiv) gar nicht existiert. Falsch.

Das Urban Dictionary, das mir schon viele angebliche englische „Fachbegriffe“ freundlich übersetzt hat, findet unter dem Ausdruck Handy:

to wrap your hand around a guys cock and vigoriously move up and down until the male begins to cum

Konkreter:

Slang term for a handjob

„Connecting People“ bekommt da eine völlig neue Dimension. Und ich sollte mir in Zukunft sehr genau überlegen, in welchem Zusammenhang ich das Wort benutze. Vielleicht tuts ja „Telefon“ am Ende doch. (Abgesehen davon war mir das Festnetz immer schon lieber.)