Thai Blogging

Tropischer PoolCorporate Blogs sind sowas von out. Urlaubsblogs sind in!

Peter hats vorgemacht, jetzt zeigen auch Wolfi und Raini Bilder von ihrem Urlaub im Hotel Marina am Karon Beach in Phuket. Stammleser erinnern sich: Schon vor ziemlich genau einem Jahr haben mir die beiden, allerdings damals noch via MMS, Bilder von sonnigen Stränden in die Wiener Trostlosigkeit geschickt. Ganz ehrlich macht das ja doch ziemlich Lust auf ein bißchen Entspannung … 😉

Ach ja: Daß die beiden heuer bloggen statt MMSen hat einen simplen Grund. Aus der Zimmerbeschreibung auf der Website des Hotels:

Each room includes state-of-the-art multi-media. A 32-inch LCD TV, together with a top-of-the-line Mini-computer, means that guests can enjoy everything from music, movie, games, digital photos, and international cable TV.

Urlaub von der Technik wird also nicht gemacht - das gilt umso mehr, als auch der kleine Liebling mit dabei ist. *g*

aon bringt Hoffnung!

Noch eine Story, die mit ein diesem Herrn hier zu tun hat:

Der hat das letzte Frühstück mit mir am 9.3. nämlich abgebrochen, weil er ein dienstliches Date mit Gerda Rogers hatte. Wie er schon fast im Stiegenhaus verschwunden war, hat er noch gesagt: Und wenn Dir eine Frage einfällt, schick sie mir, vielleicht kann ich sie unterbringen!

Ich hab ihm eine SMS geschickt und die Sache vergessen. Bis heute. Heute nämlich hab ich eine Anleitung auf der aon-Homepage gesucht. Die hab ich zwar nicht gefunden, stattdessen aber Frau Rogers’ Antwort auf meine SMS:

Ossi: Ich bin am 18.6.67 um 01:15 in Linz geboren. Welches der drei Jahre 2007-2009 ist für mich beruflich am besten?

Gerda Rogers: Am Besten würde ich bei Ihnen das Jahr 2009 beruflich sehen. Der Aufwärtstrend beginnt aber schon 2008.

aon bringt eben immer wieder gute Neuigkeiten. Es gibt Hoffnung, einen zarten Silberstreif am Horizont!

Ferengi im Büro

Manchmal gibt es Ausdrücke, die bleiben hängen. Bei einem Meeting hat mir ein Kollege einen solchen beigebracht: Ferengi.

Ferengi steht einerseits für krawattentragende, heißluftblasende Manager („Das ist ein Ferengi!“), andererseits und vor allem aber auch für ihre oft inhaltsleere, jedenfalls aber unverständliche Sprache. Vokabel wie Gap, Web 2.0, Challenge, Hand-Out, Incentives, Commitment, Kick-Off, Low-Performer, Roadmap … you name it - all das kennzeichnet die Sprache Ferengi.

Ursprünglich kommt das Wort aus dem Star-Trek-Universum. Dort sind die Ferengi eine Spezies, über die Wikipedia schreibt:

Das Haupt-Augenmerk ist die Maximierung des Profits. Darüber hinaus werden Ferengi als verschlagen, hinterhältig, sexistisch und feige dargestellt.

Auch das paßt.

Mein bescheidener Wunsch: Bitte weniger Ferengi mit mir sprechen. Ich versteh die Sachen besser, wenn sie mir in kurzen deutschen Sätzen erklärt werden. 😉

Web 2.0 fällt aus

Ich wollt mich ja heute um 9:00 Uhr davon überzeugen lassen, daß es „Web 2.0“ wirklich gibt (siehe auch Wir sind Web 2.0).

Jetzt kommt da so ein ultra-spannender 6½-stündiger „Workshop“ dazwischen. Ich langweile mich schon beim Gedanken daran. Nix „Web 2.0“. Ich werde wohl nie lernen, was das ist. 🙁

ESC Semifinale – Google Votes!

