Nokia Datenkabel DKU-2 und GNU/Linux

Für mein Spielzeug (Nokia 6230) hab ich mir unter anderem auch das USB-Datenkabel DKU-2 zugelegt, das gerade beim Transfer größerer Datenmengen um einiges schneller ist als die sonst von mir genutzte Bluetooth-Verbindung. Unter Windows ME läßt sich schon der Treiber nicht installieren, erst im Handy-FAQ-Forum findet man ältere Versionen, die sich auch unter Windows ME nutzen lassen. Da jedoch die Nokia PC-Suite bei jedem zweiten Mausklick abstürzt (auch bei Verwendung von Bluetooth) und der Filetransfer so zum risikoreichen Glücksspiel wird, bleibt als Alternative GNU/Linux.

Auch hier stellt sich die Frage nach Treibern und Software, und siehe da: Zur Abwechslung scheint’s unter GNU/Linux einfacher zu sein als unter Windows! gnokii bietet in den Original-Sourcen einen Kernel-Patch zur Nutzung des Kabels unter gnokii an. Nun ist mir aber für den einfachen File-Transfer vom Handy zum PC und zurück gnokii zu unhandlich, außerdem erscheint mir ein Kernel-Patch übertrieben.

Gottseidank (“Free Software is about choice”) gibt es auch hier noch eine Alternative, nämlich das unscheinbare dku2_nokia von Olivier Fauchon. Obwohl es sich offenbar in einer frühen Entwicklungsphase befindet, hat es mich durch sein simples Konzept überzeugt: Es stellt einerseits die Kabelverbindung zum Telefon her und fungiert andererseits als FTP-Server, zu dem man sich mit seinem Lieblings FTP-Client verbinden kann (ftp://localhost:frei_gewählte_Portnummer). Das schöne daran ist, das ich das Ding tatsächlich nur so kurz im Speicher habe, wie ich es benötige – dann dreh ich’s wieder ab. Ist mir wesentlich lieber als ein Kernel-Patch oder vergleichbare Fummeleien. Danke, Olivier Fauchon!

Massachusetts: “Datei speichern – aber offen!”

Da schimpft man in einem fort über Amerika, und dann ereilt einen plötzlich diese Meldung aus Massachusetts: Ab 1.1.2007 müssen dort alle Behörden das freie Dokumentformat OASIS OpenDocument zum Austausch von Office-Dokumenten verwenden. (Als Alternative ist nur noch PDF erlaubt.)

Grundlage ist das soeben beschlossene Enterprise Technical Reference Model (ETRM), in dem es wörtlich heißt:

As of January 1, 2007 all agencies within the Executive Department will be required to:

  1. Use office applications that provide conformance with the OpenDocument format, and
  2. Configure the applications to save office documents in OpenDocument format by default.

OpenDocument wird, obwohl es sich um einen sehr jungen Standard handelt, bereits von einer Reihe von Programmen unterstützt, darunter OpenOffice, StarOffice, KOffice, Abiword, eZ publish, IBM Workplace, Knomos case management, Scribus DTP, TextMaker und Visioo Writer.

Damit entscheidet sich die öffentliche Verwaltung eines US-Staates, der fast so groß wie Österreich ist, für die Unabhängigkeit von Microsoft. Unabhängigkeit bedeutet in diesem Fall natürlich nicht, daß Office-Produkte aus Redmont überhaupt nicht mehr zum Einsatz kommen: Immerhin sind zum Teil langfristige Lizenzen bereits bezahlt. Allerdings muß eine technische Lösung gefunden werden, um auch aus MS-Office heraus Dokumente im OpenDocument-Format speichern zu können. Microsoft selbst plant diese Möglichkeit (derzeit) auch für die kommende Generation seiner Software nicht. Aus gutem Grund: “Office-Kompatibilität” war bislang immer das absolute Pflichtprogramm für jeden MS-Konkurrenten und konnte kaum jemals wirklich zu 100% erfüllt werden, gerade weil Microsoft seine Formate nicht offen legte. So manche versuchte Migration von Windows auf Unix-ähnliche Systeme wie GNU/Linux scheiterte in der Praxis an einer zuverlässigen Möglichkeit des Dokumentenaustauschs mit Geschäftspartnern im Microsoft-Format. Würde Microsoft nun umgekehrt OpenDocument-Kompatibilität in seine Produkte einbauen, wäre dieser wichtige Stolperstein für migrationswillige Unternehmen aus dem Weg geräumt.

