Espressomaschine wieder da!

Sie ist soeben angekommen, strahlt und blitzt und glänzt mich an und macht wunderbaren Kaffee! So wie immer halt 😉

Ich hab mich ja seit dem Abtransport mit den fiesesten Tricks über Wasser gehalten: fremde Espresso-Maschinen angezapft, in der Kantine unten Kaffee getrunken (uiuiui), Kaffee-Mangel zuhause ausgeglichen … nutzt ja doch alles nix. Es geht nichts über eine verläßliche Kaffeequelle in unmittelbarer Nähe.

Browserstatistik

Aus 36 Ländern kommen Besucher auf diese Seite. Knapp 9% von ihnen lesen regelmäßig, was sich in meinem Leben so tut (wieso eigentlich?), der durchschnittliche Leser ruft 1,46 Seiten pro Besuch in diesem Blog auf.

Bei den Browsern habe ich nun endlich verläßliche Zahlen auch über Safari. Der Internet Explorer hat gegenüber der letzten Statistik kaum weiter verloren (nur bei den Nachkommastellen); Firefox, die Mozilla-Suite und Netscape sind nun getrennt aufgeführt, wobei Netscape (0,9%) unter „andere“ fällt:

Browser Anteil in Prozent
Internet Explorer 54%
Firefox 31%
Mozilla Suite 4%
Safari 4%
Opera 4%
Andere 3%

Ähnlich die Situation bei den Betriebssystemen: Windows XP hat seit der letzten Zählung (damals: 70%) nur wenig eingebüßt. Dafür hat sich der Anteil von GNU/Linux verdoppelt, hauptsächlich auf Kosten von Mac OS X. Grund dafür dürften einige besonders häufig aufgerufene, GNU/Linux-spezifische Artikel in der Rubrik Hardware und Software sein.

Betriebssystem Anteil in Prozent
Windows XP 69%
Windows 2000 10%
GNU/Linux 10%
Mac OS X 6%
Windows 95/98/ME 4%
Andere 1%

Unter „andere“ verbergen sich übrigens Exoten wie OS/2 und Sun Solaris, aber auch Windows NT.

Skype gegen Dalai Lama

Im Artikel Skype filtert Inhalte in China berichtet derstandard.at knapp vom Geständnis des Skype-Chefs Zennström, die Unterdrückung der Meinungsfreiheit in China zu unterstützen: Die chinesische Version des Services zensuriert Textnachrichten nach den Vorgaben der Regierung und stellt Nachrichten mit unliebsamen Stichworten („Dalai Lama“) einfach nicht zu.

Was derstandard.at verschweigt: Die Praxis ist weit verbreitet und eigentlich kaum erwähnenswert. Microsoft, Google und Yahoo! haben ähnliche Mechanismen eingebaut, und zwar einfach deswegen, weil die chinesische Rechtslage es erfordert. Es wäre für Unternehmen gar nicht möglich, am lukrativen chinesischen Markt tätig zu sein, ohne diese Gesetze zu beachten. Und im Kampf Geld gegen Moral hat noch immer die Moral verloren.

Eines zeigt die Meldung aber deutlich: Wie wichtig es ist, sich nicht zur Gänze kommerziellen Services auszuliefern, deren Technologie von einzelnen Unternehmen kontrolliert wird. Offene Standards bieten nicht nur Freiheit bei der Wahl der Software und des Providers, sondern auch die Freiheit von staatlicher Verfolgung und Freiheit der Meinungsäußerung.

Es geht besser, besser, besser …

Als Caterina Valente 1955 in „Bonjour Kathrin“ das deutsche Wirtschaftswunder mit „Es geht besser, besser, besser …” auf die Schaufel nahm, war die Entwicklung hin zum heutigen Turbo-Kapitalismus noch nicht abzusehen. Dessen Auswirkungen würden eher zum „Gespensterblues“ aus dem gleichen Film passen:

Zum Beispiel hat Paul Lendvai für einen Artikel im Standard folgende Zahlen recherchiert:

Das Nettoeinkommen des unteren Fünftels der Amerikaner erhöhte sich zwischen 1979 und 2003 nur um 4 Prozent, das des mittleren Fünftels um 15 Prozent, des oberen Fünftels jedoch um 54 Prozent und jenes der obersten 1 Prozent um nicht weniger als 129 Prozent.

Zwar bezieht sich die Statistik auf die USA, ich gehe jedoch jede Wette ein, daß die Tendenz in der gesamten westlichen Welt ähnlich ist - auch bei uns. Mich haben die Zahlen zutiefst erschreckt. Eine Einkommenssteigerung von 129% bei den Reichsten, während das untere Fünftel im Schnitt magere 4% mehr zum Leben hat als 1979! Wer diese Entwicklung umkehrt und eine zumindest gleichmäßige Verteilung des Wohlstandswachstums herbeiführt (und zwar ohne direkte Transferleistungen), hat bei jeder Wahl meine Stimme.

Lendvai irrt jedoch, wenn er schreibt: Nun zeigte der Zusammenbruch des “real existierenden Sozialismus” östlich der Elbe, dass es keine Alternative zum Kapitalismus gibt. Es gibt alternative Gesellschaftsmodelle jenseits des Plattenbaus!

Im Valente-Song aus den 50ern heißt es übrigens: „Es geht glatter, glatter, glatter, immer glatter, glatter, glatter, wenn’s noch glatter geht, dann rutschen wir bald aus.” - Wenn die Kluft zwischen den Reichen und Armen weiter wächst, kann unser gesamtes System „ausrutschen“. Vielleicht hat es sogar schon zu torkeln begonnen.

Hradec nad moravicí

Unser freundlicher lieblingskellner (er behauptet, ausgerechnet in tirol deutsch gelernt zu haben…) hat uns als ausflugsziel hradec nad moravicí empfohlen – schloß grätz. Jetzt genießen wir den romantischen blick von den türmen und extrem gute palatschinken. Danke für den tip, junger mann 🙂

Hübsch ham sie’s hier

opava macht den regen von gestern wieder gut: die renovierte altstadt strahlt im sonnenschein, was nicht schon renoviert ist, wird gerade hinter gerüsten herausgeputzt. Es gefällt mir hier!

opava

jetzt sind wir da, in opava. Der regen ist als begrüßung suboptimal – wir gehen mal essen. 🙂

slowakei

das hochwasser drängt unseren zug nach osten ab und beschert mir meinen ersten ausflug in die slovakei.

protokoll

immer konnte ich mich vor dem protokoll-schreiben drücken. jetzt in salzburg hats mich erwischt. 🙁