Ich bin Mastermind, Reformer und Denker

Gunter Dueck hat mich mit seinem Vortrag auf die Idee gebracht, wieder mal ein paar Persönlichkeitstests zu machen.

Nach dem Myers/Briggs-Schema bin ich (und das hab ich schon mal früher ausgetestet) der iNTj-Typ: Mastermind oder auch Descartes. Angeblich sind nur 1% der Menschen wie ich. (Wer hat da jetzt gerade erleichtert aufgeatmet?)

Das Enneagramm ist ein System, das ich bisher nicht kannte (das aber lt. Wikipedia auch sehr starkt Richtung Pseudowissenschaft abgleitet). Sei’s drum: Nach diesem Test bin ich zu gleichen Teilen Typ I (Reformer) und Typ V (Denker).

Zusammenfassend irritiert es mich, mich um meine Kleidung oder um meine eigenen Lebensgewohnheiten selbst kümmern zu müssen. Ich hege Widerwillen gegen alles, was meine Ruhe und den gemessenen Ablauf meines Lebens zu stören vermag und dulde keine Befehle. Blöderweise bin ich fortwährend von der Realität enttäuscht; diese Enttäuschung verdichtet sich zu gestaltlosem, universellen Ärger über die Unvollkommenheit der Welt. Nicht hilfreich dabei ist ein tiefes Erlebnis von Leere, ein bodenloser Abgrund, den ich auf dem Weg über den Verstand füllen möchte. Ich finde Sicherheit durch Verstehen und durch Erklärungen. Meine Sünde ist: Abstand.

Nach all dem war es mir wichtig, noch einen letzten Test zu machen. Ergebnis: Nein, ich bin nicht beunruhigend autistisch. Nur ganz leicht über dem Durchschnitt. 😉

Weblogs und Beschwerdemanagement

Prof. Dr. Bernd Stauss hält den Vortrag "Weblogs – eine Herausforderung für das Beschwerdemanagement". Nicht unspannend und eine wohltuende Abwechslung im Programm. Vor allem der Aspekt des Monitorings privater Blogs wird von Unternehmen sicherlich unterschätzt. (Ob Corporate Blogs tatsächlich auch als eigenständiges Medium in der Beschwerdebearbeitung und im Kundenservice eine Berechtigung haben? Da bin ich mir auch nach diesem Vortrag noch nicht so ganz sicher…)

Frühstück

Das Frühstück ist in Hotels die schönste Mahlzeit des Tages. Normalerweise. Heute aber schreit mein Magen "Keine Currywurst mit Pommes mehr nach 22:00 Uhr!" und verweigert die Freude am Essen. Egal, wenigstens habe ich ein stilles Winkelchen für mich allein gefunden. Die hintersten Ecktische sind Paradiese für Soziophobiker.

Na also, geht doch!

Na schau an: 90 Minuten Sightseeing sind sich heute tatsächlich ausgegangen. Taxi zum Brandenburger Tor, zu Fuß zum Alexanderplatz und mit dem Taxi wieder zurück. Schade, daß es ziemlich fröstelig und kurz nach Entstehung dieses Fotos schon stockfinster war. Trotzdem: eine feine Sache, schon auf dieser kurzen Strecke ist viel zu sehen. Beim nächsten Urlaub sollte ich mehr Zeit in Berlin einplanen.

Schweizer Spezialitäten

Ein Männlein aus der Schweiz erzählt ganz aufgeregt von "leads" und "empowerment". Manager-Denglisch auf Schwytzerdütsch. Das hat was. Er sagt auch "am Schluß des Tages" statt "am Ende des Tages". Mal was Neues…

Mittagessen

Mir brummt der Schädel von all dem denglischen Management-Sprech. Jetzt gibt es Mittagessen: Die Leute, die extra viel für den Kongreß gezahlt haben (so wie ich), dürfen in stilvollem Kantinenambiente Pause machen.

Guten Morgen, Berlin!

Ein junger Morgen voll Energie und Tatendrang. Unter mir (ich bin im 9. Stock) breitet sich Berlin aus in all seiner verschwenderischen Pracht. Ich aber kann leicht widerstehen: Es lockt ein Tag mit Vorträgen wie "Value based customer experience". Das wird eine Experience! Was wäre dagegen schon das olle Brandenburger Tor?

Lindenbräu

Das kann jetzt nicht sein. Wohin gehen wir? Ins Lindenbräu. Und das gehört zum Hopfingerbräu – und das wiederum ist das einzige Lokal in Berlin, das ich schon kenne. Berlin ist ein Dorf. 🙂