Microsoft versucht derzeit mit seinem “Office XML”-Format auf OpenDocument zu reagieren. Office XML ist tatsächlich gut dokumentiert, wird jedoch wegen einiger Fallen in den Lizenzbestimmungen von vielen nicht als gleichwertige Alternative akzeptiert.

Roy Tränen

Ich gehöre normalerweise ja nicht zu den Menschen, die sich im Urlaub mit Souvenirs eindecken. In diesem Fall jedoch konnte ich nicht widerstehen: Da gab es in Velden doch glatt ein Fläschchen “Roy Tränen” zu kaufen! Komplett mit Roy Blacks Foto drauf und einer klaren Flüssigkeit drin, die sich – gerade noch rechtzeitig, bevor die Rührung einsetzt – als 41%iger Himbeergeist entpuppt! “Wir hatten die Idee, weil so viele Damen beim Denkmal [gemeint ist die Büste von Roy Black gleich neben dem Geschäft] Blumen niederlegen und dabei bittere Tränen weinen”, erklärt mir die Verkäuferin. Und setzt schelmisch nach: “Außerdem hat der Alkohol in seinem Leben ja auch eine besondere Rolle gespielt.” Na dann: Prost!

PS: Bei “Prost!” hab ich natürlich nicht das abgebildete Fläschchen geleert – das behalt’ ich mir wirklich als Erinnerung. 😉

Keltenwelt Frög

Ein eher unfreundlicher regentag. Gottseidank ist in der keltenwelt frög ein großer teil der ausstellung auch überdacht. So auch die am foto gezeigte darstellung, die unter anderem zeigt, daß sich gewisse zwischenmenschliche beziehungen seit der zeit der kelten nicht verändert haben (gesichtsausdruck der dame: “ausg’maln g’hört!”). Danach hat uns der freundliche herr an der kasse eine privatvorführung einer doku über die himmelsscheibe von nebra organisiert. Wirklich ausgesprochen interessant! Da werde ich noch nachforschen müssen im web.

Frühstück

So sieht hier das frühstück für drei personen aus. Leider ist das foto etwas verwackelt, weil ich es quasi “auf der flucht” vor den heranstürmenden hungrigen machen mußte. Was man dazu wissen muß: es gab gestern ein 5gängiges abendessen, das aus allerlei leichter kärntner vitalkost bestand (kasnudeln, kletznnudeln, schokokuchen mit schlag …). Man meint es hier sehr gut mit uns 🙂

Schifferl fahren

mit der ms klagenfurt nach klagenfurt. Das wetter ist geradezu unverschämt schön, wir überlegen noch, ob wir einen besuch in minimundus machen oder direkt in die stadt rein marschieren. Wobei die überlegungen nicht recht vom fleck kommen, weil man am schiff so gemütlich das hirn abschalten und die landschaft vorüber ziehen lassen kann. Ich glaube, ich bin entspannt.

guten morgen

habe bis 9:20 geschlafen und gehe jetzt zu einem üppigen frühstück. Liebe grüße an alle kollegen im büro. 😉

Südbahn II

Ingrid hat sich beschwert. Wir haben jetzt ein wärmeres abteil. (ein paar polizisten mußten mit uns tauschen.) der schaffner hat uns erzählt, daß der schaden an der klimaanlage seit anfang august bekannt ist und nie behoben wurde, obwohl der waggon seither schon 2x in der werkstatt war. Ist doch schön, daß bei der bahn jetzt so kostenbewußt gearbeitet wird. Früher, vor dem ganzen “es muß sich alles rechnen”-wahnsinn, hätten die doch womöglich glatt unsummen für so eine völlig überflüssige reparatur hinausgeschmissen.