Das Semifinale des Eurovision Song Contest ist entschieden - wenn es nach Google geht. Ich habe mir mit einem kurzen Script auszählen lassen, wie oft die 28 Interpreten auf Websites außerhalb ihres Heimatlandes in Zusammenhang mit dem Song Contest genannt werden. Der Suchstring

eurovision 2007 Eric Papilaya -site:.at

zum Beispiel lieferte mir heute ca. 31.000 Treffer. Damit landet Eric mit seinem (angeblich ursprünglich für Anastacia geschriebenen) Get a life - get alive! nur auf einem bemühten 14. Platz. Österreich wird somit laut „Google-Prediction“ im Finale am 12. Mai nicht dabei sein. (Nur die besten 10 der 28 Semifinalisten kommen weiter.)

Für jedes einzelne Land nach dem gleichen Muster befragt liefert Google folgende Top 10:

Platz Google-Treffer Land, Interpret, Titel
1 577.000 Türkei, Kenan Doğulu, Shake It Up Şekerim
2 415.000 Polen, The Jet Set, Time to party
3 261.000 Andorra, Anonymous, Salvem el món
4 185.000 Schweiz, DJ BoBo, Vampires are alive
5 160.000 Portugal, Sabrina, Dança comigo (vem ser feliz)
6 153.000 Israel, Teapacks, Push the Button
7 71.800 Malta, Olivia Lewis, Vertigo
8 67.800 Mazedonien, Karolina, Mojot svet
9 65.600 Tschechien, Kabát, Malá Dáma
10 45.100 Zypern, Evridiki, Comme ci, comme ça

Ob das Google-Ranking irgendeine Aussagekraft hat, wissen wir am Abend des 10. Mai nach dem Semifinale. Vielleicht läßt sich ja auf diese Weise dann auch der Sieger vorhersagen. 😉

Flashblock, mon amour

Lange Zeit hatte ich Flash auf meinen Rechnern überhaupt gar nicht installiert. Außer für Werbung ist diese Pest für nichts zu gebrauchen. Erst als es sich als immer spannender erwies, aktuelle Song-Contest-Beiträge über YouTube anzusehen, fand das Flash-Plugin Gnade und durfte (obwohl proprietärer Code) auf meine Festplatte. Seither hasse ich Flash noch viel mehr als zuvor.

Firefox sei Dank gibt es einen Mittelweg: Flashblock ersetzt jedes Flash-Objekt durch eine leere Fläche mit Play-Button in der Mitte. Man surft also weiterhin unbehelligt, kann aber einzelne Inhalte gezielt zulassen oder aber auch ganze Websites (wie eben XTubeYouTube) zur flashverseuchten Zone machen, in der dann Flash-Inhalte automatisch geladen und wiedergegeben werden.

Mit diesem Add-On läßt es sich leben, bis Flash strafrechtlich verboten wird.

Web 2.0 ist Essen

Ich liebe Web 2.0. Ich bin da nun Fan von. Weil: Heute schickt mir der Boss eine Mail mit der Einladung zu einer firmeninternen Veranstaltung. Web 2.0, so heißt es da zunächst, steht für die neue Generation des World Wide Web, bei der die Nutzer zu Gestaltern werden. Gääähn - fast hätte ich die Mail geschlossen. Seit 1989 sind die Nutzer im Web Gestalter. Erzähl mir was Neues, Chef! - Aber dann kommt’s:

Ich lade Sie herzlich zur Veranstaltung „Wir sind Web 2.0“ ein. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es ein Web 2.0 Frühstück.

Frühstück! Essen! Web 2.0 ist Essen! Wieso sagt man mir das nicht gleich? Das ist die Sprache, die auch so ein pingeliger Realist wie ich versteht. 😉

Jetzt muß ich mir nur noch die störenden anderen Meetings vom Hals schaffen, die zur gleichen Zeit angesetzt sind. Ich will den Tag feiern, an dem mein Brötchengeber (Wortwitz!) mich von der Existenz eines „Web 2.0“ überzeugt.